Ölpreise stabilisieren sich

28. März 2017

Heizoelpreise am Dienstag unverändert ©TOTAL / ERGO

Kuweits Ölminister sieht Verlängerung von Förderbeschränkungen optimistisch entgegen. Rückgang von US-Ölförderungen erwartet.

Ölpreisentwicklung


Die Organisation der erdölexportierenden Länder OPEC setzt auf eine Verknappung der Rohölbestände. Ziel ist die Stabilisierung des Öl-Preises durch einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Als angepeilte Bestandmarke wurden die OECD Lagerbestände des Monats Februar ausgegeben. Sie lagen mit 280 Millionen Barrel über dem 5-Jahres Durchschnitt. Ein Kompromiss der dazu beitragen kann, dass der Ölpreis in Zukunft auf Stabilitätskurs ist. Kuwaits Ölminister unterstützt diesen Vorschlag und geht davon aus, dass die Umsetzung zum Anfang der zweiten Jahreshälfte 2017 erreicht werden kann. Sein Land ist weltweit an neunter Stelle der erdölexportierenden Staaten. Als Grundlage zur Einhaltung der 280 Millionen Barrel-Marke, sieht aber auch er die Verlängerung der seit Ende des Jahres 2016 bestehenden Förderbeschränkung der OPEC Staaten. Eine Einigung über die Verlängerung des Abkommens kann frühestens Ende Mai bei der OPEC Konferenz in Wien erwartet werden. 


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:


Der europäische Ölpreis Brent startet heute Morgen mit 50,77 US-Dollar in den Dienstag, das sind -0,02 US-Dollar zum Schluss Montag (50,75 US-Dollar). ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert für die Lieferung im April am Dienstagmorgen bei 454,00 US-Dollar und somit mit einem Plus von +2,75 US-Dollar zum Schlusspreis vom Montag. 


Sollten die von der OPEC angestrebten Maßnahmen greifen, kann sich der Ölpreis dauerhaft zwischen 50 und 55 US-$ für das Barrel der Rohölsorte Brent etablieren. Fraglich ist jedoch, wie die nicht-OPEC Staaten auf dieses Preisniveau reagieren und ob ihre Fördermengen stabil bleiben. Obwohl die Mehrheit der großen Banken davon ausgeht, dass es Ende Mai zu einer Einigung und somit zu einer Verlängerung des Abkommens kommt, sieht die Investitionsbank Goldman Sachs die Vorschläge Kuwaits Ölminister aus diesem Grund kritisch. Sie geht davon aus, dass als Folge der zu erwartenden Preisstabilisierung, die Nicht-OPEC Staaten ihre Fördermengen erhöhen und damit die Staaten des Kartells unter Druck setzen. Sollte es in Folge dessen zum Scheitern der selbstauferlegten Förderbeschränkung kommen, wird der Markt zusätzlich mit Öl überschwemmt. GS sieht darin eine erhebliche Gefahr für die von der OPEC forcierten Preisstabilität. 


Neben den Fördermengen der OPEC bleibt weiterhin der US-Markt im Fokus der Händler. Die drohende Überversorgung durch die in den vergangenen Wochen zunehmende Anzahl von US-Ölbohranlagen könnte vielleicht noch abgewendet werden. Der Grund liegt im Ende der saisonbedingten Raffineriewartungen in den USA. Die Verarbeitung von Rohölprodukten könnte so ausgeweitet werden, was zu einer Verringerung der verfügbaren Rohöl-Mengen im Handel führen könnte. Genauere Aussagen lassen sich nach der Veröffentlichung der US-Rohöl-Lagerbestände in der kommenden Nacht treffen. 

Entwicklung Eurokurs


Nachdem der Euro am Montag mit 1,0906 US-$ seinen Jahreshöchststand erreicht hat, startet er am Dienstagmorgen mit einer Notierung von 1,0865 US-$. Die Europäische Zentralbank referenzierte den Kurs am gestrigen Montag auf 1,0889 US-$.
Nach den politischen Turbulenzen und den damit einhergehenden positiven Auswirkungen auf den Euro-Kurs des vergangenen Wochenendes, blickt der Markt heute erneut in die USA. Im Laufe des Tages werden die Konjunkturdaten des Immobilienmarktes und Daten zur Verbraucherstimmung veröffentlicht. Auf besonderes Interesse stoßen dabei die Auswirkungen der Präsidentschaft Donald Trumps auf das Verbraucherverhalten.
Neben den USA ist auch Europa ist im Fokus der Händler. Hier äußern sich im Laufe des Dienstags zahlreiche Zentralbanksprecher zur geldpolitischen Lage ihrer Länder.    

Heizölpreisentwicklung


Die Ölpreise sind heute Morgen mit einem deutlichen Plus in den Tag gestartet. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt rund 55,52 Cent pro Liter Heizöl. Am gestrigen Montag waren es zur gleichen Zeit 55,25 Cent pro Liter. 
Auch wenn die Witterung derzeit recht mild ist und vollkommen unklar ist, wie sich die Preise in diesem Jahr letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu handeln und sich das aktuelle Preisniveau zu sichern und sich zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl Ratenkauf oder heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.
Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.