Preise an den Ölbörsen etwas unterhalb der Niveaus von Montagnachmittag

heizoelpreise steigen 210217

Der durch den President’s Day, dem gestrigen Feiertag in den USA, verkürzte Handel an den Ölbörsen liefert ein erwartungsgemäß geringeres Handelsinteresse. Bei einer Konferenz in London haben Experten geschätzt, dass sich der Ölpreis in einem Jahr zwischen 55 und 65 Dollar bewegen wird.

Ölpreisentwicklung

Aufgrund des US-Feiertages und des damit verbundenen verhaltenen Handelsinteresses sind für heute keine kennbaren Impulse zu erwarten. Am frühen Morgen bewegen sich die Preise an den Ölbörsen etwas unterhalb der Niveaus von gestern Nachmittag. Aufgrund eines lediglich marginal nachgebenden Euro-/Dollar-Kurses ist insgesamt von keinen größeren Preisanpassungen bei den Inlandspreisniveaus für Heizöl auszugehen.

Das weiterhin beherrschende Thema sind die Produktionskürzungen der OPEC. Die Kürzung hat das Ziel, dass das Überangebot der letzten Jahre vom Markt genommen wird. Hierbei stellt sich die Frage, ob dies klappen wird. Die Ölnachfrage nimmt in der ersten Jahreshälfte zunächst ab, bevor sie dann ab Juli steigt. Sollte die OPEC ihre Produktionskürzungen über die zweiten sechs Monate in diesem Jahr hinweg verlängern, werden die Preise weiter steigen können.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent startet heute Morgen mit 56,16 US-Dollar in den Tag, das sind -0,02 Dollar zum Schluss Montag. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert für die Lieferung im März aktuell bei 496,25 US-Dollar und damit etwas schwächer zum Schlusspreis von Montag mit 497,50 US-Dollar und dem von Freitag (490,00 US-Dollar).  

Nach wie vor sind mögliche Produktionskürzungen der OPEC in vollem Gange. Offen ist nach wie vor, ob die Front geschlossen bleibt und evtl. das Abkommen verlängert wird. Diese Maßnahmen würden einen stärkeren Rückgang der Ölpreise verhindern.

Die IEA (Internationale Energie Agentur) rechnet mit einem Nachfragewachstum von 1,4 Mio. B/T. Sollte die OPEC mit den Nicht-OPEC-Ländern weiterhin die Kürzungen aus dem Januar aufrechterhalten, wird der Markt insgesamt deutlich verknappt. Aktuell geht die IEA von einer lediglich moderaten Produktionssteigerung der Nicht-OPEC-Länder in 2017 aus. Sollte die OPEC ihren Deal verlängern, würde also eine nicht unerhebliche Menge Öl vom Markt genommen, würde dies zu einem Angebotsdefizit und damit zu höheren Preisen führen. Jedoch ist diese Entwicklung nach wie vor fraglich und wird wohl erst nach den Beratungen der OPEC im Mai geklärt werden. Hierbei spielen weitere Faktoren eine Rolle, die OPEC ist dabei jedoch der wichtigste Mitspieler.

In den letzten Wochen hat Libyen seine Ölförderung mit 600.000 bis knapp über 700.000 B/T stabilisieren können. Bis August plant Libyen, die Förderung auf 1,2 Mio. B/T anzuheben. In Expertenkreisen schätzt man dies mit einer gewissen Skepsis ein. Falls die geplante Fördermenge nicht erzielt werden sollte, so hätten bereits 200.000 bis 300.000 B/T ein direkte Auswirkung auf den Markt.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro fällt unter 1,06 US-Dollar und notiert heute Morgen bei 1,05751 US-Dollar. Dies ist zwischenzeitlich der tiefste Stand seit knapp einer Woche. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montag auf 1,0616 US-Dollar festgesetzt. Im Vergleich zum US-Dollar hat der Euro an Wert eingebüßt. Aller Voraussicht nach werden die Heizöl-Notierungen mit leichten Aufschlägen in den heutigen Tag gehen.

Spekulationen um weitere Hilfszahlungen an Griechenland konnten den Euro jedoch nicht nennenswert bewegen. Ein zusätzliches Reformpaket ist im Gespräch.

Heizölpreisentwicklung

Momentan gibt es nur wenig Bewegung bei den Heizölpreisen. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt rund 56,16 Cent pro Liter Heizöl. Gestern waren es zur gleichen Zeit 55,90 Cent pro Liter.

Wir raten unseren Kunden dazu, sich das aktuelle Preisniveau zu sichern und sich zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert.  

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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