Prognosen dämpfen Handelsfreude: Ölpreise gesunken, Heizölpreis gibt sichtbar nach

5. August 2019, Felix Schmidt

Heizölpreis sinkt zum Wochenstart 05.08.2019

Die angekündigten Zölle auf alle chinesischen Waren durch die USA bestimmen momentan alle Handelsentscheidungen an den Ölbörsen. Starke Abwärtstendenzen blieben zwar aus, doch die Nachfragesorgen haben sich festgesetzt. Mit einem erholten Euro ist Heizöl heute
sichtbar günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Nachfragesorgen wegen neuer Strafzölle gegen China
  • Weiterer Öltanker aus Iran festgesetzt
  • Baker Hughes Report: 4 aktive US-Ölbohranlagen weniger
  • Brent bei 61,19 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 572,00 US-Dollar
  • ​Euro bei 1,1130 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 66,67 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 66,67 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag lag der Heizölpreis bei 67,34 Cent pro Liter Heizöl.

 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Zuspitzung des Iran-Konflikts

 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela

 OPEC+ Kürzungen werden verlängert

 US-Notenbank senkt Zinsen

 Produktionsausfälle in Libyen

 

Neue US-Strafzölle gegen China

 EIA, OPEC, IWF und IEA-Berichte senken Nachfrageprognosen

 Produktionssteigerung in Kasachstan und Irak

 Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 61,19 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitag betrug 61,96 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 62,43 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 572,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Freitag lag bei 576,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 587,00 US-Dollar.

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 05.08.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Die Preisentwicklung im Überblick

Wiederum hat sich der Markt über das Wochenende weitestgehend stabil gezeigt, auch wenn die Nachfragesorgen nach der Ankündigung neuer Strafzölle gegen China die Kauffreude immer stärker belasten und dämpfen.

Doch entgegen sonst vorherrschender Reaktionen bleiben die Händler vorsichtig und folgen momentan der Maxime, dass eine Prognose noch keine Tatsache ist. Denn niemand könne aktuell wirklich voraussagen, wie sich der Protektionismus der USA auf die Ölnachfrage auswirken wird.

Einig ist man sich lediglich darüber, dass die globale Produktion weiterhin zunimmt, auch wenn etwa der Baker Hughes Report zur Anzahl aktiver US-Ölbohranlagen seine Tendenz fortsetzt und erneut einen Rückgang gemeldet hat. Dies bedeutet lediglich, dass die Explorationstätigkeit der Unternehmen in den USA abnimmt, man sich also stärker auf die bestehenden Anlagen konzentriert.

Die aktuelle Stimmung spiegelt sich auch in der Tatsache, dass die Meldung, ein weiterer Tanker aus Iran sei in der Straße von Hormus festgesetzt worden, weitestgehend unbeachtet blieb. Dieser hatte nur rund 4.000 Barrel iranisches Öl geladen und die Festsetzung sei eher eine interne Angelegenheit Irans denn ein internationaler Vorfall – so die Interpretation.

Die leichte Abwärtsbewegung der Ölpreise wird für inländische Heizölkäufer durch einen stabilisierten Eurokurs noch befeuert. Damit ist Heizöl heute günstiger und die Gelegenheit, den Tank zu einem sinnvollen Preisniveau aufzufüllen, wird immer besser.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1130 US-Dollar, am Freitag waren es 1,1080 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Freitag wurde bei 1,1106 US-Dollar festgesetzt.

Nach der Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed in der vergangenen Woche hat der Euro seinen 2-Jahrestiefstwert wieder verlassen und sich sichtbar erholt. Dies lässt sich indirekt auf die US-Strafzölle bzw. die Antwort Chinas zurückführen. Die chinesische Notenbank hat den Einfluss auf die Landeswährung Yuan erhöht und die sichtbaren Verluste dieser Notierung begünstigt.

Weil der Yuan weniger wert ist, gehen Anleger auf andere Währungen über, wovon auch der Euro profitiert. Ein günstigerer Yuan ist indessen für China wichtig, da es angesichts der Strafzölle wettbewerbsfähig bleiben will. Sinkt der Wert der Landeswährung, zieht dies ausländische Käufer und Käufer stärker an, die der Wirtschaft auf die Beine helfen sollen. Das Ziel ist also exakt dasselbe wie beim Zinsschritt der US-Notenbank Fed.

 

Die Handelswoche im Überblick

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 05.08.2019

  • Markit PMI Gesamt, Deutschland + Eurozone + USA

Dienstag, 06.08.2019

  • Werksaufträge, Deutschland
  • Rede Fed-Mitglied, USA
  • Wöchentlicher Rohöllagerbestand American Petroleum Institute (API), USA

Mittwoch, 07.08.2019

  • Industrieproduktion, Deutschland
  • Rede EZB-Mitglied, Eurozone
  • ​EIA Rohöl-Lagerbestand, USA

Donnerstag, 08.08.2019

  • Im- und Exporte, China
  • Wirtschaftsbulletin, Eurozone
  • ​Arbeitsmarktdaten, USA

Freitag, 09.08.2019

  • Preisindizes, China
  • Handelsbilanz, Deutschland
  • Beschäftigungsdaten und Löhne, USA
  • ​Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr


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Felix Schmidt – Autor

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