Ölpreise stabiler – Euro gibt leicht nach

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OPEC: Produktionskürzungen für Nigeria und Libyen gelten als unwahrscheinlich. Ölmarkt: Analysten rechnen auch 2018 nicht mit einer anhaltenden Stabilisierung. Euro zum Morgen etwas schwächer.

Ölpreisentwicklung

Der Preis von Rohöl erreichte bereits am Morgen des gestrigen Handelstags sein Zwei-Wochentief. Nach wie vor bestimmten vor allem die Zunahme der Produktionsniveaus in den USA, Nigeria und Libyen sowie die sinkende Quotentreue innerhalb des OPEC-Kartells das Handelsgeschehen. Nach einer Äußerung aus höchsten OPEC-Führungskreisen, dass eine Anpassung des OPEC-Deals und eine damit verbundene Ausweitung der Förderkürzungen in naher Zukunft als nicht sinnvoll erachtet werden, verblieben die Preise im weiteren Tagesverlauf auf niedrigem Niveau.

Das der Handel am Montag verhältnismäßig ruhig war, lag sicherlich nicht nur an fehlenden Meldungen mit Preiseinflusspotenzial. In der aktuellen Woche werden neben den wöchentlich herausgegebenen Bestands-Berichten des Department of Energy (DoE) und des American Petroleum Institutes (API), auch die Monatsberichte von EIA (Energy Information Administration), OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) und IEA (Internationale Energieagentur) veröffentlicht.

Die Marktplätze bleiben in Erwartung der Veröffentlichung der Berichte und der damit verbundenen Fakten entsprechend zurückhaltend. Dennoch kam zum Handelsschluss etwas Bewegung in den Markt. So sorgten die Spekulationen über eine Produktionsdeckelung für Libyen und Nigeria, unabhängig ihrer Unwahrscheinlichkeit, für einen Ausgleich der Verluste aller relevanten Notierungen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Die Stabilisierung der Ölpreise zum gestrigen Handelsschluss spiegelt sich auch bei den Notierungen des heutigen Morgens wieder. Der europäische Ölpreis Brent notiert aktuell bei 47,19 US-Dollar, der Schlusspreis von Montag lag noch bei 46,88 US-Dollar.  

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, steht am Dienstagmorgen bei 432,25 US-Dollar, der Schlusspreis von Montag lag auf gleichem Niveau bei 433,25 US-Dollar.

OPEC: Produktionskürzungen für Nigeria und Libyen unwahrscheinlich

Bereits gestern berichteten wir ausführlich über die Thematisierung der von der OPEC ins Spiel gebrachten Produktionskürzungen für Nigeria und Libyen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit äußerst gering ist, beide Länder indirekt in das bestehende Förderbeschränkungsabkommen der OPEC einzubinden, sorgt doch allein schon die Diskussion über die Thematik für eine Stabilisierung der Ölpreise.

Der Handel honoriert damit indirekt das Eingeständnis der OPEC, dass das bestehende Abkommen für die Ölmengen am Markt bisher zu geringe Auswirkungen hat. Die gesamte Thematisierung sollte allerdings ins Leere verlaufen, da ein Beschluss über die Ausweitung des Abkommens auf Libyen und Nigeria einstimmig innerhalb des OPEC-Gremiums erfolgen müsste. Darüber hinaus haben beide Staaten die Zusage, dass sie erst ab einer bestimmten Fördermenge unter den Deckel des Deals rutschen müssten.

Für Libyen wurden 1,3 Millionen Barrel / Tag, für Nigeria 1,8 Millionen Barrel / Tag vereinbart. Diese Produktionsmengen werden beide Staaten wenn überhaupt nur langfristig erreichen können und auch dann bleibt fraglich, wie lange sie dieses Niveau überhaupt halten können. Ein Signal für höhere Ölpreise ist aus dieser Richtung also vorerst nicht zu erwarten.

Zukunft es Ölmarkts: Mittelfristig niedrige Ölpreise erwartet

Die OPEC und vor allem Saudi Arabien setzen mit ihrer Verknappungspolitik vor allem auf steigende Ölpreise. Zurzeit geht diese Rechnung jedoch nicht auf. Nicht ganz unschuldig daran ist vor allem die USA, welche die zurückgehaltenen Mengen mit Produktionsausweitungen immer wieder ausgleicht.

Die OPEC könnte dieses Verhalten unterschätzen so Marktexperten. Allem Anschein nach, setzt das Kartell auf die hohen Fixkosten, die bei der Förderung von dem sogenannten Schieferöl in den USA entstehen. Da die im Schiefergestein eingelagerten Ölreserven nicht einfach angebohrt werden können, muss das Öl unter Zunahme eines Chemikalien-Cocktails aus dem Gestein heraus gebrochen werden. Nur auf diese Weise ist es bisher förderfähig.

Noch vor wenigen Jahren lagen die Kosten für die Förderung eines Barrels des sogenannten Schieferöls noch bei 70 US-Dollar. Mittlerweile können einige Anlagen sogar um die 40 US-Dollar noch rentabel arbeiten. Aus diesem Grund gehen Marktexperten davon aus, dass sich der Ölpreis bis ins nächste Jahr hinein um die 50 US-Dollar einpendeln wird – unter der Vorrausetzung, dass die Marktgegebenheiten so wie jetzt bleiben, die USA ihre Produktion nicht wesentlich erhöhen und die OPEC ihre Förderbeschränkungen doch noch ausweitet.

Letztlich handelt es sich dabei jedoch nur um Spekulationen, da die Möglichkeit eines Öl-Booms in den USA für die zweite Hälfte dieses Jahres immer noch besteht. Dies könnte einen Preisverfall unter die 40 US-Dollar-Marke zur Folge haben. Davon kann vor allem einer profitieren: Der Verbraucher.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro pendelt am Montag und auch am Dienstagmorgen um die Marke von 1,14 US-Dollar. Aktuell notiert er bei 1,1399 US-Dollar. Der Schlusspreis für Montag lag auf gleichem Niveau bei 1,1398 US-Dollar.

Für den heutigen Handelstag werden kaum Bewegungen erwartet, da es nachrichtentechnisch keine offiziellen Ankündigungen, insbesondere der Zentralbanken auf beiden Seiten des Atlantiks zu erwarten sind.

Heizölpreisentwicklung

Verbraucher profitieren auch am Dienstag weiter von der aktuellen Marktlage. Deutlich fallende Ölpreise und ein starker Euro sind die ideale Konstellation für den Endverbraucher. Heute Morgen kostet eine 3.000 Liter Standard Lieferung aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 52,51 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag waren es auf gleichem Niveau noch 52,46 Cent.

Diese Gelegenheit sollten unsere Kunden nutzen und sich jetzt für den Heizölkauf zu besonders attraktiven Konditionen entscheiden. Das sorgt dafür, dass Sie für den Herbst und Winter bereits bestens vorbereitet sind und alle weiteren Entwicklungen im Öljahr 2017 gelassen von den Zuschauerrängen verfolgen können.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Finanzierung oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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