Ölpreise halten ihr Niveau

20. Juli 2016

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Auch zur Mitte dieser Woche bleibt der Ölpreis unter 47 US-Dollar je Barrel und einige Experten gehen sogar mittlerweile von einer andauernden leichten Abwärtstendenz aus. Da der Euro jedoch Verluste gegenüber dem US-Dollar verzeichnete, wird der Heizölpreis heute Morgen vorerst ansteigen.

Ölpreisentwicklung

Überraschend sind heute die vom American Petroleum Institut (API), dem größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA, gemeldeten Ölbestandsveränderungsdaten. Diese weisen trotz der momentanen Fahrsaison einen Anstieg der Benzin Bestände aus.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird momentan für rund 46,70 US-Dollar je Barrel gehandelt und hält sich damit auf dem Niveau vom Vortag.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell für rund 408 US-Dollar je Barrel gehandelt.

Trotz des eigentlich höheren Treibstoffverbrauchs aufgrund der Fahrsaison in den USA während der Sommermonate veröffentlichte das API gestern Zahlen, die einen Aufbau der Benzin-Vorräte ausweisen.

Gleichzeitig wird mit einem Rückgang der Rohöl-Bestände gerechnet, weil die Raffinerieauslastung erneut leicht angestiegen sein soll.

Analysten gehen momentan davon aus, dass die preisdrückende Wirkung der Aufbauten bei Benzin in den nächsten Tagen in den Fokus der Marktteilnehmer rücken wird.

Das würde sich damit decken, dass außer den USA auch viele andere Regionen derzeit ein Problem mit der Überversorgung im Produktbereich haben. Selbst Meldungen über erneute Angriffe auf Ölpipelines in Nigeria oder ein drohender Exportausfalls Libyen sind derzeit zu schwache Impulse, um dem Ölpreis Auftrieb zu geben.

 

Entwicklung Eurokurs

Aufgrund einer enttäuschenden Konjunkturerwartung für Deutschland und der Eurozone auf der einen Seite und robusten Konjunkturdaten aus den USA auf der anderen Seite, stand der Euro gegenüber dem US-Dollar fast den gesamten Tag stark unter Druck.

Infolgedessen ist der Wechselkurs erstmals seit etwa einem Monat unter 1,10 US-Dollar gefallen. Derzeit kostet ein Euro rund 1,099 US-Dollar.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein fallender Eurokurs, dass die Importe für den Euroraum teurer werden.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt heute im bundesweiten Durchschnitt bei etwa 49,50 Euro pro 100 Liter Heizöl.

Die Ölpreise scheinen momentan durchaus noch etwas Abwärtspotenzial zu haben, signifikante Abwärtsbewegungen halten wir aber für weniger wahrscheinlich. Es bestehen zudem durchaus noch Risiken für einen erneuten Durchbruch der 50 US-Dollar Marke.

Unsere Empfehlung lautet daher, die Heizölpreisentwicklung in den nächsten Tagen genau zu beobachten und bei einem weiteren Preisrückgang den dann günstigen Kaufzeitpunkt zu nutzen.

Wer sicher gehen will, sollte aber jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf weitere Preisrückgänge im Herbst zu spekulieren.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.