Ölpreise fallen zum Wochenstart – Heizöl heute günstiger

30. Januar 2018, Peter Dudda

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Hielten sich die Kurse über das Wochenende stabil auf ihren Langzeithochs, sorgten zum Wochenstart vor allem Gewinnmitnahmen und eine Meldung aus dem Irak für ein deutliches Nachgeben der Kurse. Der Euro hat am Montag etwas an Wert verloren. Heizölpreis gesunken.

Ölpreisentwicklung

Ab Montagmittag kannten die Kurse von Brent & Co. nur noch die Richtung nach unten. Die europäische Referenzölsorte Brent ließ dabei die Marke von 70 US-Dollar hinter sich und auch die für den Heizölpreis so relevante Produktnotierung ICE-Gasoil gab deutlich nach. Insgesamt ist die Kursentwicklung vom Montag ein weiteres Indiz dafür, wie überhitzt der Markt zu sein scheint. Auslöser für die Kurseinbrüche war eine Meldung, wonach der Irak im zurückliegenden Monat seine Exporte abermals ausgeweitet hat.

Alle relevanten Notierungen schlossen den Handel mit deutlichen Verlusten. Für heute Morgen scheint die Absatzbewegung vorerst beendet. Der Handel steht heute wohl vor allem in der Erwartung des US-Bestandsberichts des American Petroleum Institute (API). Dieser wird am Nachmittag gegen 16:00 Uhr veröffentlicht. Sollte der API-Bericht weiter sinkende US-Rohölbestände vermelden, könnten die Kurse bei einer sonst nachrichtenarmen Lage wieder nach oben schnellen. Denn mit Blick auf die ersten Wochen des neuen Jahres kann festgestellt werden, dass es vor allem die US-Bestandsdaten waren, die die Kurssteigerungen letztlich auslösten. Immerhin verdeutlichten sie, dass zur Zeit ein begrenztes Angebot von schnell verfügbarem Öl am Weltmarkt, im Zusammenhang mit einer gleichzeitig hohen Nachfrage herrscht.

Inländische Heizölverbraucher können heute etwas aufatmen. Die Heizölpreise haben leicht nachgegen – und je nachdem wie die US-Bestandsentwicklung ausfällt, könnte das heutige Preisniveau sogar das Beste der Woche sein. Insbesondere wenn Ihr Tank sich leert, empfehlen wir heute den Heizölkauf auszulösen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Preis der europäischen Ölsorte Brent hat deutlich nachgegeben. Am Dienstagmorgen kostet das Barrel nur noch 68,98 US-Dollar, am Montag zur gleichen Zeit waren es noch 70,44 US-Dollar. Der Schlusspreis wurde am Montagabend bei 69,46 US-Dollar festgesetzt.

Bei ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis, ist die Entwicklung ähnlich. Am Montagmorgen stand der Kurs noch bei 627,50 US-Dollar, heute Morgen waren es nur noch 616,00 US-Dollar. Der Schlusspreis für Montag wurde bei 618,25 US-Dollar festgesetzt.

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

Iran spricht sich abermals für Ölpreise auf dem Niveau von 60 US-Dollar aus

Gleichgewicht an den Ölmärkten lautet das von der OPEC ausgegebene Ziel, wenn es um die Begründung der selbstauferlegten Produktionskürzungen geht. Das die Maßnahmen des im November zum zweiten Mal verlängerten Abkommens greifen, ist spätestens seit dem Herbst des vergangenen Jahres unbestritten. Die Zeiten des Überangebots scheinen vorerst vorbei zu sein: Die weltweiten Öl-Bestände sinken immer weiter und die Verknappung führt seit Monaten zu immer weiter ansteigenden Ölpreisen.

Geht es nach dem iranischen Ölminister, scheint das Pendel jedoch zu weit in Richtung Angebotsknappheit ausgeschlagen zu sein. Auch wenn der Iran als bedeutende Ölnation natürlich von hohen Ölpreisen profitiert, sieht Zanganeh das aktuelle Preisniveau kritisch. Der Grund dafür ist einfach, denn hohe Ölpreise bedrohen die Marktanteile derjenigen Ölförderstaaten, welche Öl günstig fördern können. Mit jedem Dollar Preisanstieg wird irgendwo anders auf der Welt ein anderes Ölfeld plötzlich rentabel.

Der Blick des Ölministers geht dabei vor allem in Richtung der USA. Dort wird die Fördermethode des sogenannten „Frackings“ nun plötzlich wieder rentabler. Beim Fracking wird Öl unter Hinzunahme von Druck und verschiedenster flüssiger Substanzen direkt aus tiefgelegenen (Schiefer-) Gesteinsschichten herausgepresst. Mit Blick auf die Produktionsdaten der vergangenen Wochen, lässt sich bereits eine Zunahme der US-Schieferölproduktion beobachten. Ein weiterer Indikator ist die stetige Zunahme von Ölbohranlagen, welche in den nächsten Wochen ihr neues 2,5 Jahreshoch setzen könnten.

Sollte die Ölproduktion weltweit tatsächlich wieder steigen, was sie bei dem aktuellen Preisniveau aller Wahrscheinlichkeit nach auch tun wird, könnte das Pendel also wieder zurückschlagen und es könnte sich wieder ein Überangebot durchsetzen. Verlierer würde es dann allerdings auf allen Seiten geben – eben sowohl bei der OPEC, wie auch bei den unabhängigen Fördernationen. Schließlich sorgt eine Überversorgung zwangsläufig immer für sinkende Preise. Profiteure von dieser Entwicklung wären dann vor allem  Verbraucher.

Doch ob es tatsächlich so weit kommt, bleibt abzuwarten. In der aktuellen Lage könnte es zumindest tatsächlich zu einer Konsolidierung kommen. Ein Preisniveau von 60 Dollar, wie es der iranische Ölminister begrüßen würde, scheint aus heutiger Sicht aber noch in weiter Ferne.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro konnte in den vergangenen Wochen deutlich zulegen und hat den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2014. Seit gestern ist der Kurs leicht rückläufig. In den Dienstag startete die Gemeinschaftswährung mit 1,2383 US-Dollar. Der Schlusskurs lag am Montag bei 1,2382 US-Dollar. Die EZB legte den Referenzkurs am Montagnachmittag bei 1,2379 US-Dollar fest.

Ein Grund für die leichte Schwächung des Euro lässt sich indes nur schwer ausmachen. Es bleibt abzuwarten ob die heute anstehenden Konjunkturdaten zum Wirtschaftswachstum in der Eurozone dem Euro wieder Auftrieb verleihen können.

Heizölpreisentwicklung

Nachgebende Ölpreise bei einem gleichzeitigen Nachgeben des Euros sind nur bedingt gute Nachrichten für inländische Heizölverbraucher. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 63,58 Cent pro Liter Heizöl, gestern waren es noch 63,78 Cent.

Wir empfehlen ganz klar, sich die Atempause an den Handelsplätzen heute zu Nutze zu machen und heute den Heizölkauf auszulösen – insbesondere dann wenn sich der Tank leert. Mit der Veröffentlichung der US-Bestandsdaten am heutigen Nachmittag könnte sich die Richtung wieder umkehren.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekontonutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.