Ölpreise sacken ab

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Auch gestern gelang es den Ölpreisen nicht die 50 US-Dollar zu erreichen. Nachdem das US-Energieministerium die Zahlen der Ölbestandsveränderungen veröffentlichte, fielen die Ölpreise sogar wieder rasant. Der Heizölpreis konnte davon leider nicht profitieren und stieg im Durchschnitt um 20 Cent.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreisentwicklung war im Verlauf des gestrigen Tages bis nachmittags eher durch eine leichte Aufwärtsbewegung gekennzeichnet.

Als dann die offiziellen amerikanischen Ölbestandsdaten vom Department of Energy (DOE) aus den USA veröffentlicht wurden, fielen die Ölpreise innerhalb einer Stunde um bis zu einen US-Dollar.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute Morgen für rund 49,04 US-Dollar je Barrel gehandelt. Selbst vor dem gestrigen Einbruch war es dem Ölpreis nicht gelungen die 50 US-Dollar Marke zu erreichen.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell für rund 435 US-Dollar je Tonne gehandelt und hält sich damit seit Beginn der Woche auf einem konstanten Niveau.

Die offiziellen Daten des DOE zu den US-Ölbestandsveränderungen weisen diese Woche nahezu unveränderte Benzin-Vorräte aus.

Da die Raffinerieauslastung in den letzten Wochen leicht gesunken ist und damit weniger produziert werden konnte, überraschten diese Zahlen besonders im Hinblick auf die noch anhaltende Nachfrage der Sommersaison.

Viele Marktteilnehmer interpretierten dies als klares Zeichen dafür, dass auch im Produktbereich weiterhin ein Überangebot vorherrscht.

Ebenfalls preisdrückend wirkte sich der ausgewiesene Anstieg der Rohöl-Bestände aus. Dieser ist jedoch nur halb so groß ausgefallen, wie zunächst vom American Petroleum Institut (API), dem größten Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA, angenommen wurde.

Zu einem erneuten Aufschwung der Ölpreise könnten in den kommenden Wochen weitere Spekulationen über den Ausgang des OPEC Treffens im September führen.

Bisher bleibt die Frage noch offen, ob die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sich mit ihren Produzenten auf eine Produktionsobergrenze einigen kann.

Entwicklung Eurokurs

Auch gestern ist der Eurokurs weiterhin unter der 1,13 US-Dollar Marke geblieben und erreichte im Tagesverlauf sogar den niedrigsten Stand seit einer Woche.

Heute Morgen kostet ein Euro rund 1,127 US-Dollar.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, würde ein steigender Eurokurs bedeuten, dass die Importe für den Euroraum günstiger werden.

Für die weitere Entwicklung des Euro/Dollarkurses warten die Händler an den Finanzmärkten nun auf die Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindizes aus Deutschland am heutigen Nachmittag und auf die Rede der Vorsitzenden der US-Notenbank Janet Yellen am Freitagabend.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt bei rund 51,80 Euro pro 100 Liter Heizöl.

Nach dem gestrigen Einbruch der Ölpreise ist ein erneuter Anstieg nicht unwahrscheinlich. Infolgedessen ist auch die Tendenz der Heizölpreise heute Morgen schwer bestimmbar.

Kurzfristig auf stark fallende Heizölpreise zu spekulieren halten wir dennoch für sehr riskant. Insbesondere, wenn sich der Tankinhalt dem Ende nährt, raten wir auf Nummer sicher zu gehen und jetzt bereits Heizöl zu kaufen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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