Ölpreise mit wenig Aufwärtspotenzial – Euro legt zu

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Der Wochenstart an den Handelsplätzen steht ganz im Zeichen des IEA-Monatsberichts und damit der gesunkenen Quotentreue der OPEC sowie pessimistischerer Nachfrageprognosen. Der Euro startet deutlich über der 1,18-US-Dollar-Marke in die Woche. Heizöl heute günstiger.

Ölpreisentwicklung

Der Handelstart am Freitag verlief erwartungsgemäß unter dem Eindruck des am Donnerstag veröffentlichten OPEC-Monatsbericht für Juli. Dieser hatte sowohl preissteigernde wie auch preissenkende Faktoren. Entsprechend bewegten sich die Kurse ohne größere Ausschläge auf und ab, Gewinnmitnahmen sorgten zeitweise für schwächere Kurse.

Die Veröffentlichung des Monatsberichts der Internationalen Energieagentur (IEA) zum Freitagmittag, hatte indes wenig Auswirkungen auf die Preisentwicklung. Die für die Märkte zur Zeit wichtigsten Aussagen, wurden auch schon durch den am Tag zuvor veröffentlichten OPEC-Monatsbericht bekannt gegeben. Insbesondere die schwache Quotentreue der OPEC-Mitglieder im Rahmen des laufenden Förderbeschränkungsabkommens, war wahrlich keine Überraschung für den Handel.

Kurz vor Handelsschluss sorgte dann die Meldung über die Erstürmung einer Aufbereitungsanlage in Nigeria für Aufsehen. Die Demonstranten fordern bessere Arbeitsbedingungen und mehr Umweltschutz. Laut Meldungen mussten Mitarbeiter der Anlage kurzfristig ausgeflogen werden. Bis heute Morgen ist noch nicht bekannt, wie groß die Auswirkungen auf die Ölproduktion im Land ist – an den Märkten sorgte die Meldung zum Wochenschluss dennoch für steigende Kurse und alle Notierungen schlossen deutlich höher als die Tagesstartpreise.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Ölsorte Brent hat zum Wochenstart im Vergleich zum Freitagmorgen wieder etwas zugelegt und notiert am Montagmorgen bei 52,02 US-Dollar. Der Schlusspreis am Freitag lag auf exakt gleichem Niveau.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert am Montagmorgen ebenfalls etwas stärker als noch am Freitagmorgen. Der Kurs startet mit 482,25 US-Dollar in die neue Handelswoche. Der Schlusspreis am Freitag lag auf nahezu gleichem Niveau bei 482,50 US-Dollar.

Eine Übersicht über die Kursentwicklung der ausschlaggebenden Notierungen für den Heizölpreis finden Sie täglich aktuell auf unserer Heizölpreisseite

IEA-Monatsbericht für Juli: OPEC-Förderquotentreue bei 75%

Am Freitag berichteten wir ausführlich über den OPEC-Monatsbericht für den vergangenen Monat. Am Freitag veröffentlichte nun die Internationale Energieagentur ihrerseits einen Monatsbericht für Juli. Der IEA-Bericht behandelt wie auch der OPEC-Bericht, wichtige Einflüsse auf den globalen Ölmarkt und gibt dabei Prognosen für das laufende und kommende Jahr ab. Die IEA ist vor allem ein Zusammenschluss westlicher Industrienationen. Zudem sind auch Japan und Südkorea Mitglieder der Kooperationsplattform.  

Der nun am Freitag herausgegebene Bericht hielt keine großen Überraschungen für den Handel bereit. Wie auch schon die OPEC, prognostiziert die IEA ein stärkeres Nachfragewachstum für das laufende Jahr. Für 2018 legt die Agentur allerdings im Gegensatz zur OPEC keine neue Schätzung auf. Aus dem Bericht geht auch hervor, dass die Ölförderung auch im Juli abermals zugenommen hat. Die Zahlen bestätigen auch, dass die Förderquotentreue der OPEC weiter abgenommen hat.

Lag das Niveau im Juni noch bei 78%, muss die OPEC im Juli einen Rückgang um drei Prozentpunkte auf 75% verkraften. Als Reaktion auf das Überangebot an Öl- und Ölprodukten auf dem Weltmarkt, einigten sich die Mitglieder des Kartells im November des letzten Jahres auf eine Quotierung ihrer Förderung. Im Mai diesen Jahres wurde das Abkommen bis Ende März 2018 verlängert. Das Ziel der selbstauferlegten Förderbeschränkungen ist in erster Linie die Stabilisierung der Preise auf ein höheres Niveau als es unter normalen Marktbedingungen gegeben wäre.

Am Förderabkommen sind nicht nur OPEC-Mitglieder beteiligt. Einige Nicht-IEA Staaten wie Russland sind aus strategischen dem Abkommen ebenfalls beigetreten. Deren Quotentreue ist im Vergleich zum Juni in der Summe zwar gestiegen, liegt aber immer noch niedriger als die Gesamtquote.

Die IEA verweist im Zusammenhang mit den Zahlen zur Förderquotentreue auf mehr Disziplin, denn nur so könnte die Zuversichtlichkeit der Marktteilnehmer zu einer Rückkehr zum Markgleichgewicht gehoben werden. Dass die OPEC allerdings nicht der einzige Faktor für ein Marktgleichgewicht ist, darf dabei aus neutraler Sichtweise nicht außer acht gelassen werden. Immerhin war es in der Vergangenheit allzu oft das IEA-Mitglied USA, welches Mindermengen der OPEC immer wieder schnell durch eigene Produktionssteigerungen ausgeglichen hat.

In der vergangenen Berichtswoche hat die Anzahl der US-Förderanlagen um drei Plattformen zugenommen. Die Märkte reagieren darauf äußerst gelassen, da zum einen in den vergangenen beiden Wochen drei Anlagen ihren Betrieb einstellten und zum anderen die Nachfrage nach Rohöl in den USA zu Zeit sehr hoch ist. Die Zahlen des API-Berichts am Dienstag können daher mit Spannung erwartet werden.

Entwicklung Eurokurs

Die europäische Gemeinschaftswährung startet deutlich stärker in die Woche als noch am Freitagmorgen. Der Euro startete heute mit 1,1823 US-Dollar in den Handel. Der Schlusspreis am Freitag lag bei 1,1820 US-Dollar.

Größere konjunkturbedingte Impulse von offizieller Seite werden heute nicht erwartet. Im Fokus wird aber weiterhin die Entwicklung des Konflikts zwischen den USA und Nordkorea stehen. Sollte der Konflikt weiter eskalieren, kann dann aber davon ausgegangen werden, dass nicht nur der Devisenhandel betroffen wäre.

Heizölpreisentwicklung

Die Ölpreise sind leicht gestiegen und der Euro hat wieder zugelegt. Diese Konstellation ist nur ein bedingt gutes Zeichen für Heizölverbraucher. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung Heizöl kostet am Montag im bundesweiten Durchschnitt rund 54,14 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag waren es noch geringfügig mehr mit 54,23 Cent.

Wenn sich Ihr Tank leert, sollten Sie heute die Gelegenheit nutzen, und sich zum Heizölkauf entscheiden. Denn es ist momentan nicht abzusehen, wohin die Entwicklung an den Märkten bei der zurzeit vorherrschenden undurchsichtigen Stimmung hingeht

Wenn Sie jetzt kaufen, machen Sie sich unabhängig von der aktuellen und mittelfristigen Marktsituation.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekontonutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

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