Ölpreistendenz zeigt abwärts

Heizoelpreis sinkt 02-02-2016

Sowohl enttäuschende Daten zur chinesischen Wirtschaft als auch die zunehmende Unwahrscheinlichkeit eines Meetings zwischen Russland und der OPEC drückten gestern auf den Ölpreis. Zusammen mit dem gestärkten Euro ergeben sich für heute starke Preisnachlässe innerhalb Deutschlands.

Ölpreisentwicklung

Nachdem der Ölpreis am gestrigen Morgen relativ stabil in die Woche gestartet war, drückten im Tagesverlauf unteranderen enttäuschende Konjunkturdaten aus China die Notierung. Hinzu kam, dass eine koordinierte Produktionskürzung Russlands mit der OPEC zunehmend unwahrscheinlicher schien. Infolgedessen fiel der Preis stark, sodass sich für heute Morgen folgende Notierungen ergeben:

Die europäische Rohölsorte Brent wird aktuell bei 33,63 US Dollar je Barrel gehandelt und ist damit um mehr als 1,50 US Dollar günstiger als gestern. Auch bei ICE Gasoil machen sich Verluste bemerkbar. Der Preis fiel von gestern 304 US Dollar je Tonne auf heute 294 US Dollar je Tonne.

Die gestern veröffentlichten Daten zu chinesischen Wirtschaft fielen erneut enttäuschend aus. Dies deutet erneut auf das schwach erwartete chinesische Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum für 2016 hin. Für den Ölpreis ist dies bedeutend, da China in den letzten Jahren einen Großteil des Ölnachfragewachstums ausgemacht hat. Ein geringeres Nachfragewachstum bedeutet, dass das aktuell bestehende Überangebot nicht allzu schnell abgebaut werden kann.

Aber auch die erwarteten Ölbestände in den USA drücken auf den Preis. So rechnen Analysten erneut mit starken Aufbauten in Rekordhöhe. Bedingt sei dies zum einen durch Wartungsarbeiten in einigen US Raffinerien. Durch die deutlich zurückgehende Raffinerieauslastung würden die Rohölbestände steigen. Dazu komme die saisonal noch schwache Nachfrage nach Benzin, sodass man im Bereich der Produkte auch mit Aufbauten rechne. Nur bei Produkten wie z.B. Heizöl erwarte man zurückgehende Bestände, aufgrund der saisonal starken Nachfrage. Man warte nun auf die Veröffentlichung der Ölbestandsdaten des API (American Petroleum Institute) heute Nacht und des DOE (Departement of Energy) morgen.

Weiterhin scheint eine Reduzierung der Förderung unwahrscheinlich. Der Iran, der erst vor kurzem wieder aktiv in die Ölförderung eingestiegen ist, wehre sich gegen jede noch so kleine Reduzierung. Man möchte die Förderung dort sogar weiter ausbauen.

Solange die ölfördernden Länder sich nicht auf eine koordinierte Reduzierung der Förderung einigen können, seien nachhaltige Preisanstiege schwierig zu realisieren.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs konnte am heutigen Morgen die Kursgewinne vom Wochenbeginn halten und wird aktuell bei 1,0913 US Dollar notiert.

In seiner Ansprache gestern deutete EZB-Präsident Mario Draghi auf die wirtschaftlichen Risiken Europas hin. Grundsätzlich wolle man an der lockeren Geldpolitik festhalten.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt etwas mehr als 41 Cent pro Liter Heizöl. Der Preisverfall am Ölmarkt in Verbindung mit dem festeren Eurokurs sorgen somit für Preisnachlässe.

Angesichts der Temperaturen und der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage im Februar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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