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Ölpreise im Minus, Heizöl etwas günstiger

8. Mai 2019, Peter Dudda

Im Moment sinken der Öl- und Heizölpreis etwas - für das Jahr rechnet der EIA mit höheren Ölpreisen

Trotz der Verschärfung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran geben die Ölpreise leicht nach. Die EIA rechnet indes mit deutlich höheren Ölpreisen im Laufe des aktuellen Jahres. Heizöl heute ebenfalls etwas günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Iran: Neue Spannungen im Konflikt mit USA
  • API-Wochenbericht: US-Rohölbestände steigen
  • EIA-Monatsbericht: Unterversorgung droht, Ölpreise könnten steigen
  • Brent bei 70,29 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 634,25 US-Dollar
  • Euro bei 1,1205 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 71,60 Euro / 100L

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
 Offene Kämpfe in Libyen
 Sichtbare Aufhellung der Konjunkturstimmung
 OPEC+ Kürzungen bis Mitte des Jahres beschlossen
 China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

 Neue Zölle in Handelsstreit China / USA möglich
 US-Präsident fordert höhere OPEC-Produktion
 US-Schieferölboom zeichnet sich ab
 Russland deutet Produktionssteigerung an
 Kanada und Brasilien fördern wieder mehr Öl

 


 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Mittwochmorgen bei 70,29 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug noch 71,19 US-Dollar, der Schlusspreis wurde vor am Dienstag bei 69,88 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand zum Handelsstart am Mittwoch bei 634,25 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag lag bei 642,50 US-Dollar, der Schlusspreis exakt auf dem Niveau des heutigen Morgens.
 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 08.05.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Die Versorgungsaussichten an den Ölmärkten weisen an vielen Stellen die Gefahr eines Angebotsdefizits auf. Weiter steigende Ölpreise scheinen damit nur eine Frage der Zeit. Im Tagesvergleich sind die Kurse jedoch erst einmal leicht gefallen. Ausschlaggebend sind hier vor allem Gewinnmitnahmen, die gestern das Geschehen an den Ölbörsen dominierten. Auslöser waren Bekundungen der US-Amerikanischen Verhandlungsführer im Handelsstreit mit China. So wurde nochmals betont, dass die von US-Präsident Trump zum Wochenende neu ins Spiel gebrachten Strafzoll-Verschärfungen gegen die chinesischen Exporte, bereits zum Freitag in Kraft treten werden. Derartige Markteingriffe sind bekanntlich Gift für die Aktien- und Finanzmärkte. Finden die Eingriffe im Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt statt, könnten sie zudem nachhaltigen negativen Einfluss auf das globale Wirtschaftswachstum haben. Das wiederum könnte einen Nachfrageverlust nach Öl und Ölprodukten bedeuten, in der Folge fallen die Preise.

Mit Blick auf die geopolitische Situation im Nahen Osten sind hingegen auch steigende Ölpreise in den nächsten Tagen und Wochen nicht auszuschließen. Heizölverbraucher die sich mit einem sich leerenden Heizölvorrat konfrontiert sehen, sollten das Risiko minimieren und den Heizölkauf beim derzeitig noch attraktiven Preisniveau auslösen. 
 

Entwicklung Eurokurs

Am Mittwochmorgen kostete die Europäische Gemeinschaftswährung 1,1205 US-Dollar, am Dienstagmorgen waren es noch 1,1209 US-Dollar US-Dollar. Der Referenzpreis der Europäischen Zentralbank wurde zuletzt am Dienstagnachmittag bei 1,1185 US-Dollar festgesetzt.

Der Euro hält sich zum Tagessstart nach den gestrigen Kursverlusten wacker. Dennoch belasten die möglichen neuen US-Zölle gegen China und die sich abzeichnende nächste Konfliktstufe zwischen den USA und dem Iran. Denn in einer solchen Situation ziehen sich Anleger aus risikoreicheren Anlagen zurück und wenden sich stattdessen lieber dem sicheren Hafen Dollar zu. Heute steht die Veröffentlichung zu aktuellen Daten der deutschen Industrieproduktion auf dem Plan. Hier wird für den Monat März mit einem Rückgang gerechnet, was die Gemeinschaftswährung im Tagesverlauf wieder unter Druck setzen könnte.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • Iran kündigt Teile des Atomabkommens auf
  • API: US-Rohölbestände steigen kräftig
  • EIA korrigiert Preisprognosen nach oben

 

Iran: Nächste Eskalationsstufe in Sicht

Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA nehmen zu. So verlegen die USA nach eigenem Bekunden einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten. US-Außenminister Pompeo traf zudem gestern unerwartet im Irak, Gegner und Nachbar des Irans, für Gespräche unter anderem über das iranische Atomprogramm ein.

Hier schaffte der Iran am Mittwochmorgen Fakten. So kündigte das Außenministerium in Teheran an, das internationale Atomabkommen nicht vollständig aufkündigen zu wollen, dafür aber einzelne Verpflichtungen daraus zu reduzieren. Nach Ansicht von Beobachtern kommt das einer teilweisen Aufkündigung gleich. Die noch am Abkommen beteiligten Länder hätten entsprechende Botschaften zugetragen bekommen.

Im letzten Jahr hatte US-Präsident Trump das internationale Atomabkommen mit dem Iran einseitig und ohne größere Abstimmung mit den weiteren westlichen Partner aufgekündigt. Zeitgleich wurden die Sanktionen durch die USA gegen den Iran wieder drastisch verschärft. Vor allem der Ölsektor ist im hohen Maße betroffen, denn aktuell gibt es praktisch kein Land mehr, was iranisches Öl importieren kann ohne in das Visier der USA zu geraten.

Der Konflikt zwischen den beiden Staaten wird an den Ölmärkten mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Zwar spielen die iranischen Ölexporte praktisch schon jetzt kaum noch eine Rolle, doch eine kriegerische Eskalation könnte die ohnehin brüchige und angespannte Situation im ganzen Nahen Osten destabilisieren, was einen erheblichen negativen Einfluss auf das globale Ölangebot zur Folge haben könnte.

 

API-Prognose: US-Rohölbestände steigen
 

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-19-080519 // Alle Angaben ohne Gewähr


Gestern Abend veröffentlichte das American Petroleum Institute (API) wie gewohnt den wöchentlichen Bericht zur Lage bei den US-Rohöl- und Ölproduktbeständen. Zeigten sich in der letzten Woche noch drastische Abbauten bei den Rohölbeständen, vermeldet das API in dieser Woche Bestandszunahmen. Die gleichzeitigen Mindermengen bei den Benzinvorräten begrenzen jedoch die Auswirkungen auf die Ölpreise und in der Folge hatten die Daten keinen nennenswerten Einfluss. Genaueren Aufschluss über die US-Bestandsentwicklung liefert heute Nachmittag das Department of Energy (DOE) mit seinem wöchentlichen Bestandsbericht. Das DOE greift bei seinen Analysen und Betrachtungen zum US-Ölmarkt auf eine breitere Datenbasis zurück. Damit gelten die DOE-Werte im Gegensatz zu den API-Werten als eine gesichertere Abbildung von den Entwicklungen am US-Ölmarkt und der Einfluss auf die Preisbildung an den internationalen Ölbörsen ist größer.
 

EIA-Monatsbericht: Weniger Öl verfügbar, Preise könnten steigen

Die Experten der US-Energy Information Administration (EIA) veröffentlichen jeden Monat eine Einschätzung der künftigen Preis- und Mengenentwicklung an den internationalen Ölmärkten. Im Einklang mit den Monatsberichten der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA), stellen die prognostischen Berichte eine wichtige Orientierungsgrundlage für den globalen Ölhandel dar.

Im aktuellen Bericht schätzt die EIA die Marktlage knapper als noch in den Vormonaten prognostiziert ein. Insgesamt könnte sich im Laufe des Jahres eine Unterversorgung einstellen. Gleichzeitig wurden jedoch auch die Prognosen für die Ölnachfrage im laufenden Jahr leicht nach unten korrigiert. In der Summe könnte sich jedoch ein Defizit hinsichtlich des Ölangebots ergeben, so dass die EIA mit steigenden Ölpreisen rechnet. Allein bei der Referenzsorte Brent wurde für das dritte Quartal 2019 ein Plus von knapp 7 US-Dollar im Vergleich zur Einschätzung für dieses Quartal des Vormonats ausgegeben. Damit könnte der Brent-Preis in den Monaten Juli bis September im Durchschnitt bei 72,39 US-Dollar liegen. In der Rückschau auf das erste Quartal 2019 waren es noch 63,14 US-Dollar. 

Der aktuelle Bericht der EIA bestätigt damit auf die aktuell vorherrschende Stimmung an den Ölmärkten und kann damit als preissteigernd interpretiert werden.  

 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 71,60 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis noch bei 72,14 Cent pro Liter Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

     Peter Dudda - Autor
            

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