Ölpreise erreichen neues Jahreshoch

8. März 2016

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Trotz erwarteter Aufbauten bei den US-Ölbeständen stiegen die Ölpreise gestern weiter stark an und konnten die 40 Dollar-Marke knacken. So ergeben sich für heute trotz des gestärkten Euros deutliche Preisanstiege beim Heizöl.

Ölpreisentwicklung

Die Woche startet bereits mit deutlich gestiegenen Ölpreisen. Im gestrigen Tagesverlauf setzte sich der Aufwärtstrend dann weiter fort. Der psychologische Effekt einer Produktionsbeschränkung der OPEC scheint sich damit festzusetzen. Am Abend gingen die Notierungen dann mit starken Gewinnen aus dem Handel.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird derzeit bei 40,36 US-Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, welches für den Heizölpreis im Inland von entscheidender Bedeutung ist, wird bei 360,25 US-Dollar je Tonne notiert und hat sich damit knapp 100 Dollar vom tiefsten Stand des Jahres entfernt, der Mitte Januar bei 262 US-Dollar lag.

Schon in den letzten Wochen brachten die Bemühungen um eine koordinierte Produktionsbeschränkung den Aufwärtstrend in Bewegung. Und auch in dieser Woche scheint die Aussicht darauf die Ölpreise weiter in die Höhe zu treiben.

Die OPEC und einige Nicht-OPEC-Mitglieder wie Russland bestreben eine Deckelung der Fördermengen auf das Niveau des Januars. Damit solle die Überversorgung reduziert werden, um den Ölpreis wieder auf einem höheren Niveau zu stabilisieren.

Einige Marktteilnehmer merkten schon an, dass dies nicht die geeignete Maßnahme wäre. Doch allein die Tatsache, dass die großen Ölproduzenten wieder miteinander kommunizieren, bewirkte einen deutlichen Preisanstieg in den letzten Wochen.

Analysten befürchten nun jedoch einen zu schnellen Preisanstieg. Dieser könnte die Wahrscheinlichkeit auf eine Einigung der großen Produzenten reduzieren. Denn deren Strategie setze auf den Rückgang der amerikanischen Ölförderung.

Zum aktuellen Zeitpunkt wird aus den USA auch einen deutlicher Rückgang der aktiven Förderanlagen gemeldet. Jedoch werden einige Projekte dort ab einem Ölpreis von 40 US-Dollar wieder rentabel. Zudem steigen die Verdienstmöglichkeiten der Produzenten bei steigendem Ölpreis. Es wird daher unwahrscheinlicher, dass sie nun zugunsten einer Förderreduzierung auf einen größeren Gewinn verzichten.

Nun bleibt spannend, inwiefern die OPEC und Russland sich bei ihrem Treffen am 20. März einigen werden. Und auch der Monatsreport der EIA (Energy Information Administration, Amt für Energiestatistik im Energieministerium der Vereinigten Staaten) sowie die neuen Daten zu den aktuellen US-Ölbeständen des Departements of Energy (DOE - Energieministerium der Vereinigten Staaten) könnten sich auf die Ölpreisentwicklung in dieser Woche auswirken.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs hat sich weiter erholt und konnte über die 1,10 Dollar-Marke klettern. Derzeit ist ein Euro 1,1026 US-Dollar wert.

Ein stärkerer Euro bedeutet im Hinblick auf den Ölpreis, dass Öl im Inland günstiger wird. Denn Öl wird grundsätzlich in US-Dollar gehandelt. Mit einem stärkeren Eurokurs können Händler aus der Eurozone Öl günstiger einkaufen. Deswegen ist die Notierung des Euro auch entscheidend für den Heizölpreis im Inland.

Heizölpreisentwicklung

Für heute ergeben sich jedoch trotz stärkerem Euro gestiegene Heizölpreise. So kostet eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung heute im bundesweiten Durchschnitt 46,75 US-Dollar pro 100 Liter Heizöl.

Da die Heizöl-Nachfrage stark nachgelassen hat, muss nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden.

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