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USA ebnen Weg für weitere Iran-Sanktionen: Ölpreise steigen, Heizöl teurer

9. April 2019, Peter Dudda

Heizölpreis steigt am Dienstag 09.04.19

Mit der Erklärung der iranischen Revolutionsgarde zur Terrororganisation eröffnen sich die USA Wege zu weiteren Sanktionen. Russland spielt ein Ende der Kürzungen durch. Die preissteigernde Stimmung hielt gestern weiterhin an, Heizöl ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • USA: Irans Revolutionsgarde ist Terrororganisation
  • Russland kann sich Ende der Kürzungen vorstellen
  • Brent bei 71,18 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 627,50 US-Dollar
  • Euro bei 1,1263 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 70,84 Euro / 100L
     

 Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

USA bereiten Weg für weitere Iran-Sanktionen
 Offene Kämpfe in Libyen
 Sichtbare Aufhellung der Konjunkturstimmung
 USA verschärfen Sanktionen gegen Venezuela
 OPEC+ Kürzungen bis Mitte des Jahres beschlossen
 Vorerst keine neuen US-Strafzölle gegen China
 China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

IEA: OPEC wird Ölmarktanteile an USA abtreten müssen
 Investitionen in US-Ölindustrie sinken

Kanada und Brasilien fördern wieder mehr Öl
 OPEC-Prognose: Öl-Förderung von Nicht-OPEC-Förderern steigt
 USA fördern auf Rekordniveau und nähern sich Energieunabhängigkeit

 

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 71,18 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 68,15 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 71,10 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 627,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 625,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 625,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 09.04.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Die Notierung der Nordseeölsorte Brent ist seit gestern nun endgültig wieder über die 70-Dollarmarke gesprungen, während sich Gasoil als Produktnotierung verhaltener entwickelte, doch im Endeffekt ebenfalls stieg. Getragen wurden die neuen 5-Monats- bzw. Monatshochs immer noch von den Eindrücken, die das Wochenende brachte: Die venezolanische Ölwirtschaft bricht durch neue US-Sanktionen immer weiter ein, die offenen Kämpfe in Libyen lassen die Sorge um die Produktion aus diesem Teil der Welt wachsen. Auch die positiven Konjunkturaussichten tragen ihr Übriges dazu bei, dass der Markt momentan von einer knapperen Versorgungslage in den kommenden Monaten ausgeht.

Allerdings verlor diese Entwicklung gestern etwas an Schwung, da gegenläufige Nachrichten die Parketts bestimmten. Einerseits haben die USA die iranischen Revolutionsgarden zur Terrororganisation erklärt und sich damit eine politische Grundlage geschaffen, um weitere Sanktionen auf den Weg zu bringen.

Andererseits spielte ein staatlicher russischer Fondmanager öffentlich mit der Möglichkeit, die Förderkürzungen der OPEC+Gruppe ab Ende Juni zu beenden. Der saudische Ölminister war jedoch erwartungsgemäß mit Gegenargumenten zur Stelle.

Eine Raffinerie in den Niederlanden ist vom Streik betroffen und fährt momentan die Kapazitäten herunter. Dieses Einzelereignis hat zwar keine weltpolitischen Auswirkungen, dämpft aber die Versorgungslage auf dem europäischen Binnenmarkt. Damit hat die Meldung direkten Einfluss auf das inländische Preisniveau bei Öl – was Sie heute Morgen deutlich sehen.

Die aktuelle Marktüberzeugung, dass Kaufen momentan die bessere Strategie ist als Verkaufen, schlägt sich auf ganzer Linie in den Preisniveaus nieder. Heizöl ist heute Morgen wieder teurer und angesichts der allgemeinen Stimmung ist es für Heizölkäufer die beste Entscheidung, sich möglichst bald mit dem Heizölkauf von allen weiteren Entwicklungen unabhängig zu machen.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1263 US-Dollar, am Freitag waren es 1,1226 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde noch bei 1,1246 US-Dollar festgesetzt.

Für den Devisenmarkt werden in dieser Woche mehrere Ereignisse wichtig. Einerseits steht morgen der EU-Sondergipfel zum Brexit an, Premierministerin Theresa May trifft sich heute schon mit Merkel und Macron, um Möglichkeiten durchzusprechen.

Andererseits wird bei der EZB-Zinssatzentscheidung zwar keine Änderung der Politik erwartet, aber die anschließenden Aussagen auf der Pressekonferenz geben immer einen Hinweis darauf, wie die Währungshüter die momentane Wirtschaftssituation bewerten. Auch die US-Notenbank Fed wird sich in dieser Woche mit mehreren hochrangigen Mitgliedern zu Wort melden.

Letztendlich gibt es mehrere Möglichkeiten, wie das Ganze ausgehen könnte. Fest steht nur, dass sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks genug Impulse entstehen, die dem Eurokurs einen Dreh geben werden. Fraglich ist nur, in welche Richtung. Damit ist die Gemeinschaftswährung einmal mehr das Zünglein an der Waage, mit welchem Heizölpreis inländische Heizölkäufer rechnen müssen.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • OPEC+: Russland käme gut ohne weitere Kürzungen aus
     

Es wurde fast wieder Zeit, dass sich die Mitglieder des Kürzungsdeals der OPEC+Gruppe äußern. Denn aktuell bestimmen die USA das Marktgeschehen und treiben die Ölpreise wesentlich vor sich her.

„Quertreiber“ Russland ließ es sich deshalb gestern nicht nehmen, über einen staatlichen Fondmanager anzumelden, dass es Ende Juni bei der Hauptversammlung der Kürzungsteilnehmer eine durchaus gute Idee wäre, die Kürzungen nicht weiter fortzuführen. Schließlich mehren sich die Anzeichen, dass die Versorgungslage im Sommer knapp genug wird, um das vorrangige Ziel der OPEC, die Preise zu stabilisieren, zu erreichen.

Russland ist ein ausgesprochener Vertreter eines moderaten Preisgleichgewichts, da es erstens nicht so sehr von Öl abhängt und zweitens mit neuen Steuermodellen so oder so an der eigenen Produktion verdient. Drittens sind moderate Preise für den (jetzt) zweitgrößten Produzenten der Welt ein wichtiger Hebel, um den Absatz zu steigern.

Das sieht Wortführer Saudi-Arabien erwartungsgemäß anders, hier sind hohe Preise die beste Möglichkeit, um die eigene Wirtschaft zu sichern. Schon allein, weil es keine andere nennenswerte Einnahmequelle gibt. Deshalb war es klar, dass der saudische Ölminister sofort eine Antwort parat hatte und sagte, dass die aktuellen Bestände immer noch weiter über dem Normalniveau liegen würden. Zwar meinte auch er, dass man sich noch nicht festlegen solle, aber er sprach dabei eher in Richtung Russland und damit gegen eine „voreilige“ Beendigung der Kürzungen. Für ihn wird sich beim Treffen der technischen Kontrollgruppe JMMC im Mai alles entscheiden, da man dann schon mehr Informationen zur Marktlage hätte.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 70,84 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag waren es 69,65 Cent.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

Peter Dudda - Autor

Der Ölmarkt und der Euro-Dollar-Kurs bestimmen Ihren Heizölpreis. Die Märkte bieten täglich Überraschungen. Wir liefern Ihnen die Hintergrundinformationen.

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