Ölpreise fallen und Heizöl sinkt leicht

9. Juli 2019, Felix Schmidt

Günstiger Heizölpreis am Dienstag - Ölpreise gesunken - 09.07.2019

Bis auf die Möglichkeit eines Tropensturms im Golf von Mexiko und einem kleineren Schaden an der ohnehin wegen Reparaturen gedrosselten Nordsee-Pipeline Forties blieben Neuigkeiten gestern aus. Der Markt konzentrierte sich auf Nachfrageprognosen. Die Ölpreise sind gefallen, Heizöl heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Brent bei 63,97 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 574,50 US-Dollar
  • Euro bei 1,1217 US-Dollar
     

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 67,45 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 67,45 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 67,53 Cent pro Liter Heizöl.
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Iran überschreitet Limits des Atomabkommens
 Vorerst keine weitere US-Strafzölle gegen China 
 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela 
▲ OPEC+ Kürzungen werden verlängert 

 
 Produktionssteigerung in Russland, Kasachstan und Irak 
USA steigern Produktion weiter deutlich
 Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien 

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 63,97 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 64,28 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 64,58 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 574,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 578,00 US-Dollar, der Schlusspreis bei 579,25 US-Dollar.
 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 09.07.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Ohne handfeste News konzentrierte sich der Markt gestern auf die langfristige Nachfrageentwicklung – und die liegt aus Sicht vieler Experten langfristig deutlich unter den Produktionssteigerungen, wie sie zum Beispiel in den USA verzeichnet werden. Das drückt die Ölpreise, auch wenn die Händler angesichts der Entwicklungen in Iran und aufgrund punktueller Ereignisse in ihren Prognosen vorsichtig bleiben und den Ölpreis dementsprechend nur leicht durch Verkäufe und negative Preisentwicklungswetten drücken.

So richten sich die Blicke jetzt Richtung Golf von Mexiko. Mehrere Wettermodelle sagen voraus, dass sich dort ein Tropensturm entwickeln könnte, der die an den US-amerikanischen Küsten konzentrierte US-Ölindustrie kurzfristig stark in Mitleidenschaft ziehen würde.

Solche Turbulenzen sind uns schon aus den vergangenen Jahren vertraut. So hatte Hurricane Harvey im August 2017 für die Abschaltung praktisch der gesamten Küsteninfrastruktur gesorgt und Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Die Ölpreise waren damals kurzfristig sprunghaft angestiegen und die Angaben zu US-Ölvorräten wurden über Wochen verzerrt.

Selbstverständlich bleibt auch Iran im Fokus. Mit der Ankündigung, die Grenzen des Atomabkommens zur Urananreicherung überschreiten zu wollen, hat Teheran eine neue Stufe in der Auseinandersetzung mit den USA gezündet. Nun wird es immer schwieriger, den Konflikt auf diplomatisch-politischer Ebene zu lösen, zumal Washington angesichts seiner strengen Sanktionen gegen Iran kaum noch „friedliche“ Mittel zur Verfügung hat.

Allerdings bereitet das sinkende Ölangebot aus Iran dem Markt offenbar keine Sorgen – schließlich ist aktuell davon auszugehen, dass die iranische Menge angesichts der sinkenden Nachfrage nicht fehlen wird.

In genau dieser Stimmung ist es deshalb auch nicht verwunderlich, dass die Forties Pipeline in der Nordsee, die wegen Reparaturbedarfs gedrosselt ist, nun einen Schaden gemeldet hat, der den Output noch weiter senken könnte – und keiner reagiert darauf.

Die sinkenden Ölpreise sind natürlich eine gute Nachricht für Heizölkäufer, die allerdings vom ebenfalls sinkenden Eurokurs eingeschränkt wird. Dennoch gilt weiterhin die Maxime, dass ein baldiger Heizölkauf eine wirtschaftliche Entscheidung ist, da es jetzt wichtig ist, sich von allen weiteren Entwicklungen am Markt und auf dem politischen Parkett unabhängig zu machen.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1217 US-Dollar, am Montag waren es 1,1230 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde bei 1,1215 US-Dollar festgesetzt.

Ohne eindeutige Signale aus gestern veröffentlichten deutschen Konjunkturdaten blieb der Eurokurs gestern relativ konstant. Allerdings zeigt sich auch ohne Impulse, dass die Tendenz momentan eher nach unten zeigt. Der Euro ist im Gegensatz zum Dollar oder sicheren Währungen wie den Schweizer Franken einfach zu schwankungsanfällig, um ihn als „Parkposition“ für Investitionen zu nutzen.#
 

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Felix Schmidt – Autor

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