Ölpreise zum Wochenstart stabil – Euro gibt nach

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Sinkende Ölpreise am Freitag werde durch solide US-Arbeitsmarktdaten aufgefangen. Anzahl der US-Öl-Förderanlagen rückläufig. Der Euro gibt nach – starker Dollar sorgt für höhere Ölpreise im Inland – Trotzdem: Heizöl heute etwas günstiger.

Ölpreisentwicklung

Der Handel am Freitag setzte sich nach der Öffnung der ersten Handelsplätze im Trend der Entwicklung des Donnerstagabends, nämlich mit fallenden Preisen fort. So sorgten vor allem Gewinnmitnahmen für weiter fallende Kurse, was die Verkaufsbereitschaft der Händler schleifenartig weiter erhöhte.

Mit der Veröffentlichung von positiven US-Arbeitsmarktdaten, welche auf eine solide Wirtschaftsentwicklung in den USA schließen lassen, konnte diese Entwicklung zum frühen Nachmittag schließlich ausgebremst werden. Weniger Arbeitslose und weniger Neu-gemeldete Arbeitslose sind schließlich ein Zeichen für eine stabile US-Wirtschaft, was wiederum eine stabile Nachfrage nach Öl- und Ölprodukten sichert.

Die neuen Arbeitsmarktdaten hatten aber auch an einer anderen Front Auswirkungen: Der Euro gab erheblich nach, was Öl- und Ölprodukte, welche in Dollar gehandelt werden, zumindest außerhalb der USA verteuerten. Weitere Kursanstiege konnten daher ausgebremst werden. Insgesamt schlossen alle Kurse dennoch mit leichten Gewinnen ab und verabschiedeten sich auf einem höheren Niveau als noch am Morgen ins Wochenende.


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent notiert zum Wochenstart bei 52,38 US-Dollar, etwa 50 Cent mehr als noch am Freitag zur gleichen Zeit. Zum Handelsschluss am Freitag lag der Kurs noch bei 52,42 US-Dollar.

Der Kurs des maßgeblichen Indikators für den inländischen Heizölpreis, ICE Gasoil startet mit 487,50 US-Dollar und damit nahezu auf dem gleichen Niveau wie am Freitagmorgen. Die Notierung schloss im Handel am Freitag bei 488,50 US-Dollar.

Eine Übersicht über die Kursentwicklung der für den Heizölpreis auschlaggebenden Notierungen, finden Sie täglich aktuell auf unserer Heizölpreisseite

Anzahl US-Förderanlagen rückläufig

Noch am Freitag berichteten wir über die steigende US-Ölproduktion und die damit einhergehenden Investitionsabsichten der US-Amerikanischen Förderunternehmen. Ist die Anzahl der US-Förderanlagen seit Januar diesen Jahres praktisch von Woche zu Woche gestiegen und unterlag damit einem steten und starken Wachstum, zeigt sich nun abermals, dass die Trendwende scheinbar eingeläutet ist.

Jede Woche veröffentlicht das Baker Hughes Institute die Anzahl aktiver Förderplattformen im US-Markt. Aus den jüngst veröffentlichten Daten vom Freitag ist wie schon vor zwei Wochen ein Abbau um immerhin eine Anlage zu vernehmen. In der Vorwoche konnten lediglich die Zunahme um zwei neue Anlagen vermeldet werden.

Als Grund kann wohl das durchgehend niedrige Preisniveau ausgemacht werden, welches seit Monaten kaum dauerhaft auf ein Niveau über 50 US-Dollar gehoben werden kann. Auch wenn die Preise im Juli im Vergleich zum Vormonat gestiegen sind, wird die pessimistische Stimmung auch durch eine Stimmungsumfrage unter namhaften Finanz- und Investmentinstituten bestätigt. Nach der Umfrage wird der Durchschnittspreis von Brent auf 53 US-Dollar, der von WTI auf 51 US-Dollar für das Jahr 2017 prognostiziert. Mit dem neuen Stimmungsbarometer wurden die noch im Juni getätigten Einschätzungen allerdings um zwei bzw. ein US-Dollar nach unten korrigiert.

Vor allem die Skepsis über die Auswirkungen des OPEC-Abkommens, bestimmen die Stimmungslage der Befragten. Die OPEC verfolgt mit dem seit November 2016 in Kraft getretenen Förderbeschränkungsabkommen eine Einschränkung des globalen Ölangebots. Das übergeordnete Ziel ist jedoch die Senkung der globalen Ölbestände auf das 5-Jahres-Durschnittsniveau. Das Ziel der künstlichen Verknappung liegt auf der Hand, weniger schnell verfügbares Öl am Markt führt zu steigenden Preisen.

Sollten die OPEC-Maßnahmen nicht greifen, ist wahrscheinlich mit noch niedrigeren Preisen zu rechnen, als es aus der aktuellen Erhebung ersichtlich wird. Auch wenn die meisten US-Förderer bis auf ein Niveau von teilweise 40 US-Dollar, und vereinzelt auch darunter, noch kostendeckend produzieren könnten, sind die US-Förderer erst einmal zurückhaltend. Wie lange dieser Trend anhält, wird sich spätestens bei den nächsten Preisspitzen zeigen.

Entwicklung Eurokurs

Die europäische Gemeinschaftswährung hat am Freitag überraschend deutlich nachgegeben und notiert zum Wochenstart bei 1,1775 US-Dollar. Die Verluste betragen damit etwa 1,5 Cent, zumindest im Vergleich zum Niveau vom Freitagmorgen. Zum Handelsschluss am Freitag notierte der Euro bei 1,1774 US-Dollar.

Wie schon bei der Ölpreisentwicklung angedeutet, war der Auslöser für den Kursrutsch der mit äußerst soliden Daten gefütterte US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli. Danach hat die Anzahl an Arbeitslosen leicht abgenommen und auch die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosengeld hält sich in Grenzen.

Der Euro büßte in Folge seine gesamten Wochengewinne wieder ein. Dennoch besteht eigentlich kein Grund für Pessimismus an den Handelsplätzen. Immerhin hat sich der Euro seit Beginn des Jahres um 12 Prozent verteuert, noch vor einigen Wochen kostete die Gemeinschaftswährung über Wochen hinweg etwa 5 Cent weniger als beim aktuellen Preisniveau.

Heizölpreisentwicklung

Stabile Ölpreise an den Ölmärkten sowie ein etwas schwächerer Euro sind für inländische Heizölkäufer nur bedingt eine gute Kombination. Dennoch ist Heizöl für unsere Kunden heute etwas günstiger als noch am Freitag. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 54,24 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag waren es noch 54,38 Cent.

Wenn sich Ihr Tank leert, ist momentan die beste Gelegenheit für den Heizölkauf. Denn aktuell lässt sich an den Märkten weder ein Trend in die eine noch in die andere Richtung erkennen.

Mit dem Heizölkauf machen Sie sich unabhängig von der aktuellen und mittelfristigen Marktsituation und füllen Ihren Tank bei einem guten Preisniveau auf.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.