Ölpreise weiter im Aufwärtstrend

29. April 2016

Heizoelpreis steigt 290416

Die Ölpreise befinden sich weiterhin im Aufwärtstrend und erreichen täglich neue Jahreshöchststände. Produktionsausfälle und der nachgebende Dollarkurs sorgten gestern für Kaufimpulse am Ölmarkt. Der durchschnittliche Heizölpreis steigt heute über 50 Cent pro Liter.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreisentwicklung zeigt weiter steil aufwärts. Am Markt wird scheinbar fest auf steigende Ölpreise gesetzt. Im Fokus steht dabei die für die zweite Jahreshälfte erwartete Verknappung der Versorgungslage.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent ist auf 48,12 US Dollar je Barrel gestiegen. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell bei 418,50 US Dollar je Tonne notiert.

Die Überversorgung am Ölmarkt wird seit einiger Zeit durch Produktionsausfälle deutlich reduziert. Nach Schätzungen von Experten liegt die Höhe der Ausfälle bei 0,8 Millionen Barrel pro Tag. Dem gegenüber steht der zuvor geschätzte Angebotsüberhang von ein bis zwei Millionen Barrel täglich.

Laut Prognosen der IEA (Internationale Energieagentur) könnte sich die Überversorgung in der zweiten Jahreshälfte auf 0,2 Millionen reduzieren. Weitere unplanmäßige Ausfälle könnten dann zu einer Unterversorgung führen.

Dieses Szenario halten viele Analysten allerdings für eher unwahrscheinlich. Es wird auch aktuell noch mehr gefördert als verbraucht,  die Lager sind voll und die Bestände steigen. Die Ölpreisentwicklung der letzten Wochen bildet jedoch das steigende Risiko einer kippenden Marktlage ab.

Die Produktionsausfälle sind aller Voraussicht nach nicht dauerhaft, zumindest nach derzeitiger Einschätzung. Zudem planen der Iran, einige andere OPEC-Mitglieder und auch Russland einen Ausbau der Fördermengen. Eine Unterversorgung ist vor diesem Hintergrund mittelfristig wohl eher nicht zu erwarten.

Daher steigt mit der Ölpreis-Rally auch die Gefahr einer deutlichen Preiskorrektur. Diese konnte im letzten Sommer beobachtet werden, als die Ölpreise zuvor zwischen März und Juni dauerhaft anstiegen. Dadurch konnten Teile der amerikanischen Ölproduktion wieder rentabel werden und die Förderung nahm nicht wie erwartet ab. Die Ölpreise standen daraufhin bis zum Beginn dieses Jahres unter Druck. Vor einem solchen Szenario waren beispielsweise die Analysten von Goldman Sachs.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro ist bis knapp unter 1,14 US-Dollar gestiegen. Am Finanzmarkt wird die aktuelle Dollarschwäche mit der schwindenden Aussicht auf eine weitere Zinserhöhung im Juni begründet. Die US-Notenbank Fed habe am Mittwoch zu schwache Hinweise auf eine mögliche Fortsetzung der Zinswende bei der nächsten Zinssitzung gegeben.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt erstmals in diesem Jahr über 50 Cent pro Liter Heizöl. Das sind aber immer noch 15 Cent weniger als vor einem Jahr!

Durch die feste Tendenz der Ölpreise und den anhaltenden Produktions- und Exportproblemen mehrerer Förderländer spricht kurzfristig betrachtet mehr für steigende als für fallende Heizölpreise. Gegenbewegungen sind nach dem deutlichen Anstieg der Ölpreise in den letzten Tagen aber durchaus möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat, kann durchaus auf sinkende Heizölpreise spekulieren. Kurzfristige Lieferzeiten sind fast überall verfügbar.

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