Ölpreise auf tiefsten Stand seit vier Monaten

5. November 2013

Gestern überwogen zwar die preistreibenden, also bullischen Meldungen, aber die Ölpreise sanken trotzdem auf den tiefsten Stand seit vier Monaten. Dadurch werden heute auch die Heizölpreise weiter nachgeben.

Analysten sehen aktuell eine "strukturelle Schwäche" am Ölmarkt.  Es ist mehr Rohöl verfügbar als nachgefragt wird. Das zeigt sich schon länger bei der amerikanischen Ölsorte WTI daran, dass Verträge für Öllieferungen mit kurzer Laufzeit günstiger sind als solche mit längerer Laufzeit. Lieferungen für den November sind also günstiger als Lieferungen für den Dezember. Der Preis für die europäische Sorte Brent zeigt eine ähnliche Entwicklung, auch wenn momentan kurzfristige Verträge noch geringfügig teurer sind. Der Unterschied schwindet und das ist ein Zeichen für eine sehr gute Versorgungslage.

Bessere Konjunkturdaten und die Meldung aus Libyen, dass die Ölproduktion und –ausfuhr nun doch nicht nennenswert gestiegen sind, konnte den Ölpreisen nicht aus dem Tal helfen. Längerfristig birgt der Ausfall libyscher Öllieferungen die Gefahr steigender Preise, insbesondere wenn der Winter die Nachfrage steigen lässt.

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