Ölpreise deutlich gestiegen

Heizoelpreis-gestiegen-16-02-2016

Die Ankündigung eines Treffens der Ölminister Russlands, Saudi-Arabiens und Venezuelas heizen die Spekulationen um eine Förderkürzung weiter an. Damit legte der Ölpreis in der Nacht deutlich zu, was heute zusammen mit dem geschwächten Euro erneut zu deutlich höheren Heizölpreisen führt.

Ölpreisentwicklung

Die Spekulationen zu einer koordinierten Produktionskürzung nehmen momentan nicht ab. Schon am Freitag hieß es aus den Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), dass alle Mitglieder der OPEC mittlerweile zu Produktionskürzungen bereit wären. Gestern kündigte man dann ein Treffen der Ölminister Russlands, Saudi-Arabiens und Venezuelas für heute in Katar an. Dies sorgte an den Ölbörsen in der Nacht für steigende Ölpreise.

Für heute Morgen ergeben sich folgende Ölnotierungen:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 34,72 US Dollar je Barrel gehandelt. Der Preis für ICE Gasoil hat um 2,5 Prozent zugelegt und wird derzeit bei 321,75 US Dollar je Tonne notiert.

Die Ankündigung des heutigen Treffens sorgte in der vergangenen Nacht für Kaufimpulse. Saudi-Arabien war bisher nicht zu Bemühungen und Gesprächen über eine Produktionskürzung bereit gewesen. Da man dort nun scheinbar zu einem direkten Meeting bereit ist, deute sich laut einiger Analysten ein Umdenken bei den Saudis an.

Bereits am Freitag machten die VAE deutlich, dass man sich über die Notwenigkeit einer Produktionskürzung weitgehend einig sei. Experten spekulierten daraufhin auf ein Aufweichen des saudi-arabischen Standpunktes, da Saudi-Arabien und die VAE bisher beide fest an ihrer Strategie der Überversorgung festgehalten hatten.

Ein möglicher Auslöser des Umdenkens könnte nun das auf den Markt zurückkehrende iranische Öl sein. In der Vergangenheit hieß es aus Saudi-Arabien, dass man abwarten müsse, ob und inwiefern das Öl des Irans Marktanteile auf dem europäischen Markt zurückerobern kann.

Da dem Iran das trotz Überversorgung aktuell zu gelingen scheint, könnte dies ein Anstoß für die Saudis sein, an der Gestaltung einer Produktionsbeschränkung mitzuwirken.

Aber auch die wirtschaftliche Lage in China und den USA übt mehr und mehr Druck auf die OPEC aus. Denn schlechte Konjunkturdaten aus den größten Volkswirtschaften und den damit größten Ölverbrauchern deuten auf ein geringeres Ölnachfragewachstum hin. Damit würde das Überangebot bei anhaltend steigenden Fördermengen eher zunehmen und der Ölpreis infolgedessen weiter fallen.

Es bleibt also abzuwarten, ob und in welchem Maße man sich heute beim Treffen in Katar einigen kann. Sollte Saudi-Arabien einer Kürzung zustimmen und zusammen mit den anderen großen Ölproduzenten Einigkeit erzielt werden, könnte dies zu einem nachhaltigen Preisanstieg führen.

Sollten die Ölpreise durch Produktionskürzungen künstlich in die Höhe getrieben werden, würde dies teurere Produktionsstätten, zum Beispiel in den USA, wieder rentabler machen. Das Angebot würde dann vermutlich nur langsam sinken.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs verzeichnet weiter Verluste. Am heutigen Morgen ist ein Euro 1,1171 US Dollar wert.

Grund für den Wertverlust war gestern unteranderem die Ansprache Mario Draghis vor dem Europäischen Parlament. Er deutete dabei auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik hin. Hintergrund seien die Turbulenzen an den Finanzmärkten zuletzt, aber auch die Sorge einer sinkenden Inflation durch günstige Ölpreise. Infolgedessen verlor der Euro an Wert.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt etwas mehr als 42,39 Euro pro 100 Liter Heizöl. Damit hat der Heizölpreis im Vergleich zu gestern erneut  um mehr als einen Cent pro Liter Heizöl zugelegt.

Die Berg- und Talfahrt bei den Heizölpreisen setzt sich damit fort. Im Vergleich zum günstigsten Stand der Vorwoche kostet der Liter Heizöl bereits vier Cent mehr. Angesichts des größtenteils spekulativen Charakters des jüngsten Anstieges der Ölpreise, kann sich diese Entwicklung auch in den kommenden Wochen fortsetzen.  

Im Februar ist die Heizöl-Nachfrage saisonal sehr hoch. Daher sollte man mit zunehmend längeren Lieferzeiten rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten aber auch Notlieferungen für Kaltsteher sind schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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