Ölpreise auf Seitwärtskurs – Russland senkt Förderquoten sichtbar

28. Februar 2017

Heizoelpreise sinken 280217

Russland hat seine Förderquoten noch einmal sichtbar gesenkt und scheint damit den Deal mit der OPEC doch noch einzuhalten. Auf die Ölpreise hatte diese Nachricht wohl nur minimale Auswirkungen, zeigen sie sich heute Morgen doch kaum verändert.

Ölpreisentwicklung

Zwar waren die Kurse an den Ölmärkten gestern stets in Bewegung, doch hielten sich die Ausschläge nach oben oder unten in Grenzen. Dadurch zeigen die Ölpreise heute Morgen kaum veränderte Werte gegenüber dem gestrigen Tagesstart.

Russland ist als größter Rohölproduzent der Welt wichtigstes Nicht-OPEC-Land im Deal zu Förderquotensenkungen des Ölkartells. Bisher hinkten die tatsächlich umgesetzten Senkungen allerdings den Versprechungen hinterher. Nun wurde bekannt, dass das Land noch einmal nachgelegt hat, und die versprochenen Quoten nunmehr zu 78% erfüllt.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent notiert heute Morgen bei 55,99 US-Dollar. Das ist etwas mehr als der Schlusspreis von Montag (55,93 US-Dollar). Gegenüber dem Schlusspreis von Freitag zeigen sich im Endeffekt keine Veränderungen (55,99 US-Dollar). Ähnlich unbewegt ist ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis. Er notiert für die Lieferung im März aktuell bei 496,75 US-Dollar, fast deckungsgleich mit dem Schlusspreis von Montag (497,25 US-Dollar) und leicht über dem von Freitag (494,50 US-Dollar).

Einzig wichtige Nachricht des gestrigen Handelstages war die Meldung aus Russland, dass das Nicht-OPEC-Land seine Förderquoten nach einem sehr verhaltenen Jahresstart nun doch noch einmal spürbar gesenkt hat. Russland gilt als wichtigster Partner der OPEC in der Bemühung um die Preisstabilisierungen auf dem Ölmarkt und hat damit auch so etwas wie eine Indikatorfunktion für den Gesamterfolg des Abkommens.

Zum Jahresstart war Russland mit einer Senkung von etwa 117.000 Barrel pro Tag deutlich hinter seinen Zusagen zurückgeblieben, was Marktteilnehmer ernsthaft daran zweifeln ließ, ob der OPEC-Deal überhaupt langfristig Erfolg haben könne. Denn eigentlich hatte Russland 300.000 Barrel pro Tag weniger zugesagt. Nun sind laut russischer Nachrichtenagenturmeldungen noch einmal 117.000 Barrel pro Tag vom Markt genommen worden, was die Quotentreue des Staates auf 78 % erhöht.

Das ändert zwar nicht viel an der Gesamtquotentreue des OPEC-Deals von etwa 86 %, stützt jedoch die Reichweite und die Erfolgsaussichten der Bemühungen. Denn nur durch die Mitwirkung wichtiger Nicht-OPEC-Staaten wie Russland hat das Ölkartell überhaupt eine Chance, gegen die zu erwartende (und teilweise bereits umgesetzte) Steigerung der Ölproduktion von Nationen wie Libyen und USA anzukommen.

Fraglich bleibt jedoch weiterhin, wie es mit dem OPEC-Deal nun weitergeht, ob sich alle beteiligten Länder weiterhin an ihre Zusagen halten oder ob es schon in den kommenden Monaten bewusste Abweichungen geben wird, um nationale Interessen durchzusetzen. Denn bindend sind auch die 78 % Russlands nicht.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro notiert momentan bei 1,0590 US-Dollar, nachdem die Europäische Zentralbank den Referenzpreis am Montag auf 1,0587 US-Dollar festgelegt hatte – auch hier gibt es im Endeffekt also kaum Veränderungen, obwohl die Gemeinschaftswährung im Tagesverlauf immer in Bewegung ist.

Die Eurokrise ist weiterhin das alles bestimmende Thema auf dem Devisenmarkt. Anleger zeigen sich ob der Entwicklungen im Euroraum nervös, obwohl hier viele Spekulationen im Spiel sind.

Kurzfristig steht eine Rede des US-Präsidenten Trumps vor dem Kongress auf der Agenda, von der sich Beobachter vor allem erste Details zur geplanten Steuerreform in den USA erhoffen. Diese Rede könnte direkte Auswirkungen auf den Dollarkurs haben – die Richtung ist jedoch bisher offen.

Heizölpreisentwicklung

Verbraucher profitieren von ruhigen Ölkursen und den leichten Gewinnen des Euro. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 60,81 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag waren es 60,92 Cent; am Freitag 60,83 Cent.

Auch wenn vollkommen unklar ist, wie sich die Preise 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu reagieren und sich das momentane Preisniveau für ihre Heizöllieferung zu sichern – insbesondere, wenn sich der Tank leert.

Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass trotz grundsätzlicher Seitwärtstendenz kurzfristig immer wieder Spielraum nach oben besteht und sich die Heizölpreise innerhalb eines Tages für den Endverbraucher spürbar nach oben bewegen können.

Mit dem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden entspannt zurücklehnen und den kurz- und mittelfristigen Preisveränderungen gelassen entgegensehen. Denn langfristig deutlich fallende Preise sind zumindest aus jetziger Sicht unwahrscheinlich.

Mit einer rechtzeitigen Bestellung sichern Sie sich gute Preise sowie eine schnelle Auffüllung Ihres Vorrats an Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.