Ölpreis fällt erneut

Heizölpreis sinkt 05-02-2016

Das Auf und Ab der letzten Tage setzt sich fort. Die Chancen eines Treffens zur Förderreduzierung haben sich wieder verschlechtert. Jedoch sind beim Eurokurs erneut Gewinne zu vermerken sodass wir für heute mit fallenden Heizölpreisen rechnen.

Ölpreisentwicklung

Aktuell befindet sich der Ölpreis auf einer regelrechten Berg- und Talfahrt. Startete der Preis am Montag noch auf einem recht hohen Niveau, fiel er im Laufe des Dienstag und Mittwochs stark, um gestern wieder mit einem starken Plus in den Tag zu starten. Bedingt war dies vor allem durch immer wieder aufkommende und abklingende Spekulationen um ein Sondermeeting der OPEC mit Nicht-OPEC-Staaten. Im gestrigen Tagesverlauf verlor solch ein Treffen erneut an Glaubwürdigkeit. Infolgedessen fiel der Preis wieder.

Für heute Morgen ergeben sich so folgende Preise:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 34,40 US Dollar je Barrel gehandelt. Damit ist der Preis in etwa um einen Dollar gesunken. Bei ICE Gasoil macht sich ein Verlust von in etwa 6 Dollar bemerkbar. Zurzeit liegt der Preis bei 306,76 Us Dollar je Tonne.

Das zeigt, dass der Schwankungsbereich des Ölpreises in beide Richtungen aktuell sehr groß ist. Nur andeutend stützende Argumente für ein Sondermeeting der OPEC mit nicht OPEC Staaten lässt Experten auf eine Produktionskürzung spekulieren. Wird den Spekulationen wieder weniger Bedeutung beigemessen, fällt der Preis.

So standen die Chancen gestern Morgen noch relativ gut. Schon einige ölfördernde Saaten haben sich unterstützend zu einem Treffen ausgesprochen. Jedoch fehlt noch ein wichtiger Akteur: Saudi-Arabien. Dort scheint man momentan nicht all zu sehr an einer Kooperation interessiert. Stattdessen haben die Saudis gestern die Preise für leichte Rohölsorten, welche der Iran maßgeblich exportiert, gesenkt. Und das in den Ländern, die Absatzmärkte des Irans sind. Es wird also weiter um Marktanteile gekämpft. Einige Experten gehen auch davon aus, dass selbst wenn die aktuellen Befürworter eine Reduzierung vornehmen würden, könnte Saudi-Arabien die freiwerdenden Marktanteile einfach übernehmen und die Produktion ausweiten. Ohne die Saudis scheint eine Einigung der anderen Staaten auf eine Kürzung somit sinnlos.

Eine neue Wende könnte es im Laufe des Wochenendes geben, wenn der venezolanische Ölminister Eulogio Del Pino einem Treffen in Saudi-Arabien nachkommt. Der Ölpreis befindet sich also aktuell in einem Status quo, da aus dem Ergebnis dieses Treffens sowohl ein Preisverfall als auch eine Preissteigerung ergeben könnte. Marktteilnehmer würden sich dementsprechend vorsichtig verhalten.

Entwicklung Eurokurs

Am heutigen Morgen verzeichnet der Eurokurs weitere Gewinne und wird aktuell bei 1,1195 US Dollar notiert.

Momentan steht die US Währung stark unter Druck. Eine Zinsanhebung der amerikanischen Notenbank Fed scheint für viele Teilnehmer immer unwahrscheinlicher. Der am heutigen Nachmittag erwartete Bericht zum US-Arbeitsmarkt könnte weiteren Einfluss auf den Dollarkurs nehmen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt  41,76 € je 100 Liter Heizöl. Der Preisverfall am Ölmarkt in Verbindung mit dem festeren Eurokurs sorgen somit für Preisnachlässe.

Angesichts der kalten Temperaturen und der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage im Februar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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