Ölpreise nach DOE-Bericht kaum verändert – Tendenz jedoch fallend

27. April 2017

Heizoelpreise sinken 270417

Die Ölpreise mögen sich heute Morgen im Endeffekt kaum verändert haben, doch steckt darin ziemlich viel Bewegung. Zunächst ließen die Kurse gestern weiter nach, bis die Zahlen des DOE-Berichts zum US-Ölbestand für eine kleine Kehrtwende sorgten, die aber nicht lang anhielt.

Ölpreisentwicklung

Wie schon gestern vermutet, hat der wöchentliche Bericht des Department of Energy (DOE) zu den US-Ölbeständen die Vortageswerte aus dem API-Bericht relativiert und diesen sogar widersprochen. Ein (wie eigentlich erwarteter) Abbau der Vorräte an Rohöl sorgte dafür, dass die Ölpreise nach einer anfänglichen Abwärtsbewegung zunächst eine Kehrtwende machten. Allerdings stoppte die Zunahme an Benzin diesen Trend wieder.

Der Trend dieser Woche – viel Bewegung der Ölpreise in einem recht eng abgegrenzten Spektrum – setzt sich auch heute Morgen fort. Momentan lassen die Kurse weiterhin ganz leicht nach. Der Euro bleibt indes knapp über der 1,09-Marke, da Trumps „große Ankündigung“ zur Steuerreform gestern wenig Neues brachte.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent notiert aktuell bei 51,59 US-Dollar. Der Schlusspreis von Mittwoch lag bei 51,82 US-Dollar, während es am Dienstag noch 52,10 US-Dollar waren. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 463,50 US-Dollar für die Lieferung im Mai. Der Schlusspreis für Mittwoch lag bei 467,25 US-Dollar, am Dienstag waren es 463,75 US-Dollar.

Waren die Analysten beim wöchentlichen Bericht des American Petroleum Institute (API) zu US-Ölbeständen noch überrascht, dass die USA Aufbauten bei Rohöl vermeldeten, entspricht der Bericht des Department of Energy (DOE) eher den Annahmen:

Laut DOE nahmen die Vorräte an Rohöl sogar um 3,6 Mio. Barrel ab, während laut API 0,9 Mio. Barrel hinzugekommen seien. Nimmt die Raffinerieauslastung zu (DOE: + 1,2 %), dann wird auch mehr Rohöl verbraucht, wovon die Analysten im Vorfeld ausgingen.

Beim Benzin stützen die DOE-Zahlen jedoch die Aussagen des API Berichts. Auch das DOE vermeldete überraschende Aufbauten, die aber mit + 3,4 Mio. Barrel eine Million unter dem API-Werten lagen. Die Schlussfolgerung: Zwar verbrauchen die Raffinerien mehr Öl und die US-Ölindustrie nimmt immer weiter an Fahrt auf, doch hat dies zur Folge, dass die Überversorgung vom Rohölsektor in den Produktsektor verlagert wird.

Auch bestätigt der DOE-Bericht die Annahme, dass die Importe an Öl in die USA gestiegen sind. Das überrascht angesichts der OPEC-Kürzungen weiterhin.

Im Endeffekt zeichnete der DOE-Bericht ein ambivalentes Bild, was sich auch bei den Ölpreisen ablesen ließ: Der deutliche Bestandsabbau bei Rohöl stützte auf der einen Seite die Preise, die zuvor ihre leichte Abwärtsbewegung fortgesetzt hatten. Der Aufbau bei Benzin sorgte für nachlassende Kurse am Benzinmarkt, was sich in Teilen auch auf den Rohölmarkt auswirkte.

Entwicklung Eurokurs

Trotz kleinerer Verluste behauptet der Euro seine Position über der 1,09-Marke und notiert aktuell bei 1,0904 US-Dollar. Die Europäischen Zentralbank legte den Preis gestern auf 1,0893 US-Dollar fest.

Die vagen Aussagen Trumps zu den Eckpunkten der geplanten Steuerreform in den USA hätten bei Anlegern für Enttäuschung gesorgt, so Experten. Der Dollar hätte seine zuvor gemachten Gewinne wieder abgeben müssen und der Euro konnte im Gegenzug zulegen.

Heizölpreisentwicklung

Trotz leichter Delle im Eurokurs profitieren Verbraucher von weiterhin leicht sinkenden Heizölpreisen. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 56,40 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch waren es noch 56,64 Cent.

Es lohnt sich, sich dieses Preisniveau zu sichern und sich jetzt für den Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere bei einem fast leeren Tank. Denn die Preise könnten ihre Kehrtwende fortsetzen.

Dennoch ist vollkommen unklar, wie sich das Öljahr 2017 letztendlich entwickeln wird. Und dieser Unsicherheit gehen Sie mit einem baldigen Heizölkauf aus dem Weg.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.