Ölpreis widersteht bullischen Bestandsdaten

Obwohl vom DOE erneut Abbauten bei den Rohöl- und Produktbeständen in den USA gemeldet wurden, widerstand der Ölpreis diesem bullischen Einfluss.

Begründet wird diese Situation zum einen mit den verbliebenen Beständen, die sich angesichts der Fahrsaison in den USA immer noch auf Rekordniveau befinden. Des Weiteren sind die Ölpreise in den letzten Wochen sehr schnell und möglicherweise auch zu kräftig gestiegen, sodass Händler den Zeitpunkt nutzen um Gewinne zu realisieren. Die eingepreiste Risikoprämie für die angespannte Lage in Ägypten bietet ein Potenzial für weiter sinkende Ölpreise, da es bisher nicht zu den befürchteten Unterbrechungen der Transportwege für Öllieferungen gekommen ist.

Auch im Süd-Sudan bemüht man sich trotz Regierungskrise den Konflikt mit dem Sudan zu deeskalieren. Die Angebots- und Nachfragesituation ist weiterhin sehr komfortabel, die USA fördern so viel Öl wie letztmals 1990. Zudem sprechen viele Indikatoren für ein verlangsamtes Wachstum der chinesischen Wirtschaft, was mit einem verminderten Ölverbrauch einhergeht. Gute Faktoren für die weiterhin sinkenden Heizölpreise, zumindest erscheint das Aufwärtspotenzial aktuell eher begrenzt zu sein.   
 

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