Ölpreise weiter im 50 Dollar Bereich

18. Oktober 2016

Heizoelpreis gleich 180716

Die Ölpreise schwanken um die 50 Dollar Marke. Um aus diesem Bereich auszubrechen fehlen frische Impulse. Das Aufwärtspotenzial bleibt durch die noch nicht umgesetzte Produktionskürzung begrenzt. Nach unten reduziert wiederum die Aussicht auf eine Kürzung die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer. Der Heizölpreis bleibt heute weitgehend unverändert.

Ölpreisentwicklung

Der Ölpreis für das amerikanische WTI-Öl ist gestern unter 50 US-Dollar gesunken, konnte sich aber nicht unter dieser Marke halten. Die 50-US Dollar Marke zeigt sich weiter als Hürde für die Ölpreisentwicklung - sowohl nach oben, als auch nach unten. 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Aktuell liegt der europäische Ölpreis-Index Brent bei 51,80 US-Dollar je Barrel. Die Notierung von ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis, liegt heute Morgen bei 462,75 US-Dollar je Tonne.

Die Referenz-Ölpreise WTI und Brent bewegen sich seit einer Woche in einer engen Handelspanne. Die Schwankungen liegen im Bereich von zwei US-Dollar, also unter fünf Prozent. Nachdem die Ölpreise in Folge der OPEC Ankündigung einer Fördermengen-Begrenzung um 15 Prozent gestiegen sind, zeigt der aktuelle Trend seitwärts. 

Auf der einen Seite begrenzt die Aussicht auf eine Reduzierung der Fördermengen das Abwärtspotenzial. Händler gehen weniger Risiken ein, um Verluste im Falle einer konkreten Kürzung und damit verbundenen Preissteigerungen zu vermeiden.

Das Aufwärtspotenzial ist wiederum durch die fehlende Umsetzung der bisher lediglich angekündigten Maßnahmen begrenzt. Es ist nicht nur so, dass die Ölproduktion nicht sinkt, im Gegenteil sie steigt kräftig. Länder wie der Iran, Libyen und Nigeria planen die Förderung noch einmal deutlich auszubauen.

In dieser Woche könnten die amerikanischen Ölbestandsdaten frische Impulse liefern. Wahrscheinlicher bleibt aber eine Fortsetzung der seitwärts gerichteten Ölpreis-Tendenz.

Entwicklung Eurokurs

Heute Morgen ist ein Euro 1,1016 US-Dollar wert. Zum Wochenstart war der Eurokurs erstmals seit Ende Juli unter 1,10 US-Dollar gesunken

Der US-Dollar wurde zuletzt durch die sinkende Wahrscheinlichkeit eines Wahlsieges von Donald Trump gestärkt. Am Vortag stützten schwächelnde Konjunkturdaten aus den USA den Eurokurs etwas.

Dennoch bleibt der Euro unter Druck. Am Finanzmarkt wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember noch bei rund 70 Prozent gesehen. Daneben wird auch die konjunkturelle und politische Entwicklung der Euro-Zone mehr und mehr hinterfragt.

Ein höherer Leitzins macht eine Währung für Anleger attraktiver und stützt damit deren Wechselkurs. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein steigender Dollarkurs, dass die Importe für den Euroraum teurer werden.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis verändert sich heute Morgen kaum. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet im Schnitt 56,5 Cent pro Liter Heizöl. Die regionalen Unterschiede sind dabei aber im Moment sehr groß.

Während für 3.000 Liter Heizöl in Hamburg 54,68 Euro pro 100 Liter gezahlt werden müssen, sind es in Stuttgart momentan 58,23 Euro. Ähnlich wie Anfang November 2015 führt das Niedrigwasser des Rheins zu Versorgungsproblemen. In mehreren südlich gelegenen Lägern wird die Ware bereits kontingentiert.

Die Binnenschiffer passen die Beladung der Schiffe an den Wasserstand an. Im Moment wird pro Schiff weniger transportiert. Das treibt die Frachtkosten in die Höhe und führt zum Teil bereits zu Engpässen, da auch die Heizöl-Nachfrage auf hohem Niveau liegt. 

Es bleibt abzuwarten, ob die für diese Woche angekündigten Regenfälle zu einer Entspannung der Situation führen können. Aber selbst wenn die Pegelstände steigen und die Schifffahrt wieder im normalen Bereich möglich ist, wird es einige Zeit dauern, bis die Lagerbestände wieder ein normales Niveau erreichen.

Insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, sollten Sie so schnell wie möglich Heizöl kaufen. Die hohe Heizöl-Nachfrage führt zu steigenden Lieferzeiten. In immer mehr Regionen können kurzfristige Lieferungen nur noch telefonisch abgestimmt werden.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder ein heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit inkl. Postweg kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.