Ölpreise konstant, Euro auf Talfahrt

25. Oktober 2016

Heizoelpreis steigt 251016

Die Tendenz der Ölpreisentwicklung richtet sich weiter seitwärts. Die Ölpreise verharren weitgehend konstant in der Nähe der 50 US-Dollar Marke. Dagegen zeigt der Trend beim Eurokurs abwärts. Die Heizölpreise werden heute Morgen leicht steigen.

Ölpreisentwicklung

Gestern ist der Preis für das amerikanische WTI-Öl erneut unter 50 US-Dollar pro Barrel gesunken, aber nur kurzzeitig. Wie in den letzten beiden Wochen zeigt sich die 50-US Dollar Marke als Hürde, die derzeit nicht nachhaltig durchbrochen werden kann. 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent sank gestern bis auf 50,50 US-Dollar je Barrel, wird heute Morgen aber über einen Dollar höher gehandelt. Die Notierung von ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis, liegt aktuell mit 470 US-Dollar je Tonne knapp sechs Dollar über dem Kurs vom Vortag.

Nachdem die Ölpreise Ende September in Folge der OPEC Ankündigung einer Fördermengen-Begrenzung um 15 Prozent gestiegen sind, richtet sich die Tendenz im Oktober seitwärts. Die Preise für die Referenz-Ölsorten Brent und WTI bewegen sich seit mittlerweile drei Wochen in einer engen Handelspanne zwischen 50 und 53 US-Dollar je Barrel.

Die Aussicht auf eine Reduzierung der Fördermengen durch die OPEC und Russland begrenzt das Abwärtspotenzial. Händler gehen weniger Risiken ein, um Verluste im Falle einer konkreten Kürzung und damit verbundenen Preissteigerungen zu vermeiden. Wenn die Ölpreise unter 50 US-Dollar sinken, wird das günstigere Preisniveau für Käufe genutzt. In der Folge steigen die Preise schnell wieder an. 

Das Aufwärtspotenzial ist wiederum durch die fehlende Umsetzung der von der OPEC bisher lediglich angekündigten Maßnahmen begrenzt. Es ist nicht nur so, dass deren Ölproduktion nicht sinkt, im Gegenteil sie steigt weiter. Für Länder wie den Iran, Libyen und Nigeria soll es bei einem Abkommen Sonderregelungen geben.

Diese Länder planen die Förderung noch einmal deutlich auszubauen. Nun hat auch der Irak eine Sonderstellung verlangt, immerhin der zweitgrößte Produzent innerhalb der OPEC. Wenn auch der Irak seine Förderung nicht reduziert, müssten dies andere Kartellmitglieder umso deutlicher tun. Bisher ist völlig offen, welches Land wie viel Öl vom Markt nehmen soll und kann.

Zur Wochenmitte könnten die amerikanischen Ölbestandsdaten frische Impulse liefern. Wahrscheinlicher bleibt aber eine Fortsetzung der seitwärts gerichteten Ölpreis-Tendenz. Mit stark sinkenden Ölpreisen sollte ohnehin nicht gerechnet werden.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro befindet sich auf einer regelrechten Talfahrt. Heute Morgen ist ein Euro nur noch 1,087 US-Dollar wert. Der Euro hat im Oktober über drei Prozent gegenüber dem US-Dollar verloren und steuert damit weiter in Richtung des Jahrestiefs von 1,0711 US-Dollar. 

Die immer wahrscheinlichere Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed auf der einen Seite und die immer wahrscheinlichere Niederlage von Präsidentschaftsanwärter Donald Trump verhelfen dem US-Dollar seit Tagen zu gewinnen gegenüber anderen Währungen.

Hillary Clinton gilt an den Finanzmärkten als berechenbarere Wahl. Bei einem Wahlsieg von Clinton könnte die US-Notenbank Fed die Zinsen rascher anheben, was den Dollarkurs stützt.

Das in Verbindung mit politischen Unsicherheiten in Europa, könnte den Eurokurs in diesem Jahr noch bis auf 1,05 US-Dollar drücken. Ein höherer Leitzins macht eine Währung für Anleger attraktiver und stützt damit deren Wechselkurs. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein sinkender Eurokurs, dass die Importe für den Euroraum teurer werden.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Lieferung liegt heute Morgen knapp über 57 Cent pro Liter Heizöl. Die regionalen Unterschiede bleiben dabei vergleichsweise groß. Im Süden Deutschlands kostet der Liter Heizöl etwa drei Cent mehr als im Norden.

Ähnlich wie Anfang November 2015 führt das Niedrigwasser des Rheins zu Versorgungsproblemen und damit verbunden zu höheren Frachtkosten. Da die Binnenschiffer die Beladung der Schiffe an den Wasserstand anpassen, wurde pro Schiff weniger Ware transportiert.

Auch wenn Fachleute in den nächsten Tagen eine Entspannung der Situation erwarten, wird es einige Zeit dauern, bis die Lagerbestände wieder ein normales Niveau erreichen. Danach könnten die Heizölpreise zumindest in dieser Region leicht sinken.

In den anderen Regionen rechnen wir nicht mit einem Rückgang der Heizölpreise. Insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, sollten Sie so schnell wie möglich Heizöl kaufen. Die anhaltend hohe Heizöl-Nachfrage führt zu steigende Lieferzeiten. In den meisten Regionen können sehr kurzfristige Lieferungen nur noch telefonisch abgestimmt werden.

Bei monatlichen Zahlungsarten wie dem Heizöl-Ratenkauf oder der Neueinrichtung eines heiz&SPAR Wärmekontos, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit inkl. Postweg kann ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen, je nachdem wie schnell Sie die notwendigen Dokumente zu Post bringen. Ein Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen heiz&SPAR Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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