Ölpreis wieder ein wenig fester

13. Januar 2016

Heizoelpreis steigt 13-01-2016

Noch am gestrigen Dienstagabend fiel der US Rohölpreis WTI erstmals seit 2003 unter die Marke von 30 auf 29,93 US Dollar. Heute Morgen erholten sich die Notierungen ein wenig. Gestützt werden sie untern anderem durch „shortcovering“ und überraschenden positiven Handelszahlen aus China.

Ölpreisentwicklung

Die Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent liegt heute Morgen bei etwa 31,70 US-Dollar pro Barrel. Geschlossen hatte Brent gestern bei 30,86 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei 298,00 US-Dollar pro Tonne und damit +5,50 US Dollar über dem gestrigen Schlusskurs.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar fiel gestern kurzzeitig sogar erstmals seit dem Dezember 2003 unter die Marke von 30 US-Dollar und durchbrach damit eine der Unterstützungslinien.
Marktteilnehmer nutzen die Gelegenheit, um ungedeckte Positionen zu schließen und stützen somit die Notierungen. Hinzu kamen die Nachrichten aus China, dass die Rohölimporte entgegen den Erwartungen gestiegen sind. Auch wurden die Export- und Importzahlen positiver gemeldet als von vielen  vermutet.

Nichts desto trotz bleibt die Überversorgung der Welt mit Öl das Hauptthema.  API (American Petroleum Institute) meldete gestern zwar einen Abbau der US- Rohölbestände, dafür aber einen Aufbau bei den fertigen Produkten. Die Läger sind weiterhin voll. Am Nachmittag wird  DOE (United States Department of Energy) seine Zahlen veröffentlichen.

Bereits veröffentlicht ist der neue Monatsbericht der EIA (U.S. Energy Information Administration). Darin wird  auf aktuelle Entwicklungen an den Märkten reagiert und die Preisprognosen bei Brent und WTI für 2016 werden ebenfalls nach unten korrigiert. Die Experten der EIA gehen davon aus, dass die Überversorgung das gesamte Jahr  2016 und auch noch bis Mitte 2017 Bestand haben wird.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs ist heute leicht rückläufig und  wird aktuell mit 1,0815 US-Dollar gehandelt. Auch hier wirken die besser als erwarteten chinesischen Außenhandelszahlen.

Die EZB  (Europäische Zentralbank) hatte den Referenzkurs gestern  auf 1,0836 US Dollar festgelegt. Am Montag  musste man noch 1,0888 US Dollar für einen Euro bezahlen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durschnitt unverändert etwas weniger als 42 Cent pro Liter Heizöl. Im weiteren Wochenverlauf erwarten wir keine signifikanten Änderungen beim Niveau der Heizölpreise.
Aktuell spricht wenig für einen deutlichen Ausbruch in die eine oder andere Richtung, es sei denn, die heutigen DOE Ölbestandsdaten aus den USA zeigen Unerwartetes.

Angesichts der kalten Temperaturen und der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage im Januar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher erweisen sich   teilweise schon jetzt als relativ schwierig.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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