Ölpreise pendeln auf niedrigerem Niveau – Euro weiter stark

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Der Markt scheint sich von der Annahme zu verabschieden, dass die Überversorgung an Öl abnehmen könnte. Richtungswechsel beim Kaufverhalten sorgten gestern für ein Nachlassen der Ölpreise, auch wenn sie heute Morgen wieder leicht gestiegen sind. Der Euro steht weiterhin über 1,08 US-Dollar.

Ölpreisentwicklung

Richtungweisende Neuigkeiten oder harte Fakten zur Entwicklung des globalen Ölmarktes blieben gestern aus. Dafür mehrten sich die Anzeichen, dass der Markt weiterhin mehr als genug Öl zur Verfügung hat. Die Händler setzten vermehrt auf ein Verhalten, dass diesen Zustand widerspiegelt – und welches sinkende Ölpreise begünstigt.

Der Euro wird weiterhin von den Nachwehen der Präsidentenwahl in Frankreich getragen, aus welcher der proeuropäische Kandidat Emanuel Macron mit einem Umfragevorsprung in die Stichwahl geht.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Obwohl die Preise aktuell leicht über den gestrigen Schlusspreisen stehen, so haben sie im gestrigen Tagesverlauf doch nachgelassen. Der europäische Ölpreis Brent notiert heute Morgen bei 51,63 US-Dollar. Der Schlusspreis von Montag lag bei 51,60 US-Dollar, während es am Freitag noch 51,96 US-Dollar waren. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 466,25 US-Dollar für die Lieferung im Mai. Der Schlusspreis für Montag lag bei 465,75 US-Dollar und damit ebenfalls unter dem Freitagswert von 467, 50 US-Dollar.

Wenn es an richtungsweisenden Nachrichten, die einen Einfluss auf den Ölmarkt haben, fehlt, schauen die Analysten gern einmal auf den Markt selbst. Und dieser scheint aktuell davon auszugehen, dass das globale Ölangebot in naher Zukunft kaum sinken wird.

Selbst einige große Investmentbanken gehen jetzt wohl nicht mehr davon aus, dass die Ölpreise mittelfristig steigen werden und haben entsprechende Käuferpositionen mit Verlusten aufgegeben.

Auch setzt sich eine Konstellation durch, die im Endeffekt bedeutet, dass physisches Öl, das momentan also real in Fässern am Markt zu kaufen ist, mit großen Rabatten angeboten wird. Dies ist ein gutes Indiz dafür, dass das Angebot die Nachfrage weit übersteigt. 

Je größer die Rabatte, desto mehr lohnt es sich für Käufer, physisches Öl einzulagern und sich damit unabhängig von der weiteren Preisentwicklung zu machen – was für den Endverbraucher bei Heizöl gilt, gilt auch für die Großabnehmer. Und das wiederum könnte den Ölpreis noch weiter drücken, da die Nachfrage dann weiter sinkt, während das Angebot gleich bleibt oder sogar noch steigt.

Solange der Markt keine gegenläufigen Impulse erhält, könnte sich diese Kombination aus Beobachtungen der Angebots- und Preisentwicklung und einer entsprechenden Reaktion des Marktes auf diese Beobachtungen immer weiter selbst verstärken.

Dennoch: Diese aktuelle Situation ist nicht in Stein gemeißelt und die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass kurzfristige Ereignisse und Meldungen ein Ansteigen des Ölpreises in der Gegenwart sehr plötzlich auslösen können. Und das wiederum kann die Positionen der Marktteilnehmer auch auf mittel- und langfristige Sicht ändern.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro ist weiterhin stabil und notiert knapp unter der 1,09-Marke bei 1,0887 US-Dollar. Die EZB legte den Referenzpreis für Montag auf 1,0848 US-Dollar fest, eine deutliche Veränderung gegenüber dem Wert von Freitag (1,0698 US-Dollar).

Die für die Gemeinschaftswährung positiven Auswirkungen der Präsidentschaftswahl in Frankreich scheinen den Euro weiterhin zu tragen. Aktuelle Umfragen sehen den proeuropäischen Kandidaten Emanuel Macron deutlich vor der antieuropäischen Kandidatin Marine Le Pen. Ob diese Umfragen stimmen, entscheidet sich am 7. Mai in der Stichwahl.

Heizölpreisentwicklung

Obwohl die Veränderungen zum Vortag nicht sehr deutlich sind, ergeben sich für Verbraucher heute Morgen dennoch günstigere Heizölpreise. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 56,96 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag waren es noch 57,16 Cent.

Es lohnt sich, sich dieses Preisniveau zu sichern und sich jetzt für den Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere bei einem fast leeren Tank. Denn wie schon erwähnt, könnten die Preise sehr kurzfristig eine Kehrtwende hinlegen – und der Euro könnte seine Gewinne innerhalb kurzer Zeit wieder abgeben, sollte der Dollar durch Steuersenkungspläne in den USA Auftrieb erhalten.

Dennoch ist vollkommen unklar, wie sich das Öljahr 2017 letztendlich entwickeln wird. Und dieser Unsicherheit gehen Sie mit einem baldigen Heizölkauf problemlos aus dem Weg.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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