Ölpreise nahezu unverändert – Euro unter der 1,09-Marke

10. Mai 2017

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Die Ölpreise sind im Vergleich zu gestern Morgen fast unverändert. Ausschlaggebende Meldungen blieben am Dienstag aus. Der Bericht des American Petroleum Institutes (API) zu US-Ölbeständen ist neutral einzustufen. Der Euro notiert aktuell unter 1,09 US-Dollar.

Ölpreisentwicklung

Der gestrige Handelstag sah zwar Bewegungen bei den Ölpreisen, doch sind sie im Endeffekt heute Morgen gegenüber gestern kaum verändert. Die Aussicht auf eine Verlängerung des OPEC-Deals stützte die Kurse, die Produktionssteigerungen in Libyen begünstigten Preisnachlässe.

Der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institutes (API) zu den US-Ölbeständen war ebenfalls uneindeutig für die Kurse: Die Bestände an Rohöl sind stärker als erwartet gesunken, während die Bestände an Benzin gestiegen sind. Ausschlaggebend für den inländischen Heizölpreis dürfte heute Morgen der Eurokurs sein. Die Gemeinschaftswährung liegt momentan unter 1,09 US-Dollar, auch wenn sie nach der überraschenden Entlassung des FBI-Chefs zulegt.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent notiert heute Morgen bei 48,88 US-Dollar. Der Schlusspreis am Dienstag lag bei 48,73 US-Dollar, jener am Montag bei 49,34 US-Dollar. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 434,00 US-Dollar für die Lieferung im Mai. Dienstag betrug der Schlusspreis 433,50 US-Dollar, Montag waren es noch 430,00 US-Dollar.

Es gab gestern kaum News, die eine eindeutige Tendenz bei den Ölpreisen begünstigt hätten. Händler reagierten vielmehr auf schon Bekanntes. Die Aussicht, dass die OPEC ihren Kürzungsdeal auch bis 2018 verlängern könnte, stützte die Kurse, während die Produktionssteigerungen in Libyen eine gegenläufige Tendenz auslösten.

Auch der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institutes (API) zu den US-Ölbeständen blieb laut Analysten im Endeffekt ein neutraler Faktor. So sind die Bestände an Rohöl um 5,8 Mio. Barrel gefallen, statt wie erwartet um 1,7 Mio. Barrel. Die sei eine Folge der anhaltend hohen Raffinerieauslastung, obgleich auch diese etwas niedriger ausfällt als erwartet.

Man könnte nun davon ausgehen, dass die Raffinerien auf so hohem Niveau Rohöl verarbeiten, weil die Nachfrage nach Benzin aufgrund des besseren Wetters steigt. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein. Die Nachfragewerte bleiben laut API weit hinter dem Vorjahresniveau zurück, was auch die unerwartet hohen Aufbauten bei den Benzinvorräten erklären könnte (+3,2 Mio. Barrel).

Wie üblich kommt es nun darauf an, welche Bestandszahlen das Department of Energy (DOE) heute Nachmittag veröffentlicht. Der DOE-Bericht korrigiert häufig die API-Zahlen und ist aufgrund einer breiteren Datenbasis meist besser in der Lage, ein feineres Bild der aktuellen US-Ölindustrie zu zeichnen. In der letzten Woche revidierte der DOE-Bericht API nahezu vollständig, was die Kursverluste ab der Wochenmitte erheblich begünstigte.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro hat nach den Gewinnen der vergangenen Woche deutlich nachgegeben. Aktuell notiert er bei 1,0896 US-Dollar, die EZB legte den Referenzpreis gestern auf 1,0888 US-Dollar fest. Am Montag betrug der Referenzpreis noch 1,0938 US-Dollar.

Allerdings legt die Gemeinschaftswährung momentan wieder leicht zu. Grund dafür ist eine Personalie aus den USA: FBI-Chef James Coney wurde überraschend von Präsident Trump entlassen. Trump begründete dies mit einem Fehlverhalten Coneys in Bezug auf die E-Mail-Affäre um Hilary Clinton im Wahlkampf.

Es mehren sich allerdings Stimmen, dass Trump Coney überraschend (und per öffentlicher Eilmeldung) aus seinem Amt entfernt habe, weil das FBI unter Coney wegen der Russland-Kontakte in Trumps Wahlkampf ermittelt.

Die Undurchsichtigkeit dieses Schritts sorgte jedenfalls dafür, dass sich Anleger vom Dollar abwendeten und damit der Euro Möglichkeiten zum Aufschwung erhielt. Wie weit dieser reichen kann, ist aber fraglich.

Heizölpreisentwicklung

Gab es in den vergangenen Tagen viel Bewegung bei den inländischen Heizölpreisen, ist das Niveau heute Morgen aufgrund der Kombination aus Euro- und Ölkurs praktisch unverändert. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 54,40 Cent pro Liter Heizöl, genauso viel wie am Dienstag.

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