Ölpreise sinken nach US-Bestandszahlen

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Die Heizölpreise sinken heute wieder knapp unter die 60 Cent Marke. Die US Ölbestandsdaten des API, der Monatsreport der Internationalen Energieagentur und steigende Investitionen in der US Schieferölindustrie belasteten gestern die Ölpreise.

Ölpreisentwicklung

Nach wie vor bestimmt die am Samstag durch Nicht-OPEC Produzenten beschlossene Unterstützung der  Ölförderkürzungen durch die OPEC die Diskussionen über die weitere Ölpreiseentwicklung. Bei aller Skepsis, ob das Kartell die Beschlüsse auch vollumfänglich umsetzten werde, reagierten die Ölmärkte mit steigenden Preisen.

Der gestern veröffentlichte Monatsbericht der  Internationalen Energieagentur IEA und überraschende Aufbauten bei den US-Rohölbeständen belasteten jedoch zum Abend hin die Ölpreise.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Ein Barrel des europäischen Nordseeöls Brent kostet heute Morgen 55,21 US-Dollar pro Barrel. Am Montag markierte der Ölpreis Brent mit über 57 US-Dollar ein neues Jahreshoch. Die Notierung von ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis, liegt aktuell bei 487 US-Dollar pro Tonne.

Die Ölbestandsdaten des API (American Petroleum Institute) überraschten mit Aufbauten bei den Produkt- und Rohölvorräten. Dies ist überraschend, das Raffinerien und Lagerhalter für gewöhnlich zum Jahresende ihre Rohölbestände reduzieren um die Steuerlast zu reduzieren. 

Wie üblich warten Händler nun auf die offiziellen Ölbestandsdaten des DOE (US Energieministerium). Sollten sich die Aufbauten in der Dimension bestätigen, könnte dies die Ölpreise weiter belasten.

Der Monatsbericht der IEA enthielt sowohl stützende als auch belastende Elemente. Einerseits sieht die IEA die Marktlage deutlich knapper, begründet durch die OPEC Intervention und dem Anstieg der Ölnachfrage vor allem im China.

In den Vordergrund gerieten aber die aktuellen Daten. Das globale Ölangebot sowie die Produktion der OPEC haben im November ein neues Rekordhoch erreicht. Zudem erwartet die IEA auch eine steigende US Rohölförderung im kommenden Jahr. Dafür gibt es bereits erste Anzeichen, da amerikanische Ölproduzenten bereits ihre Investitionen steigern und damit auf die gestiegenen Ölpreise reagieren.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro zeigt sich vor der heute anstehenden Zinserhöhung in den USA überraschen fest. Aktuell ist ein Euro 1,0649 US-Dollar wert.

Heute Nachmittag wird die US-Notenbank Fed wohl wie geplant den Leitzins anheben. Fed-Chefin Janet Yellen hat den Schritt verbal vorbereitet, er gilt als eingepreist. Der Fokus richtet sich daher dem Kurs im kommenden Jahr. Fraglich ist, ob die Fed auf die vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump angekündigte lockere Finanzpolitik reagiert und im Gegenzug die Geldpolitik zusätzlich straffen will.

Durch ein höheres Zinsniveau wird eine Währung für Anleger attraktiver und damit gestärkt. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, verteuern sich damit wiederum die Importe für die Eurozone.

Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreise gehen heute erneut leicht zurück. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt knapp unter 60 Cent pro Liter Heizöl. Damit liegt der aktuelle Heizölpreis mehr als 16 Cent über dem Vorjahrespreis. In der Tendenz sollte auch mit weiter steigenden Preisen gerechnet werden.

Daher raten wir unseren Kunden auch weiterhin zum baldigen Heizölkauf, wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähern sollte. Das gegenwärtige Preisniveau könnte nach Prognosen noch weiter steigen, vor allem in Hinblick auf die Auswirkungen des Beschlusses von OPEC und Nicht-OPEC Produzenten vom letzten Wochenende.

Die Heizölnachfrage ist relativ hoch und angesichts der anstehenden Feiertage werden kurzfristige Liefertermin zunehmend knapper.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder  das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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