Ölpreise vor neuen Tiefs in 2016?

Heizoelpreis gleich 29-12-2015

Aktuelle bewegen sich sowohl die Ölpreise als auch die Heizölpreise erwartungsgemäß wenig. Das Handelsvolumen am Ölmarkt ist gering und Händler vermeiden größere Risiken. Analysten rechnen aber Anfang 2016 mit neuen Tiefs beim Ölpreis.

Ölpreisentwicklung

Der europäische Ölpreis-Index Brent notiert aktuell bei 36,67 US-Dollar pro Barrel und damit etwa einen Dollar unter dem Niveau vom Wochenstart. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei 333,25 US-Dollar pro Tonne, das sind ca. fünf Dollar weniger als gestern Morgen.

Bei einem insgesamt sehr geringen Handelsinteresse, stehen die Ölpreise dennoch unter Druck. In Cushing, dem Hauptlager für das amerikanische WTI-Öl, steigen die Bestände laut Meldungen auf neue Rekordwerte.

Da das Exportverbot für Rohöl in den USA aufgehoben wurde, können diese Mengen auch internationalen Käufern angeboten werden. Insbesondere bei Erreichen der Kapazitätsgrenzen des Lagers, könnte sich der Preisdruck am Ölmarkt dadurch noch einmal erhöhen.

Im Gegensatz zu vielen Analysten rechnet Saudi-Arabien mit einem Gleichgewicht am Ölmarkt im Jahr 2016. Man geht davon aus, dass der Rückgang der US Ölförderung hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten wird.

Vergleicht man die Prognosen zum Rückgang der US Ölproduktion allerdings mit der vom Iran angekündigten Steigerung seiner Förderung und Exporte, gleichen sich diese Faktoren in etwa aus. Zumal ab Januar bereits mit den zusätzlichen Mengen aus dem Iran gerechnet wird, die US Ölförderung aber wahrscheinlich nur langsam sinken wird.

Sollte die Angebotsseite nicht durch andere unvorhersehbaren Ereignisse verändert werden, könnte die Überversorgung nur durch die wachsende Ölnachfrage ausgeglichen werden. Die Nachfrage ist in der ersten Jahreshälfte jedoch saisonal schwächer.

Für viele Analysten wird die Überversorgung Anfang 2016 daher eher noch einmal zunehmen, bevor diese im Jahresverlauf abgebaut werden kann. Der Angebotsüberhang in Kombination mit fehlenden Lagerkapazitäten könnte in der Folge dazu führen, dass die Ölpreise neue Tiefstände erreichen werden.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro bewegt sich in einem ruhigen Handel weiter nahe der 1,10 US-Dollar Marke. Ein Euro ist momentan 1,0991 US Dollar wert. Da in dieser Woche kaum wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht werden, fehlen dem Finanzmarkt frische Impulse. Die Chancen stehen daher gut, dass sich der Euro bis ins neue Jahr auf diesem Niveau hält.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durschnitt nur noch 44,80 Euro pro 100 Liter Heizöl. Die leicht gesunkenen Ölpreise wurden bereits im gestrigen Tagesverlauf eingepreist, sodass sich der Heizölpreis heute Morgen nicht bewegt.

Wir erwarten bis zum Jahreswechsel keine nennenswerten Ausschläge in die eine oder andere Richtung. Für das erste Quartal 2016 bleibt die Heizölpreis-Prognose günstig. Das Angebot am Ölmarkt ist außerordentlich hoch, die Nachfrage ist durch den bisher milden Winter vergleichsweise gering, der Eurokurs weitgehend stabil – Heizöl wird daher in den nächsten Wochen günstig bleiben.

Und davon profitieren Verbraucher unmittelbar. Sie kaufen Heizöl zum Tagespreis und der ist direkt an die Ölpreisentwicklung gekoppelt. Gaskunden haben diesen Vorteil nicht, wie aktuelle Medienberichte wieder bestätigen: Gasversorger schröpfen ihre Kunden

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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