Ölpreise gehen stabil auf hohem Niveau in die Osterwoche

heizoel-preise-steigen-montag-170410

Die deutlichen Preisanstiege vor dem Wochenende setzen sich heute Morgen vorerst nicht fort. Die Kurse notieren auf relativ festem Niveau. Nach den US-Luftangriffen auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt steht nun auch das Spannungsverhältnis der USA zu Nordkorea unter Beobachtung.

Ölpreisentwicklung

Die weltpolitische Lage bleibt heute Morgen weiter entscheidend für den Ölmarkt, auch wenn die Marktreaktionen auf den US-Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt bereits im Ölpreis umgesetzt wurden. Dieser stagniert momentan, allerdings auf ähnlich hohem Niveau wie Freitagmorgen.


Syrien ist für den Ölmarkt nur in zweiter Instanz interessant, weshalb die Aufwärtsbewegung schon am Freitag im Tagesverlauf an Schwung verlor. Allerdings könnte die Unsicherheit über das weitere Vorgehen der USA und Reaktionen anderer Nationen unter Umständen für neue Bewegung sorgen.


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:


Die aktuelle Nachrichtenlage lässt sich sehr gut an den Ölpreisen ablesen: Der europäische Ölpreis Brent notiert heute Morgen bei 55,25 US-Dollar. Der Schlusspreis am Freitag betrug 55,24 US-Dollar, am Donnerstag waren es noch 54,89 US-Dollar.
ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 488,50 US-Dollar für die Lieferung im April. Der Schlusspreis am vergangenen Freitag lag bei 487,75 US-Dollar, am Donnerstag waren es hingegen noch 483,50 US-Dollar.


Der Schwung ist also vorerst raus, schließlich sei Syrien kein wichtiger Rohölproduzent, so Experten. Unterdessen haben die USA allerdings Kriegsschiffe an die koreanische Halbinsel verlegt. Dies gilt als Reaktion auf Raketentests Nordkoreas, welche erneut für Spannungen in der Region sorgen. Auch dieser Konflikt hat mit dem Ölmarkt direkt nichts zu tun. Allerdings wird dieser neuerliche geopolitische Brennpunkt genauso scharf beobachtet – schließlich ist auch dieses Vorgehen ein Indiz dafür, dass es die USA mit ihrer „Alleingang“-Politik ernst meinen.


Die zunehmend instabile Lage, könnte intensive Reaktionen von Nordkorea und anderen Staaten nach sich ziehen, was sich mit einem Domino-Effekt in allen wirtschaftlichen und politischen Bereiche – und somit auch auf den Ölmarkt – ausweiten könnte. Der Handel reagiert entsprechend jetzt schon mit Verunsicherung und sorgen somit für einen Anstieg der Preise. 


In dieser angespannten Lage ist der wöchentliche Baker Hughes-Report zur Anzahl aktiver US- Ölbohranlagen schon fast eine Randnotiz. Der Rig Count vermeldete eine Zunahme von zehn Plattformen in der abgelaufenen Berichtswoche – der zwölfte Anstieg in Folge.
Ansonsten erwarten Marktteilnehmer in dieser Woche die Monatsberichte von EIA, IEA und der OPEC, die Aufschluss über den aktuellen Stand beim OPEC-Deal könnten. Fraglich ist dabei insbesondere, ob die bis Mitte dieses Jahres beschlossenen Förderquoten, auch über den Juni hinaus Bestand haben werden. Der OPEC-Konferenz Ende Mai wird entsprechend mit Spannung entgegen gesehen. 


Nicht vergessen werden darf in diesem Umfeld, dass diese Handelswoche aufgrund des Osterfestes nur vier Tage hat und auch die nächste Woche mit einem Tag weniger arbeitet. Daher dürften Händler versuchen, ihre Portfolios abzusichern und ihre sprichwörtlichen Osterlämmer ins Trockene zu bringen – spekulative Preisentwicklungen ohne wirklichen Anlass sind also in dieser Woche eher nicht übermäßig wahrscheinlich.


Die Handelswoche im Überblick

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 10.04.2017
•    Fed-Vorsitzenden Janet Yellen spricht
Dienstag, 11.04.2017
•    Umfrage Konjunkturerwartung, Eurozone & Deutschland
•    Wöchentlicher Rohöllagerbestand American Petroleum Institute (API), USA
Mittwoch, 12.04.2017
•    Wöchentlicher Report EIA Rohöl Lagerbestand, USA
Donnerstag,13.04.2017
•    Verbraucherpreisindex, Deutschland
Freitag, 14.04.2017 (Karfreitag)
•    Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
•    Verbraucherpreisindex, USA
*Termine ohne Gewähr


Entwicklung Eurokurs


Der Euro beginnt die Woche unter der 1,06-Marke, nachdem die EZB den Referenzpreis für Freitag noch auf 1,0630 US-Dollar festlegte.  Der morgendliche Stand liegt bei 1,0586 US-Dollar.
Schon am vergangenen Mittwoch hatte der Kurs erheblich nachgelassen, als Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, verkündete, dass er keinen Anlass sehe, den bisherigen Kurs der EZB in Sachen Geldpolitik zu ändern.
In dieser Woche stehen kaum fundamentale Marktdaten an, für Kursbewegungen könnten aber Aussagen Janet Yellens, Vorsitzende der US-Notenbank Fed, sorgen. Diese spricht heute in einer öffentlichen Runde.
Auch das weitere außenpolitische Agieren des US-Präsidenten Donald Trump könnte Einfluss auf den Dollarkurs, und damit auch auf den Eurokurs, haben.


Heizölpreisentwicklung


Verbraucher müssen sich auf höhere Heizölpreise als in den Vorwochen einstellen. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 60,24 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag waren es noch 60,06 Cent. 

Auch wenn vollkommen unklar ist, wie sich die Preise 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu reagieren und sich für die Heizöllieferung zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert. 

Mit dem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden zurücklehnen und den kurz- und mittelfristigen Preisveränderungen gelassen entgegensehen – ganz gleich, wie diese aussehen. 

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?