Ölpreise schwanken innerhalb enger Grenzen – Warten auf Berichte von OPEC und IEA

13. Juni 2017

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Nach der Woche des Pessimismus folgt scheinbar an den Ölmärkten die Woche der Unentschlossenheit. Das Fehlen richtungsweisender News sorgt für schwankende Ölpreise. Der Markt wartet nun auf die Zahlen aus dem OPEC-Monatsbericht Mai sowie auf den Bericht der International Energy Agency (IEA).

Ölpreisentwicklung

Wie wir bereits berichtet haben, ist der Markt immer noch von enttäuschten Reaktionen auf die scheinbare Wirkungslosigkeit des OPEC-Deals bestimmt. Allerdings scheinen die Auswirkungen dieser Enttäuschung abzuklingen, die Trader versuchen inzwischen, durch kurzfristige Käufe wieder etwas Boden gut zu machen.

Der Trend reicht zwar nicht aus, den Ölpreis zu stabilisieren, doch agiert der Markt insgesamt in dieser Woche weniger heftig als in der vergangenen Woche nach dem Bericht des DOE zu US-Bestandszahlen.

Kleine Neuigkeiten, wie eine defekte Pipeline in Nigeria sowie eine Ankündigung Saudi-Arabiens, die Exporte zu kürzen, sorgen nur für sehr kleine Ausschläge.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäischen Ölpreis Brent notiert aktuell bei 48,36 US-Dollar, etwas über dem Schlusspreis von Montag bei 48,29 US-Dollar. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, ist hingegen gefallen und liegt momentan bei 427,50 US-Dollar, genau zwei Dollar unter dem Schlusspreis von Montag.

Auch die OPEC dürfte langsam merken, dass ihre Nachrichtenpolitik, die im Wesentlichen auf Bekräftigungen, Ankündigungen und Erwartungen basiert, dem Markt keine gewünschten Impulse mehr geben kann.

Eine Ankündigung Saudi-Arabiens, die Exporte zu kürzen, wurde gestern als typisch für die Jahreszeit eingeordnet und damit als relativ irrelevant für die Preisentwicklung bewertet. Auch der Ausfall einer nigerianischen Pipeline erschien kaum als Neuigkeit, da es in dem Land immer wieder zu solchen Zwischenfällen kommt, die im Endeffekt kaum Auswirkungen auf das globale Ölangebot haben.

Ebenfalls eher ungehört blieb auch die erneute Bekräftigung von Saudi-Arabien und Russland, dass der OPEC-Deal schon bald Wirkung zeigen dürfte. Das ist zwar nicht falsch, sind doch durchaus sinkende Bestände zu beobachten. Allerdings geht dieser Rückgang vielen Marktbeobachtern nicht weit und schnell genug.

Definitive Zahlen, die dem Ölpreis einen Stoß in die eine oder andere Richtung geben könnten, könnten heute Nachmittag sowohl der OPEC-Monatsbericht Mai, als auch der monatliche Report der International Energy Agency (IEA) zur globalen Entwicklung des Ölmarkts liefern.

Jedoch werden hier ebenfalls wenig Überraschungen erwartet: Die OPEC hat ihre Förderung im Mai nach fundierten Schätzungen gesteigert, die IEA dürfte die Preisprognose für 2017 nach unten korrigieren.

Interessant könnte allerdings der Blick auf den API- bzw. DOE-Bericht aus den USA in dieser Woche werden, schließlich hatten die unerwartet stark gestiegenen Bestände in der vergangenen Woche den Preisrutsch ausgelöst.

Letztendlich wird der Markt solange zwischen besonnener Zurückhaltung und kurzfristigen, heftigen Reaktionen schwanken, wie es keine definitiven Anzeichen dafür gibt, dass der OPEC-Deal in irgendeiner Form wirklich Wirkung zeigt.

Die Ölpreisentwicklung der vergangenen Tage, Wochen und Monate finden Sie auf unserer Heizölpreisseite.

Entwicklung Eurokurs

Auch der Euro zeigt sich eher unentschlossen und schwankt im Tagesverlauf in beide Kurvenrichtungen. Aktuell notiert er bei 1,1194 US-Dollar, war aber zu Tagesbeginn jenseits der 1,12 US-Dollar zu finden. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde noch bei 1,221 US-Dollar festgelegt.

Heute werden Konjunkturdaten aus dem Euroraum und den USA erwartet, wobei es nur fraglich ist, welcher Wert welcher Währung Auftrieb gibt – möglich sind beide Richtungen. Allerdings sind die USA-Daten ein wenig interessanter, weil zur Wochenmitte eine Zinssatzentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed ansteht.

Heizölpreisentwicklung

Bei all den unentschlossenen Kursbewegungen ist es für inländische Verbraucher recht schwierig festzustellen, ob die Heizölpreise nun sinken oder steigen. Aktuell zeigt sich nur eine leichte Bewegung nach oben. Am Morgen kostet eine 3.000 Liter Standard Lieferung im bundesweiten Durchschnitt rund 53,19 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag waren es noch 52,94 Cent.

Es ist weiterhin unmöglich, eine definitive Aussage zur Preisentwicklung auf den Märkten zu treffen. Aktuell scheint es aber so, dass der DOE-induzierte Pessimismus langsam einem vorsichtigen Optimismus weicht – der natürlich Preissteigerungen nach sich ziehen würde.

Darum ist es ratsam, sich jetzt für den Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere bei einem fast leeren Tank. Darf man der OPEC Glauben schenken, sollte die Preisrallye aufgrund gesunkener Ölbestände demnächst beginnen. Wenn Sie jetzt kaufen, kann Ihnen das gleichgültig sein und Sie sichern sich ein gutes Preisniveau.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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