Ölpreise weiter starken Schwankungen ausgesetzt

18. Februar 2016,

Heizoelpreis-gestiegen-18-02-2016

Das gestrige Meeting des Irans mit Venezuela und dem Irak endete ohne ein gemeinsames Statement der Teilnehmer. Der Ölpreis legte im Tagesverlauf trotzdem zu, unteranderem bedingt durch erwartete Abbauten bei den amerikanischen Ölbeständen. Heute Morgen folgt daraus ein starker Anstieg der Heizölpreise.

Ölpreisentwicklung

Im gestrigen Tagesverlauf sorgte ein Treffen des iranischen Ölministers mit denen des Iraks und Venezuelas für Spannung am Ölmarkt. Am Abend zuvor hatten sich Saudi-Arabien, Russland und einige andere OPEC-Mitglieder auf die Fixierung der Januar-Fördermengen geeinigt. Es lag nun am Iran, dem Vorschlag zuzustimmen. Im Tagesverlauf legte der Ölpreis damit massiv zu.

Somit ergeben sich für den heutigen Morgen folgende Notierungen:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 35 US Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, welches den inländischen Heizölpreis maßgeblich beeinflusst, wird bei 325,75 US Dollar je Tonne notiert. Sowohl die Notierung von Brent als auch von Gasoil haben damit wieder stark zulegt.

Allerdings scheint es zum aktuellen Zeitpunkt nicht erwiesen zu sein, dass der Iran dem Vorhaben zugestimmt hat. Aus dem Iran ließ man lediglich verlauten, dass man dort jede Maßnahme zur Stabilisierung des Marktes befürworte und auch unterstütze. Auch sei das Vorhaben, die Fördermengen des Januars zu fixieren, der erste Schritt in die richtige Richtung. Jedoch müssten dem weitere folgen.

Ob der Iran sich an der Fixierung beteiligen wird, wurde dabei nicht deutlich. Einige Experten sehen allerdings nur eine geringe Wahrscheinlichkeit darin, dass der Iran sich an einer Begrenzung der Produktion auf das Niveau des Januars beteiligen werde.

Erst im Januar wurden die Sanktionen gegen das Land aufgehoben, welche den Ölexport massiv erschwerten. Der Iran strebt eher an, die Fördermengen weiter auszubauen, um die in den letzten Jahren verlorenen Marktanteile zurückzugewinnen. Damit liege es an den anderen ölproduzierenden Ländern, die Fördermenge zu reduzieren, um die Rückkehr eines Marktgleichgewichts zu ermöglichen, so der iranische Ölminister.

Doch die Tatsache, dass die Mitglieder der OPEC wieder miteinander zu kooperieren scheinen, löst bei den Marktteilnehmern Kaufimpulse aus. Experten warnen aber auch davor, dass mit einer Produktionskürzung und einem daraufhin steigenden Ölpreis, viele Produktionsanlagen und Projekte wieder rentabel werden könnten. Damit würde die Fördermenge nicht in dem Maße abnehmen, wie es die Produktionskürzung vermuten ließe.

Entwicklung Eurokurs

Am heutigen Morgen konnte der Eurokurs sich fangen und damit den Verfall der letzten Tage stoppen. Zum aktuellen Zeitpunkt wird der Kurs bei 1,1135 US Dollar notiert.

Zwar waren Konjunkturdaten aus den USA gestern besser ausgefallen als erwartet, jedoch stützte dies die Erwartungen einer baldigen Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed nur gering. Damit wertete der US-Dollar nur geringfügig auf.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt etwas weniger als 43 Cent pro Liter Heizöl. Der gestiegene Ölpreis sorgt damit beim Heizöl zu einem Preisanstieg von zwei Cent.

Wie wir bereits in den letzten Tagen vermutet haben, ist der Heizölpreis weiter starken Schwankungen ausgesetzt. Spekulationen um eine Förderkürzung treiben den Ölpreis in die Höhe. Die preisdrückenden Faktoren, wie die akute Überversorgung und fehlende Lagerkapazitäten, belasten die Preise für Öl auf der anderen Seite. Der Heizölpreis hat dadurch aktuell keine klare Richtung.

Die im Februar saisonal höhere Heizöl-Nachfrage führt zu zunehmend längeren Lieferzeiten. Sehr kurzfristige Lieferungen sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind schon jetzt regional nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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