Ölpreis steigt nach Ausschreitungen in Libyen

Die Nachricht von Auseinandersetzungen mit Demonstranten an libyschen Exporthäfen sorgte gestern Abend für kräftig steigende Ölpreise bei der europäischen Referenzsorte Brent.

Dabei handelte es um Auseinandersetzungen zwischen den streikenden Arbeitern und Gegendemonstranten, die eine Wiedereröffnung der für den Export wichtigen Häfen fordern. Durch die Streiks fehlen dem Land bereits mehr als 1,6 Milliarden Dollar, wodurch Teile der Bevölkerung nicht hinter dem Ziel der Durchsetzung höherer Löhne durch die streikenden Arbeiter stehen. Händler befürchten nun, dass dieses Konfliktpotenzial zu weiteren gewaltsamen Auseinandersetzungen führen könnte. Von einem weiteren Anstieg der Ölpreise ist gegenwärtig jedoch nicht auszugehen.

Die EIA prognostizierte allein für die USA einen sinkenden Ölverbrauch von rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag in den kommenden Wochen und Monaten. Dies würde den Ausfall der libyschen Öllieferungen mehr als kompensieren. Der Euro erreichte gestern ein neues Langzeithoch und sorgt damit dafür, dass die Steigerung des aktuellen Heizölpreises relativ moderat ausfällt.

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