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Der Heizölpreis in der Wochenmitte: Ölpreise bleiben stabil, Heizöl trotz Eurokurs günstiger

6. März 2019, Peter Dudda

Heizöl zur Wochenmitte günstiger 06.03.19

Trotz deutlich gestiegener US-Rohölbestände laut API und einer Preissenkung für saudisches Öl verharren die Ölpreise fast stur auf einem Fleck. Der Eurokurs sank zwar deutlich, doch Heizöl ist heute dennoch günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • API meldet deutliche Bestandsaufbauten bei US-Rohöl
  • Saudi-Arabien senkt die April-Lieferpreise
  • Devisenmarkt: Anhaltende Dollarstärke setzt Eurokurs zu
  • Brent bei 65,53 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 618,00 US-Dollar
  • Euro bei 1,1303 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 70,26 Euro / 100L
     

 Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Revolution in Venezuela und Sanktionen
Saudi-Arabien will noch mehr kürzen als im Dezember beschlossen
IEA sieht Möglichkeit für ausbalancierten Markt in 2019
Russland verspricht volle Umsetzung der OPEC+ Kürzungen bis April
China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft
Kanadische Produktionskürzungen auch im Februar

Keine Fortschritte bei Handelsgesprächen zwischen USA und China
China will heimische Ölwirtschaft ausbauen

OPEC+Kürzungen bisher nicht vollständig umgesetzt
EIA: US-Ölproduktion nach oben korrigiert
Chinesische Wirtschaft verliert immer weiter an Kraft
Möglicherweise doch Ausnahmen von US-Sanktionen gegen Iran
OPEC-Prognose: Öl-Förderung von Nicht-OPEC-Förderern steigt
USA fördern auf Rekordniveau und nähern sich Energieunabhängigkeit

 

 

 

 

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 65,53 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug noch 65,41 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 65,86 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 618,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 618,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 619,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 06.03.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

So stur wie aktuell zeigten sich die Ölpreise schon lange nicht mehr von ihrer unbewegten Seite. Auch gestern blieb die Nachrichtenlage vergleichsweise ruhig, die Händler verlegten sich aufs Abwarten. Das mag auch daran liegen, dass Nachrichten momentan sowohl die eine als auch die andere Interpretation zulassen.

Der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute zu den US-Rohölbeständen vermeldete überraschend starke Aufbauten, gleichzeitig aber auch Bestandsrückgänge bei Benzin und den Ölprodukten. Saudi-Arabien senkt die Lieferpreise für Öl, allerdings nur für Abnehmer im Mittelmeerraum und in Nordwesteuropa.

Mit dieser Ambivalenz könnten Heizölkäufer eigentlichen von einer guten Planbarkeit ihres Heizölkaufs profitieren. Der Eurokurs ist gestern deutlich gesunken und sackte zwischenzeitlich sogar unter 1,13 US-Dollar. Ein Grund dafür ist die wiederum überraschend positive Stimmung auf dem US-Markt. Außerdem hatte Trump sich über den zu starken Dollar öffentlich beschwert – damit aber das Gegenteil erreicht.

Für den Heizölpreis ist der Eurokurs damit zwar ausschlaggebend, doch Faktoren wie eine komfortable Nachfragesituation auf dem inländischen Markt sorgen dafür, dass Heizöl heute Morgen günstiger ist.

Beide Märkte – Devisen und Rohstoffe – zeigen momentan eine zu unsichere Natur, als dass sich längerfristige Prognosen sicher abgeben lassen. Deswegen ist es die beste Entscheidung, wenn Sie sich möglichst bald zum Heizölkauf entschließen und sich damit von allen weiteren Entwicklungen unabhängig machen.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1303 US-Dollar, am Dienstag waren es 1,1324 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Dienstag wurde noch bei 1,1329 US-Dollar festgesetzt.

Weiterhin ist die US-Konjunktur zumindest in den Stimmungsbildern ein leichter Gegenentwurf zum Rest der Welt. Überaus positive Ergebnisse zur Stimmung im US-Dienstleistungssektor hatten gestern dem ohnehin schwungvollen Dollarkurs noch mehr Rückenwind verschafft. US-Präsident Trump nahm die anhaltende Dollarstärke zum Anlass, sich über diesen Fakt öffentlich zu beschweren.

Nach seiner Ansicht, die volkswirtschaftlich richtig ist, behindert ein zu starker Dollar auf Dauer die US-Wirtschaft. Denn ausländische Läufer, egal welcher Waren, haben dann weniger Interesse, amerikanische Güter zu einem für sie hohen Preis zu kaufen, da der Wechselkurs für sie ungünstig ist.

Diese öffentliche Beschwerde hatte jedoch den gegenteiligen Effekt und animierte Anleger dazu, weiterhin in die offensichtlich starke Währung zu investieren. Aus der Eurozone kommen momentan keine Meldungen, die das Gefüge in irgendeiner Weise umdrehen könnten.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • API meldet deutliche Rohölaufbauten in den USA
  • Saudi-Arabien will für Nordwesteuropa attraktive Lieferpreise gestalten

 

API zeigt verzerrtes Bild der US-Ölwirtschaft

Auch wenn die Rohölbestände in dieser Woche laut API in den USA überdeutlich gestiegen sind, darf man diesen Fakt nicht überbewerten. Denn der Markt weiß um die Verzerrungen, die dahinterstehen.

 

Die API-Daten im Überblick

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-10-060319 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

Die hohen Bestandszunahmen folgen auf eine Woche, in der das API überdeutliche Bestandsabbauten meldete. Zudem weiß der Markt, dass momentan die Im- und Exportwerte der USA nicht dem Normalniveau entsprechen. Es gibt bzw. gab Probleme mit Lieferungen, einige Tanker liegen unentladen in den Häfen. Außerdem kündigt sich momentan der Saisonwechsel für die Raffinerien an, was die Bestände insbesondere bei den Produkten beeinflusst. Hier steht ab sofort Benzin stärker im Fokus als die Destillate, worunter auch Heizöl fällt.

Insgesamt hätte der API-Bericht in dieser Woche zwar klar preissenkende Einflüsse haben können, doch da der Markt um die Hintergründe weiß, wartet er heute noch stärker als sonst auf die detaillierten Zahlen des Department of Energy, die am Nachmittag veröffentlicht werden. Darin werden insbesondere die Werte zu den Im- und Exporten eine große Rolle spielen.

 

Saudi-Arabien senkt Lieferpreise im April für ausgewählte Kunden

Öllieferungen im April sollen aus Saudi-Arabien günstiger werden. Allerdings nur für Kunden im Mittelmeerraum und in Nordwesteuropa. Gleichzeitig steigen die Preise für Asien, während die USA keine Veränderungen erwarten dürfen.

Dahinter steckt, wie bei jeder Preisbildung, Kalkül. Man rechnet damit, dass die Nachfrage nach dem Winter im Mittelmeer- und europäischen Raum demnächst sinken wird. Denn es wird weniger geheizt, Klimaanlagen sind hier kein Usus und die Benzinnachfrage ist zwar hoch, aber zum Beispiel längst nicht so ausgeprägt saisonal wie in den USA. Zudem befinden sich noch viele Raffinerien im Wartungsmodus.

Mit dem niedrigeren Preis, der ein wenig dem aktuellen Trend entgegenläuft, möchte man also die „Rabattmanier“ des Menschen ansprechen und so den Absatz ankurbeln. Das Nichtsenken der Preise für die USA ist eine direkte Folge der ohnehin gesenkten Exportquoten. Denn die USA importierten zuletzt so wenig saudisches Öl wie schon lange nicht mehr.

Die Preislisten sind in dem Sinne zwar keine große und durchschlagende Neuigkeit, zeichnen aber ein sehr interessantes Bild des aktuellen Ölmarkts und zementieren unterschwellig die klaren Trennlinien zwischen den Anbietern, den wichtigsten Abnehmern und vor allem dem Gegensatz zwischen den USA und der OPEC.

 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 70,26 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag waren es 70,73 Cent.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Peter Dudda - Autor

Der Ölmarkt und der Euro-Dollar-Kurs bestimmen Ihren Heizölpreis. Die Märkte bieten täglich Überraschungen. Wir liefern Ihnen die Hintergrundinformationen.

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