Ölpreise im Aufwind – Euro legt deutlich zu

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Kataloniens Regionalregierung hat die Ausrufung der Unabhängigkeit vertagt. Den Euro beflügelt das zu einem Kurssprung. Die Ölpreise haben sich indes deutlich erholt und kehren auf das hohe Niveau der vergangenen Woche zurück. Heizöl in Folge heute leicht teurer.

Ölpreisentwicklung

Der gestrige Handelstag lässt sich einfach zusammenfassen: Trotz des Ausbleibens nennenswerter Neuigkeiten, kannten die Kurse nur eine Richtung – und zwar uneingeschränkt nach oben. In der Folge gingen alle relevanten Notierungen mit einem deutlichen Plus aus dem Handel, die US-Amerikanische Ölsorte WTI, wie auch die europäische Referenzsorte Brent, legten beide um einen Dollar im Vergleich zum Dienstagmorgen zu.

Analysten sehen als Grund vor allem eine eigentlich schon ältere Meldung, die am Montag noch wenig Einfluss zu haben schien: Die angekündigten Exportkürzungen Saudi Arabiens für den Monat November. So hat die Ölnation am Arabischen Golf vermeldet, ihre Ölexporte vor allem in Richtung USA einschränken zu wollen. Auf den zweiten Blick bescheinigten Marktexperten dieser Maßnahme keine Wirkung auf die Ölpreise, da sich auch noch genug andere Lieferanten finden würden, die die ausbleibenden Ölmengen von täglich ca. 300.000 Barrel in Richtung USA bedienen würden.

Doch im Zusammenhang mit dem aktuellen Gebaren der Saudis in Richtung der Verlängerung des bestehenden OPEC-Förderbeschränkungsabkommens, scheint die Maßnahme einen ganz anderen Tenor zu bekommen, der nun von den Ölmärkten entsprechend honoriert wird.

Saudi Arabien betont immer wieder, dass es alles unternehmen werde um einen ausgeglichenen Markt herzustellen. Dafür nimmt das Land eine ernstzunehmende Vorreiter- und Vermittlerrolle in der OPEC ein und achtet sensibel auf die Umsetzung der selbstauferlegten Förderquoten – aber auch auf die der anderen Mitglieder des Abkommens.

Die Maßnahmen weiterer künstlichen Verknappungen der angebotenen Ölmengen am Weltmarkt, schlagen in die gleiche Kerbe und sind ein deutliches Signal an die Marktteilnehmer: Das Förderbeschränkungsabkommen zeigt aus Sicht Saudi Arabiens Wirkung und sollte auch über den März 2018 fortgeführt werden.

Lesen Sie die Heizölnews von gestern um weitere Informationen zum OPEC-Deal zu erhalten.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäischen Ölpreis Brent notiert zum Mittwochmorgen bei 56,71 US-Dollar und ist damit fast um einen US-Dollar teurer als noch gestern zur gleichen Zeit. Der Schlusspreis zum Dienstag lag noch bei 56,61 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, steht am Mittwochmorgen bei 529,75 US-Dollar. Im Vergleich zum Vortag fast 7 US-Dollar mehr. Für unsere Heizölkunden wie auch schon gestern eine allemal eine gute Nachricht.

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen und Informationen zu regionalen Heizölpreisen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro startet am Mittwoch mit 1,1811 US-Dollar in den Handel. Gestern waren es zur gleichen Zeit noch 1,1741 US-Dollar. Die EZB legte den Referenzkurs für Dienstag auf 1,1746 US-Dollar fest.

Aufatmen in Spanien, aber auch in Europa: Die Präsident der katalanischen Nationalregierung Puigdemont hatte am Dienstagabend auf die bedingungslose Ausrufung der Unabhängigkeit der abtrünnigen spanischen Provinz verzichtet. Er setze dem Vernehmen nach auf einen Dialog mit der spanischen Zentralregierung in Madrid, bevor er weitere Maßnahmen ergreifen will.

Für heute stehen vor allem zwei Ereignisse im Fokus, die Einflusspotenzial auf die Kursentwicklung haben könnten: Zum Abend wird sich der Chef-Volkswirt der Europäischen Zentralbank zu Wort melden und in den USA wird das Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank FED veröffentlicht.  

Heizölpreisentwicklung

Die Rechnung für Heizölverbraucher ist heute eher negativ behaftet: Sprunghaft gestiegene Ölpreise und ein nur etwas stärkerer Euro sorgen heute für steigende Heizölpreise. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 57,68 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag waren es noch 57,07 Cent, vor etwas mehr als einer Woche aber noch fast 60 Cent.

Gerade mit Blick auf die aktuelle Ölmarkt-Berichtswoche sollten Verbraucher vorsichtig sein. OPEC, EIA und IEA stehen vor der Veröffentlichung ihrer Monatsberichte, was allzu oft schon zu heftigen Kursreaktionen die ein oder andere Richtung geführt. Wo die Reise diesmal hingeht ist schwer zu prognostizieren.

Sie sollten das Risiko umgehen und sich das aktuell dennoch günstige Preisniveau zu Nutzen machen, denn im Vergleich zu den Heizölpreisen der Vorwoche können Sie immer noch bares Geld beim heutigen Heizölkauf sparen. Gerade wenn sich Ihr Tank zum Start der Heizsaison leert, sollten Sie sich das aktuelle Preisniveau zu nutzen machen.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekontonutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

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