Der Heizölpreis bei Wochenbeginn: Ölpreise treten weiter auf der Stelle, Heizöl günstiger

25. Februar 2019, Peter Dudda

Der Heizölpreis sinkt zum Wochenstart | 25.02.2019

Die bessere Stimmung an den Finanzmärkten hält an und befeuert auch den Ölhandel. Trump hat ursprünglich für dieses Wochenende geplante Zölle gegen China verschoben und schürt die Hoffnung auf ein Ende des Handelsstreits. Dennoch treten die Ölpreise weiter auf der Stelle. Heizöl heute günstiger.

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Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Trump verschiebt neue Handelszölle gegen China
  • Baker Hughes-Report: Weniger aktive US-Ölbohranlagen
  • Allgemeine Stimmungsaufhellung an Aktienmärkten
  • Ausschreitungen bei Wahlen in Nigeria
  • Brent bei 66,93 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 622,00 US-Dollar
  • Euro bei 1,1349 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 70,92 Euro / 100L

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Hoffnung auf Lösung des Handelsstreits zwischen USA und China
OPEC-Förderkürzung übererfüllt
Abschaltung Safaniyah-Ölfeld im arabischen Golf
Revolution in Venezuela und Verschärfung der US-Sanktionen
Mögliche Anschläge auf Öl-Industrie Nigerias und Venezuelas
Saudi-Arabien plant weitere Kürzungen
IEA sieht Möglichkeit für ausbalancierten Markt 2019
Russland verspricht volle Umsetzung der OPEC+ Kürzungen bis April

Saudi-Arabien und Kuwait wollen Ölförderung in neutraler Zone wieder aufnehmen
OPEC-, EIA- und IEA-Monatsbericht
US-NOPEC-Gesetzgebung in Vorbereitung
China will heimische Ölwirtschaft ausbauen
Russland und OPEC wollen Allianz stärken

Brasilien weitet Ölproduktion aus
Kanada weitet Ölproduktion nach Kürzungen wieder aus
OPEC+ Kürzungen bisher nicht vollständig umgesetzt
Chinesische Wirtschaft verliert immer weiter an Kraft
USA fördern auf Rekordniveau und nähern sich Energieunabhängigkeit

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 66,93 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitag betrug noch 67,17 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 67,12 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 622,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Freitag lag bei 622,75 US-Dollar, der Schlusspreis ebenfalls bei 622,00 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 25.02.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Nach den starken Marktbewegungen der vergangenen Wochen herrscht seit Freitag eher Ruhe an den Börsen. Die Ölpreise haben sich auf ihrem Niveau eingerichtet und treten auch zum Wochenstart deutlich auf der Stelle. Nicht einmal im sonst so bewegten Devisenmarkt ist eine wesentliche Veränderung für den Eurokurs zu verzeichnen.

Die Stagnation ist aber kein schlechtes Zeichen, sondern beweist die allgemein positive Einstellung zur aktuellen Wirtschaftsentwicklung. So hat US-Präsident Trump eigentlich für das Wochenende geplante neue Strafzölle gegen China abgesagt und damit eine weitere Entspannungsphase im Handelsstreit eingeläutet. Nun wird die Hoffnung immer deutlicher, dass sich der Handelsstreit zwischen den beiden mächtigen Wirtschaftsnationen auflösen und damit die Konjunktur wieder erheblich anschieben könnte.

Der Baker Hughes-Report zur Anzahl aktiver US-Ölbohranlagen hat einen Rückgang um 4 Plattformen gezählt und setzt damit den bisherigen Jahrestrend fort. Damit wird aber keinesfalls ein Ausbremsen der US-Ölwirtschaft indiziert. Vielmehr zeigt sich, dass die Betreiber nun offenbar erst einmal abwarten, dass die infrastrukturellen Mängel in Form von fehlenden Transportkapazitäten und Pipelines beseitigt werden.

Bei der Präsidentenwahl in Nigeria ist es am Wochenende zu Ausschreitungen gekommen. Heute werden die Ergebnisse erwartet, die beeinflussen könnten, ob sich an der nigerianischen Ölwirtschaft langfristig etwas ändert. Eine Miliz namens Niger Delta Avengers hat gedroht, Anschläge auf Ölanlagen zu verüben, sollte der Gegenkandidat Atiku Abubakar sich nicht gegen den amtierenden Präsidenten Muhammadu Buhari durchsetzen können. Aktuell rufen sich beiden Kandidaten als Sieger aus und schüren damit die Unruhen im Land.

Der Heizölpreis bleibt jedoch weiterhin erfreulich ruhig. Mit den Wahlen, eventuellen Anschlägen und den zahlreichen wichtigen Wirtschaftsdaten und politischen Entscheidungen dieser Woche (siehe Wochenausblick) könnte aber wieder Schwung in die Kurse kommen. Beim Ölpreis sind Anstiege, beim Euro vorerst Wertverluste zu erwarten. Darum sollten Sie den Heizölkauf schnell auslösen, um sich vor solchen Überraschungen zu schützen.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1349 US-Dollar, am Freitag waren es 1,1345 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Freitag wurde noch bei 1,1325 US-Dollar festgesetzt.

Auch an den Devisenmärkten heißt es momentan abwarten. Einerseits hellt sich die Stimmung an den Aktienmärkten langsam auf, andererseits könnte Italiens Kreditwürdigkeit heute Abend herabgestuft werden. Einerseits gibt es von beiden Seiten des Atlantiks aktuell kaum belastbare Konjunkturzahlen, andererseits steht am kommenden Mittwoch eine neue Brexit-Abstimmung in Großbritannien ins Haus.

Frankreich und Deutschland haben sich auf einen EU-Budgetplanung geeinigt, der für zahlreiche Mitgliedsstaaten eine Reform bringen könnte und die Konjunktur anschieben soll. Ein gemeinsames Budget ist ein Novum, das den Zusammenhalt in der EU stärken soll. Außerdem könnte es die Leistungsunterschiede zwischen den Volkswirtschaften minimieren. Die Frage ist nun nur, ob sich die EU.-Mitglieder im Sommer wie geplant auf diese Einigung einlassen und was dies wirtschaftlich für die Eurozone bedeutet.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

Trumps aktuelle Absage neuer Strafzölle gegen China ist der Dreh- und Angelpunkt dieses Wochenendes. Es ist ein erster, eindeutiger Schritt Richtung Einigung und Beseitigung des Handelsstreits. Doch aufgeschoben heißt nicht unbedingt aufgehoben, denn die neuen Zölle waren monatelang geplant und wurden nun nur als Zeichen des guten Willens ausgesetzt. Somit haben die Unterhändler mehr Zeit, ein beiderseitig zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Tatsache ist weiterhin, dass die Vorherrschaft Chinas auf dem Weltmarkt von Washington eingedämmt werden will. Dies bezieht sich insbesondere auf den Diebstahl geistigen Eigentums, für den China nun einmal traurige Berühmtheit hat.

Auch die Tatsache, dass China fieberhaft am Ausbau der eigenen Schieferölproduktion arbeitet, dürfte der neuen Produktionsnummer 1 USA ein Dorn im Auge sein. Doch im Gegensatz zum Technologieklau sind die Chinesen in diesem Wirtschaftsbereich nicht einmal halb so erfolgreich wie die Amerikaner und können hier kaum auf die bloße Kopie amerikanischer Produktionsweisen zurückgreifen. Denn trotz aller technischen Fortschritte und Neuerungen in der Schieferölproduktion sind die Bodenbeschaffenheit und die „letzten Meter zum Bohrloch“ dann doch eine regional vollkommen unterschiedliche Angelegenheit.

Außerdem sind die vorhandenen Mengen – zumindest nach aktuellem Kenntnisstand – im Vergleich zu den USA fast lächerlich. Die Amerikaner fördern derzeit rund 8 Mio. Barrel Schieferöl pro Tag, in China könnten es nach Schätzungen nur bis zu 200.000 Barrel werden. Damit wird also vorrangig ein Beitrag zum landeseigenen Ölbedarf geleistet, der China unabhängiger vom Welthandel machen soll. Dass China dabei seine Rolle als größter Ölnachfrager der Welt einbüßen könnte, ist eher nicht zu befürchten.

Die Signale aus dem Weißen Haus sind jedoch unterm Strich absolut positiv und sorgen dafür, dass die Finanz- und Rohstoffmärkte wieder an Schwung gewinnen, der in den vergangenen Monaten auf sich warten ließ. Natürlich besteht immer noch die Gefahr, dass die Verhandlungen scheitern und die nächste Strafzollstufe gezündet wird. Vergessen werden darf auch nicht, dass die Zölle immer noch bestehen und 10 Prozent von einem Handelsvolumen um die 200 Milliarden US-Dollar betragen.
 

Die Handelswoche im Überblick

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 25.02.2019

  • Chicago Fed nationaler Aktivitätsindex, USA

Dienstag, 26.02.2019

  • Gfk Verbrauchervertrauen, Deutschland
  • Anhörung Fed-Vorsitzender Powell, USA
  • EZB-Rede Mersch, Eurozone
  • Wöchentlicher Rohöllagerbestand American Petroleum Institute (API), USA

Mittwoch, 27.02.2019

  • Stimmungsdaten, Eurozone
  • Auftragslage und Investitionsgüter, USA
  • Anhörung Fed-Vorsitzender Powell, USA
  • EIA Rohöl-Lagerbestand, USA
  • Abstimmung Brexit-Plan, UK

Donnerstag, 28.02.2019

  • Rede Fed-Vorsitzender Powell, USA
  • BIP, USA
  • Arbeitsmarktdaten, USA

Freitag, 01.03.2019

  • Arbeitsmarktdaten, Eurozone
  • Preisindizes, Eurozone
  • Konsumausgaben, USA
  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr
 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 70,92 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag waren es 71,11 Cent.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

     Peter Dudda - Autor
            

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