Ölpreise fallen - Heizölpreis günstiger

2. Juli 2019, Ricarda Altrichter

Heizöl heute günstiger - 02.07.2019

OPEC-Deal steht – Nach einer unerwartet langen Beratung und mit einem „krummen“ Kürzungszeitraum hat die OPEC+Gruppe gestern weitere Eingriffe in das Ölangebot beschlossen. Der Markt fokussierte auf diese Details und setzte auf Gewinnmitnahmen. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • OPEC+Gruppe beschließt Kürzungen um weitere neun Monate
  • USA drohen EU mit neuen Strafzöllen
  • Brent bei 65,03 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 591,50 US-Dollar
  • Euro bei 1,1290 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 68,79 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 68,79 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 69,58 Cent pro Liter Heizöl.
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

▲ Vorerst keine weitere US-Strafzölle gegen China 
 US-Strafzölle gegen Mexiko 
 Ölproduktion in der Nordsee nimmt ab 
 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela 
 OPEC+ Kürzungen werden verlängert 
 
▼ USA drohen Europa mit neuen Strafzöllen 
 Produktionssteigerung in Russland, Kasachstan und Irak 
▼ USA steigern Produktion weiter deutlich
 Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien 

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 65,03 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 66,41 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 65,06 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 591,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 601,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 590,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 02.07.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Die OPEC+Gruppe hat sich gestern auf die schon am Wochenende verlautete Kürzungsverlängerung um 9 Monate geeinigt. Dieser Fakt war bereits bekannt, und so blieben preissteigernde Reaktionen am Markt aus.

Zudem haben sich die Beratungen in die Länge gezogen und deuteten darauf hin, dass das Ölkartell mit erheblichen inneren Unstimmigkeiten zu kämpfen hat. Auch interpretierten die Händler den neuen Kürzungszeitraum von neun Monaten so, dass die OPEC+Gruppe offensichtlich von einer schwachen Nachfrageentwicklung ausgeht, die es auszugleichen gilt.

Dieses Detail führte nach und nach zu Gewinnmitnahmen und wurde vom Umstand befeuert, dass die USA – kaum zwei Tage nach einem Minimalkonsens mit China – nun wieder Europa mit Strafzöllen ins Visier nehmen.

Mit der später als erwartet erfolgten Pressekonferenz der OPEC+Gruppe stabilisierten sich die Ölpreise in der Nacht wieder. Der Eurokurs fiel unterdessen aufgrund mehrerer Faktoren unter die 1,13 US-Dollarmarke.

Die Preisnachlässe bei den Ölpreisen wurde für inländische Heizölkäufer also teilweise wieder ausgeglichen. Heizöl ist heute dennoch günstiger. Darum ist es eine gute Entscheidung, sich möglichst schnell zum Heizölkauf zu entschließen und sich von allen weiteren Entwicklungen unabhängig zu machen.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1290 US-Dollar, am Montag waren es 1,1324 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde bei 1,1349 US-Dollar festgesetzt.

Der sichtbare Sinkflug des Eurokurses beruht auf einer Kombination mehrerer Faktoren: Zum einen sorgte der vorläufige Frieden im Handelsstreit zwischen China und den USA auch gestern für eine Dollarstärke, während gleichzeitig die Spekulationen um eine schnelle Zinssenkung in den USA nachließen.

Zudem blieben mehrere europäische Stimmungsindizes hinter den Einschätzungen zurück, während gleichzeitig Indizes in den USA die Erwartungen übertrafen. Und die neuerliche „Handelsfront“ zwischen Europa und den USA spielt natürlich ebenfalls hinein.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • Der Streit um Flugzeuge eröffnet eine neue Strafzoll-Runde
  • OPEC+Gruppe: Ringen um die Vorherrschaft

Neue Zölle gegen Europa?

Im Handelsstreit zwischen China und den USA wird gern vergessen, dass Trump auch Europa bereits im vergangenen Jahr mit Strafzöllen belegt hatte. Dieser Konfliktherd flammt nun zwei Tage nach dem Burgfrieden mit China wieder auf.

Streitgegenstand bzw. Anlass ist hier ein seit 15 Jahren andauernder Prozess, in dem sich die USA und Europa gegenseitig verbotene Subventionen für die jeweils ansässigen Flugzeughersteller Boeing und Airbus vorwerfen. Das Verfahren läuft vor der Welthandelsorganisation WTO, die auf beiden Seiten Verstöße gegen den Wettbewerb sieht.

Als Ausgleich für wirtschaftliche Nachteile könnten nun europäische Waren im Wert von vier Milliarden US-Dollar mit Strafzöllen belegt werden. Die EU antwortete prompt mit einer eigenen Liste möglicher US-Waren. Ein „Schiedsspruch“ durch die WTO wird vorerst im August erwartet.

Uneinigkeit in der OPEC-Gruppe

Aus einer kurzen Beratung wurde beim Treffen der OPEC+Gruppe dann doch eine Marathonsitzung. Obwohl schon vor dem Beschluss verkündet wurde, man werde die aktuellen Kürzungen in etwa gleicher Höhe bis Ende März 2020 fortsetzen, schien es noch Gesprächsbedarf zu geben.

Dies deutet auf Zwistigkeiten zwischen den Kürzungsmitgliedern hin. Saudi-Arabien als größter OPEC-Produzent und Russland als wichtigster Nicht-OPEC-Partner stehen dabei im Fokus. Saudi-Arabien hat bisher am stärksten gekürzt und ist der stimmgewaltigste Verfechter des Markteingriffs. Russland wiederum sieht bei zu starken Kürzungen die Balance des Marktes in Gefahr und wollte schon mehrfach am Deal drehen.

Diese beiden Parteien liefern sich regelmäßig Schlagabtausche, was nicht gerade auf eine Stabilität des Kürzungspaktes hindeutet. Zudem wurde zuletzt laut überlegt, die Entscheidungsstrukturen bei der Vollversammlung zu ändern, um den wichtigsten Produzenten mehr Stimmrecht einzuräumen. Das wurde nun vorerst unterlassen.

Zudem scheint der jetzt beschlossene Verlängerungszeitraum von neun Monaten ungewöhnlich. Normalerweise hätte der Markt eine neue Dealperiode bis Ende des Jahres erwartet, die Mitglieder kämen dann noch einmal zusammen und würden das weitere Vorgehen beraten.

Der längere Zeitraum macht deutlich, dass auch die OPEC das sinkende Nachfragewachstum aufgreift und davon ausgeht, dass die zu erwartende Produktionssteigerung von Ländern wie den USA über eine längere Zeit aufgefangen werden müssen.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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