Ölpreise stabil: OPEC-Mitglieder stellen Dealverlängerung bis 2018 in Aussicht

9. Mai 2017

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Russland und Saudi-Arabien haben sich laut Berichten öffentlich dafür stark gemacht, dass der Kürzungsdeal der OPEC bis 2018 verlängert werden könnte. Diese Wortmeldung zwei wichtiger Deal-Mitglieder stützte die Ölpreise. Der Euro hat nachgelassen, sodass sich heute höhere Heizölpreise ergeben.

Ölpreisentwicklung


Der 25. Mai ist der Stichtag für die OPEC-Entscheidung zur Verlängerung des Kürzungsdeals. Und diese Verlängerung könnte nun weiterreichen als es nach den Meldungen vergangener Wochen zu erwarten war: Russland und Saudi-Arabien haben sich laut Berichten dafür ausgesprochen, die Kürzungen – wenn nötig – bis ins Jahr 2018 zu verlängern. Diese Meldung stützte die Ölpreise leicht, nachdem sie im gestrigen Tagesverlauf zunächst nachgaben. 

Daraus ergibt sich heute Morgen ein relativ unverändertes Preisniveau im Vergleich zu gestern Morgen. Der Euro nähert sich aktuell der 1,09-Marke, nachdem er in den vergangenen Wochen eher Richtung 1,10 US-Dollar tendiert war. 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent notiert heute Morgen bei 49,45 US-Dollar, etwas über dem Startpreis von Montag. Der gestrige Schlusspreis lag noch bei 49,34 US-Dollar. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 437,25 US-Dollar für die Lieferung im Mai, ebenfalls knapp drei Dollar über dem Vergleichswert von gestern Morgen. Der Schlusspreis am Montag lag allerdings bei 430,00 US-Dollar, während es am Freitag noch 433,75 US-Dollar waren.

Zunächst ließen die Preise im gestrigen Tagesverlauf wieder nach, nachdem sie sich nach dem Preisverfall der vergangenen Woche durch gesteigerte Kaufanreize erst einmal stabilisiert hatten.

Gegen Mittag drehte dieser Trend ganz leicht, kamen doch Meldungen auf, dass Saudi-Arabien und Russland eine Verlängerung des OPEC-Deals sogar bis 2018 befürworten würden. Dieser Schritt könnte notwendig werden, um das Überangebot am Ölmarkt einzudämmen und den Ölpreis in Kombination mit einem zu erwartenden Nachfrageanstieg zu stabilisieren.

Letztendlich können diese Aussagen jedoch nur geringe Effekte auf den aktuellen Preis haben, schließlich kann zu diesem Zeitpunkt noch niemand sagen, ob sich das Ölkartell am 25. Mai überhaupt für eine Verlängerung des Deals entscheiden wird.

Weitaus härtere Fakten liefert die Meldung, dass Libyen inzwischen eine Ölförderung von 780.000 Barrel pro Tag erreicht hat, nachdem die Ölfelder Sharara und El-Feel nach einem Produktionsstopp wegen Milizangriffen wieder auf voller Kraft laufen. Das lässt sogar noch Luft nach oben und eine Fördermenge von 1,1 Mio. Barrel pro Tag soll spätestens im August erreicht werden.

Diese Werte sind insofern interessant, da Libyen eigentlich seit 1962 OPEC-Mitglied ist, aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten jedoch von Anfang an vom Deal ausgenommen war.

Das Ziel der OPEC, mit Kürzungen das globale Überangebot einzudämmen, wird also bereits aus den eigenen Reihen erschwert. Nimmt man dazu noch die stetig steigende Produktivität der US-Ölindustrie in den Fokus, bleibt es weiterhin fraglich, ob selbst eine Kürzungsverlängerung bis 2018 wirklich die Effekte auf die Ölpreise haben wird, welche sich das Ölkartell vorstellt.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro, der sich in der vergangenen Woche mit großen Schritten der 1,10 US-Dollar-Marke genähert hatte, muss seit Wochenbeginn Verluste hinnehmen. Aktuell notiert er bei 1,0914 US-Dollar, Tendenz fallend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzpreis für Montag auf 1,0938 US-Dollar festgesetzt, am Freitag waren es noch 1,0961 US-Dollar.

Es fehlte gestern an Meldungen, die eine Kurstendenz nach oben oder unten hätten begründen können, auch im heutigen Tageslauf werden kaum wichtige Konjunkturdaten aus der Eurozone oder den USA erwartet.

Heizölpreisentwicklung

Die für inländische Verbraucher wichtige Relation aus Eurokurs und Ölpreisen zeigt sich heute Morgen zwar umgedreht, allerdings ist das Ergebnis gleich: Gestern sorgte ein unveränderter Eurokurs plus steigende Ölpreise für höhere Heizölpreise. Heute Morgen sind zwar die Ölpreise relativ stabil, dafür ist der Eurokurs gefallen. Und auch das ergibt steigende Heizölpreise.

Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 54,10 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag waren es noch 53,58 Cent.

Ihre Heizöllieferung steht also unter mehreren Faktoren, welche die Preisentwicklung für Sie unvorhersehbar machen können. Dieser Unsicherheit gehen Sie aus dem Weg, wenn Sie sich jetzt für den Heizölkauf entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert.

Noch profitieren Sie von einem relativ attraktiven Preisniveau, doch stehen die Vorzeichen für die kurz- und mittelfristige Preisentwicklung auf Anstieg, auch wenn das Öljahr 2017 weiterhin undurchsichtig und unvorhersehbar bleibt.

Mit dem baldigen Heizölkauf profitieren Sie von einem guten Preisniveau und machen sich unabhängig von den Reaktionen an den Börsen.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.