Ölpreise fallen - Indien verhängt Strafzölle auf US-Produkte

18. Juni 2019, Ricarda Altrichter

Heizöl ist heute günstiger - Indien verhängt Strafzölle gegen USA - 18.06.19

Auch Indien hat nun Handelsbarrieren errichtet und als Antwort auf die Streichung von Vergünstigungen im USA-Handel Strafzölle auf US-Produkte eingeführt. Dies verschärft die Sorge um die Weltkonjunktur. Die Ölpreise fielen gestern, der Euro gewann etwas an Wert. Heizöl heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Indien erhebt Sonderzölle auf US-Waren
  • Eskalationspotential im Persischen Golf wird geringer eingeschätzt
     
  • Brent bei 60,96 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 554,50 US-Dollar
  • Euro bei 1,1235 US-Dollar
     

Heizölpreisentwicklung

•             Heizölpreis bei 66,20 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 66,20 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 67,12 Cent pro Liter Heizöl.
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

 Auseinandersetzungen im Persischen Golf 
 US-Strafzölle gegen Mexiko 
 Waldbrände in Kanada: Ölproduktion nimmt ab  
Pipeline-Ausfall in Nigeria 
▲ Ölproduktion in der Nordsee nimmt ab 
 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela 
 OPEC+ Kürzungen werden möglicherweise verlängert 
 
 Kämpfe in Libyen 

▼ Indien erhebt Zölle auf 28 US-Produkte 
 Produktionssteigerung in Russland, Kasachstan und Irak 
▼ Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien 
▼ Neue Zölle im Handelsstreit USA-China

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 60,96 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 62,16 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 60,94 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 554,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 563,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 558,00 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 18.06.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Mit der Erhebung von Strafzöllen auf 28 US-Produkte will Indien seine eigene Stärke gegenüber den USA demonstrieren. Für die Märkte ist diese neue Handelsbarriere aber eher ein weiteres Indiz dafür, dass der Motor der Weltkonjunktur immer weiter ins Stocken gerät. Dementsprechend bleibt auch die Einstellung aktuell, dass das Ölangebot in den kommenden Monaten über der Nachfrage liegen wird.

Folgerichtig gingen die Ölpreise gestern wieder auf Abwärtstour, zumal die Gefahr einer Eskalation im Persischen Golf von Experten inzwischen als geringer eingestuft wird. Man geht momentan davon aus, dass selbst eine militärische Auseinandersetzung zwar die Ölexporte Irans, nicht aber der anderen Anrainerstaaten behindern könnten. Zudem wäre Iran isoliert wohl nicht in der Lage, Blockaden der Straße von Hormuz lange aufrecht zu erhalten.

Da die iranischen Exporte sowieso bereits unter 1 Mio. B/T gesunken sind, wird der preissteigernde Einfluss aus dieser Richtung langsam wieder herausgerechnet.

Für inländische Heizölkäufer sind dies gute Nachrichten, zumal der Euro heute Morgen im Vergleich zum Dollar etwas an Wert gewonnen hat und damit die preissenkende Tendenz verstärkt. Darum ist es die beste Entscheidung, sich möglichst bald zum Heizölkauf zu entschließen und sich von allen weiteren Entwicklungen unabhängig zu machen.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1235 US-Dollar, am Montag waren es 1,1217 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde bei 1,1234 US-Dollar festgesetzt.

Die heutige Euronotierung wird hauptsächlich davon beflügelt, dass der Markt auf wichtige Ereignisse wartet: Einerseits werden Konjunkturdaten aus der Eurozone einen Blick auf die wirtschaftliche Stimmung werfen, zum anderen wird EZB-Chef Draghi bei der Notenbank-Konferenz sprechen. Die amerikanische Fed wiederum beginnt mit ihrer Zinssatzsitzung, aus der es morgen Abend Resultate geben wird.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • Strafzölle: Indien will sich gegen USA behaupten

Während alle Welt auf China und USA als die Hauptkontrahenten im Handelsstreit blickt, herrscht zwischen Indien und den USA ebenfalls seit längerem eine protektionistische, schlechte Stimmung, die sich nun in neuen Strafzöllen äußert – verhängt von Indien.

Die USA hatten bislang Sondervergünstigungen für einen zollfreien Export indischer Waren nach Nordamerika gewährt, Präsident Trump hatte diese jedoch jüngst gestrichen. Als Grund nannte er das indische Handelsdefizit sowie ungerechtfertigte Importzölle. Desweiteren gewährt Indien amerikanischen Firmen und Handelspartnern keinen freien Zugang zum Markt.

Dass in diesem Umfeld Sondervergünstigungen gestrichen werden, scheint nachvollziehbar. Doch Indien pocht auf seinen „Rechten“ und will mit der Einführung von Zöllen auf 28 Produkte aus den USA Stärke zeigen.

Der Warenkatalog umfasst insbesondere Feldfrüchte und Nüsse. Dies klingt erst einmal harmlos, ist aber für die ohnehin problematisch positionierte US-Landwirtschaft ein weiterer Schlag. Nach Erhebung der ersten Zollrunde gegen China musste US-Präsident Trump der Landwirtschaft bereits mit einem milliardenschweren Paket unter die Arme greifen, da die Farmer durch Absatzschwierigkeiten wegen des Protektionismus sehr schnell und sehr deutlich in Schwierigkeiten geraten waren.

Der indische Zollschauplatz wirkt dagegen einmal kleiner, doch jede neue Handelsbarriere bremst die globalisierte Konjunktur weiter aus und treibt die Sorge um ein Nachlassen der wirtschaftlichen Entwicklung an.
 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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