Ölproduktion steigt, Ölpreise weiter fest

Heizoelpreis steigt 121016

Die weltweite Ölproduktion ist im September erneut gestiegen. Die OPEC und Russland wollen die Produktion zwar reduzieren, allerdings wird bis zu einem Abkommen die Förderung anscheinend ausgebaut. Durch Verluste des Euros steigen die Heizölpreise heute Morgen geringfügig an.

Ölpreisentwicklung

Angesichts der Spekulationen über eine mögliche Kürzung der Fördermengen auf der einen Seite und des nach wie vor bestehenden Überangebotes auf der anderen Seite, herrscht am Markt eine enorme Unsicherheit. Die Ölpreise behalten dennoch eine feste Tendenz.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Heute Morgen wird das europäische Nordseeöl Brent für 52,80 US-Dollar je Barrel gehandelt. Damit ist der Ölpreis Brent innerhalb von zwei Wochen um fast 15 Prozent gestiegen.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell bei 470 US-Dollar je Tonne notiert. Die Notierung hat seit Ende September um 60 US-Dollar zugelegt.

Auslöser für den rapiden Anstieg der Ölpreise war bekanntlich die Ankündigung der OPEC, dass man sich auf eine Reduzierung der Förderung geeinigt habe und diese beim nächsten offiziellen Meeting Ende November vertraglich fixiert werden soll.

Die nächsten Wochen sollten nun zeigen ob die OPEC Ankündigung auch zur Umsetzung kommt und in welcher Form. Ohne die Aussicht auf eine nachhaltige Reduzierung der Fördermengen bleibt ein Abbau der sich auf Rekordniveau befindenden Öl- und Produktbestände unwahrscheinlich.

Das zeigt auch der aktuelle Monatsbericht der IEA (Internationale Energieagentur). Im September haben sowohl die OPEC als auch Produzenten außerhalb des Kartells die Ölproduktion erneut gesteigert. Insbesondere die Ölförderung in Russland erreicht monatlich neue Rekordstände. 

Es wird vermutet, dass sich die großen Ölproduzenten vor einer möglichen Produktionsbegrenzung in eine gute Verhandlungsposition bringen wollen. Mit Nigeria, Libyen und dem Iran haben zudem drei OPEC Mitglieder eine signifikante Produktionsausweitung angekündigt.

Dadurch würde eine Produktionskürzung für die übrigen Länder des Kartells umso höher ausfallen, um das von der OPEC anvisierte Förder-Niveau zu erreichen. Wie die Maßnahmen der OPEC zur Reduzierung des Angebotes ausfallen werden und wie sich andere Produzenten daran beteiligen werden, bleibt weiter offen.

Gleichzeitig hat die IEA ihre Erwartung an das Wachstum der Ölnachfrage im letzten Quartal 2016 nach unten korrigiert. Der durchaus belastende Monatsbericht der IEA könnte einen weiteren Anstieg der Ölpreise damit zumindest vorläufig etwas ausbremsen.

In den nächsten beiden Tagen richtet sich der Blick an Markt wieder auf die US-Ölbestandsdaten, wobei Spekulationen rund um die OPEC und Russland wohl weiter bestimmend bleiben werden.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs ist auf den tiefsten Stand seit Ende Juli gesunken. Heute Morgen ist ein Euro nur noch 1,1041 US-Dollar wert. 

Der US-Dollar wird durch die zuletzt gesunkene Wahrscheinlichkeit eines Wahlsieges von Donald Trump gestärkt, aber auch durch die steigenden Ölpreise. Die damit verbundene Erwartung an eine steigende Inflation erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinsanhebung durch die US-Notenbank Fed.

Ein höherer Leitzins macht eine Währung für Anleger attraktiver und stützt damit deren Wechselkurs. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein steigender Dollarkurs, dass die Importe für den Euroraum teurer werden.

Heizölpreisentwicklung

Heute steigt der Heizölpreis nur geringfügig. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt 56,5 Cent pro Liter Heizöl.

Der Heizölpreis ist in den letzten beiden Wochen um sechs Cent pro Liter gestiegen und befindet sich auf dem höchsten Stand des Jahres. Zu den festen Ölpreisen und der stark gestiegenen Heizöl-Nachfrage kommt nun auch noch eine Euroschwäche. Sinkende Heizölpreise sind vorerst nicht in Sicht.

Die ohnehin saisonal steigende Heizöl-Nachfrage wird durch den „OPEC-Effekt“ zusätzlich gestärkt. In einigen Regionen können kurzfristige Lieferzeiten nur noch telefonisch abgestimmt werden.

Ob die Heizölpreise nochmal sinken werden, ist aktuell mehr als unsicher. Insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, sollten Sie so schnell wie möglich Heizöl kaufen.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder ein heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit inkl. Postweg kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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