Ölpreisanstieg noch nicht gestoppt

24. August 2016

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Obwohl es gestern Morgen noch günstig für die Ölpreise aussah, machten diese im Verlauf des Tages erneut einen Sprung nach oben. Auch die Heizölpreise steigen heute wieder leicht. Der Eurokurs ist wieder unter die 1,13 US-Dollar Marke gefallen.

Ölpreisentwicklung

Am Dienstagmorgen schien die Tendenz der Ölpreise noch eindeutig abwärts zu zeigen, jedoch trat am Nachmittag dann ein sprunghafter Anstieg in kürzester Zeit ein.

Die Händler begründeten diesen hauptsächlich mit verstärkten Spekulationen über eine Angebotsobergrenze der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC).

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute Morgen für rund 49,96 US-Dollar je Barrel gehandelt. Verglichen mit dem niedrigsten Stand vom Vortag ist das ein Sprung nach oben um fast eineinhalb US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell für rund 434,5 US-Dollar je Tonne gehandelt und bleibt damit fast unverändert gegenüber gestern.

Bereits seit dem Wochenende belastete die Aussicht auf erneut steigende Öl-Exportmengen aus dem Irak, Nigeria, Libyen und dem Iran die Ölpreise. Dementsprechend wurde auch gestern Morgen von einer eher anhaltenden preisdrückenden Stimmung ausgegangen.

Nach der Meldung am frühen Nachmittag, dass der Iran beim Treffen der OPEC im nächsten Monat bereit wäre Gespräche zur Produktionsbegrenzung zu führen, katapultierten sich die Ölpreise nach oben.

Der europäische Ölpreis Index Brent überschritt dabei sogar kurzzeitig die 50 US-Dollar Marke.

Auf der einen Seite hängt die Entwicklung der Ölpreise am Markt derzeit stark von dem angesetzten Gespräch der OPEC und auf der anderen Seite von preissenkenden Korrekturbewegung wegen geplanten Produktionssteigerungen ab.

Selbst wenn es zu dem Beschluss einer Angebotsobergrenze der OPEC kommen sollte, gehen Analysten davon aus, dass die Ölpreise nicht signifikant über 50 US-Dollar steigen werden.

Ab diesem Niveau wäre es der US-Schieferölindustrie möglich relativ schnell ihre Förderung zu erhöhen, was für die OPEC also nicht wünschenswert wäre.

Entwicklung Eurokurs

Dem Eurokurs gelang es gestern im Verlauf des Tages nicht sich oberhalb der 1,13 US-Dollar Grenze zu halten.

Trotz relativ guter Konjunkturdaten aus dem Euroraum rutschte der Wechselkurs leicht ab. Deshalb kostet ein Euro heute Morgen rund 1,129 US-Dollar.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein sinkender Eurokurs, dass die Importe für den Euroraum teurer werden.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt bei rund 51,6 Euro pro 100Liter Heizöl.

Nach dem sprunghaften Anstieg gestern sind auch die Heizölpreise heute Morgen leicht angestiegen. Wir halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass sich daraus eine anhaltende Tendenz ergibt.

Kurzfristig auf stark fallende Heizölpreise zu spekulieren halten wir dennoch für sehr riskant. Insbesondere, wenn sich der Tankinhalt dem Ende nährt, raten wir auf Nummer sicher zu gehen und jetzt bereits Heizöl zu kaufen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.