Ölpreisen droht Anstieg

29. Juni 2016

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Die belastende Brexit Stimmung domminiert weiterhin die Rohöl- und Finanzmärkte. Nach dem Preisfall am Ende der letzten Woche scheint sich der Ölpreis nun langsam wieder zu stabilisieren und beginnt leicht zu steigen. Auch der Heizölpreis steigt in der Mitte dieser Woche wieder leicht an.

Ölpreisentwicklung

Nach der Verkündung des Ergebnisses des Brexit Referendums am Freitagmorgen bis einschließlich Montagabend fiel der Ölpreis um etwa acht Prozent.

Nun scheint aber eine gewisse Stabilität zurückgekehrt zu sein und Marktteilnehmer schließen ansteigende Ölpreise nicht mehr aus.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird momentan für rund 48,90 US-Dollar je Barrel gehandelt und ist damit in dieser Woche bereits wieder um einen US-Dollar gestiegen.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird derzeit für rund 439 US-Dollar je Barrel und ist somit seit Beginn der Woche fast unverändert.

Nachdem seit Anfang Mai mehrere Meldungen, wie die Waldbrände in Kanada oder die Anschläge in Nigeria, zu Preiserhöhungen geführt hatten, scheint sich die Lage langsam wieder zu beruhigen.

Marktteilnehmer erwarten, dass Kanada spätestens Mitte Juli wieder das Normalniveau der Förderung erreicht haben wird und auch Nigeria konnte aufgrund des kürzlichen Waffenstillstands in dieser Woche erstmals wieder die Produktion erhöhen.

Dennoch ist am Markt derzeit eine leichte Aufwärtsbewegung erkennbar. Gründe dafür könnten zum einen ein drohender Streik in Norwegen sein.

Dort befinden sich die Ölarbeiter momentan in Tarifverhandlungen und ein Ausfall der norwegischen Angebotsmenge könnte ein Faktor für einen steigenden Ölpreis sein.

Ebenso geben auch die Schätzungen der US-Ölbestandsveränderungen des American Petroleum Institute (API), dem größten Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA, diese Woche Signale, die für einen Preisanstieg sprechen.

Dort wird aufgrund von einer derzeit höheren Raffinerieauslastung in den USA ein geringerer Rohölvorrat ausgewiesen. Eine daraus resultierende größere Nachfrage der USA könnte ebenfalls den Ölpreis anheben.

Marktteilnehmer warten nun jedoch zunächst auf die offiziellen Zahlen der DOE, dem amerikanischen Energieministerium. In der Vergangenheit wiesen die Daten nicht selten größere Differenzen auf.

Entwicklung Eurokurs

Nach den Rückschlägen, die der Eurokurs infolge des Brexit Referendums hinnehmen musste, legt der Wechselkurs nun in der Mitte dieser Woche wieder etwas zu.

Aktuell kostet ein Euro rund 1,108 US- Dollar. Das ist ungefähr fünf Cent weniger als noch vor zwei Monaten.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt hat, verteuert ein sinkender Eurokurs die Importe für den Euroraum.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten aktuell rund 51,92 Cent pro Liter Heizöl.

Unsere Empfehlung lautet aktuell: Wer in den nächsten Wochen Heizöl benötig, sollte in den kommenden Tagen genau beobachten, ob der Ölpreis unter der 50 US-Dollar Marke bleibt oder wieder ansteigt.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf weitere Preisrückgänge in der zweiten Jahreshälfte zu spekulieren. Diese sind durchaus möglich. Auch im Vorjahr folgte auf einen starken Anstieg der Ölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis  anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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