Ölpreise erhalten Auftrieb

4. August 2016

Heizoelpreis-steigt-040816

Nach der Veröffentlichung der offiziellen US-Ölbestandsdaten waren für die Ölpreise wieder Impulse gegeben, die für einen Anstieg sorgten. Zudem sank der Euro gegenüber dem US-Dollar um fast einen Cent. Damit steigt auch der Heizölpreis heute deutlich an.

Ölpreisentwicklung

Im Verlauf des gestrigen Tages gelang es den Ölpreisen sich verhältnismäßig stabil zu halten. Erst mit der Veröffentlichung der Daten des DOE (US Energieministerium) zu den US-Ölbestandveränderungen am Nachmittag begann der Anstieg.

Am Abend überstieg dann auch die US-amerikanische Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) wieder die psychologisch wichtige 40 US-Dollar Marke.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute Morgen wieder für über 43 US-Dollar je Barrel gehandelt und liegt damit auf dem höchsten Stand seit dem Wochenende.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, ist im Vergleich zum Vortag um rund 10 US-Dollar gestiegen und kostet derzeit rund 366 US-Dollar je Tonne.

Der Rückgang der Ölpreise wurde in den letzten Tagen immer schwerfälliger, weil die belastenden Faktoren größtenteils bereits eingepreist waren. Starke Abwärtsbewegungen blieben daher zunehmend aus.

Nach der Veröffentlichung der DOE-Bestandszahlen konnte die Neuigkeit über den fünften Höchststand der gesamten US-Ölbestände in Folge nur kurzzeitig für einen Einbruch bei den Ölpreisen sorgen.

Relativ schnell überwog dann bereits der bullishe Faktor, also der für einen Preisanstieg sprechende Impuls, der drastisch gesunkenen Benzin-Bestände. Dieser überraschte insofern, da die Raffinerieauslastung und damit die Produktionskapazitäten in dieser Woche erneut angestiegen sind.

Jedoch ist die Hälfte des Rückgangs bei den Benzin-Vorräten auch auf gesunkene Importe zurückzuführen.

Ebenfalls stützend auf die Ölpreise wirkte sich die bisherige Marktlage aus, in der ein Großteil der Händler auf fallende Ölpreise spekuliert hatte.

Nach Unterschreiten der 40 US-Dollar beim WTI versuchten diese gestern dementsprechend das Potenzial für Gewinnmitnahmen zu nutzen. Diese steigende Anzahl an Käufen stärkte die Ölpreise.

Für eine nachhaltige Trendwende bei der Ölpreisentwicklung spricht dennoch wenig. Kurzfristig sollten die Ölpreise unter Druck bleiben. Größere Preisrückgänge unterhalb der 40 Dollar halten viele Analysten aber für eher unwahrscheinlich.

Entwicklung Eurokurs

Am Anfang der Woche konnte der Euro noch von einem enttäuschenden Bruttoinlandsprodukt der USA profitieren und erreichte dabei zwischenzeitlich den höchsten Stand seit dem Brexit Referendum.

Gestern hingegen wurde der Dollar von robusten amerikanischen Beschäftigungsdaten gestärkt und drückte damit den Eurokurs.
Heute Morgen kostet ein Euro rund 1,113 US-Dollar. Das ist fast ein Cent weniger als beim Vortageshoch.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, verteuert ein steigender Dollarkurs, die Importe für den Euroraum.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt wieder über 46 Cent pro Liter Heizöl.

Aktuell ist nicht sicher, ob die Heizölpreise weiter steigen oder das aktuell Niveau halten können.

Unsere Empfehlung lautet daher: Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Der Heizölpreis ist auf dem günstigsten Stand seit vier Monaten und nur rund fünf Cent von den Langzeit-Tiefstständen aus dem Januar entfernt.

Im Vergleich zum Vorjahr kann man beim Kauf einer Menge von 1.000 Litern Heizöl immerhin noch über 130 Euro sparen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?