Ölpreise bleiben stabil – Verlängert die OPEC das Abkommen?

17. Februar 2017

Heizoelpreise bleiben gleich 170217

Obwohl die Ölpreise im gestrigen Tagesverlauf anzogen, zeigen sie sich heute Morgen wieder in etwa auf dem gleichen Niveau wie gestern Morgen. Für kurzzeitige Anstiege sorgte die Meldung, dass die OPEC ihr Abkommen zu Förderquotensenkungen möglicherweise verlängert – und dazu eine Bedingung nannte.

Ölpreisentwicklung

Der Donnerstag war von wenig handfesten Nachrichten geprägt, sodass die Ölpreise letztendlich nur wenig Potential nach oben oder unten hatten. Zwar zogen sie an, als bekannt wurde, dass die OPEC überlegt, ihr Abkommen zu Förderquotensenkungen über Juni 2017 hinaus zu verlängern.

Doch ist diese Nachricht prinzipiell nicht neu, auch wenn ein solcher Gedanke erstmals mit einer konkreten Zahl verknüpft ist. Darum hatte die Meldung keinen nachhaltigen Effekt und die Ölpreise zeigen sich heute Morgen in etwa auf ihren Niveaus von gestern Morgen. Der Eurokurs hat sich weiter leicht erholt, sodass die Heizölpreise heute wiederum etwas nachgeben könnten.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent notiert heute Morgen bei 55,75 US-Dollar, was praktisch gleichauf mit dem gestrigen Tagesstart ist. Der Schlusspreis von Donnerstag lag bei 55,65 US-Dollar, war aber im Tagesverlauf auf bis zu 56,24 geklettert. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 492,75 US-Dollar. Der Schlusspreis für Donnerstag lag bei 491 US-Dollar, Mittwoch betrug er noch 494,00 US-Dollar.

Für einen kurzzeitigen Preisanstieg sorgte die Meldung, dass die OPEC darüber nachdenkt, das Abkommen zu Förderquotensenkungen über Juni 2017 hinaus zu verlängern. Zuvor war das Kartell der Meinung gewesen, dass die aktuelle Abkommensdauer ausreichen würde, um das weltweite Ölaufkommen zu verknappen und damit die Preise zu stabilisieren. Doch waren bereits mehrfach Stimmen aus dem Kartell-Umfeld laut geworden, die diese Handlungsweise für zu kurzsichtig hielten.

Bedingung für eine Verlängerung sei, dass die globalen Ölbestände nicht um 300 Mio. Barrel abnehmen. Die Nachricht ist an sich nicht neu, weshalb die Ölpreise gestern nur kurzfristig darauf reagierten. Neu ist lediglich, dass diese Meldung aus dem OPEC-Lager mit einer konkreten Zielvorgabe verbunden ist. Allerdings ist ein „darüber nachdenken“ noch längst keine offizielle Verlautbarung und entspricht natürlich auch keinem tragfähigen Beschluss.

Gleichzeitig mehren sich Indizien dafür, dass das OPEC-Abkommen schon jetzt ein wenig auseinanderbröckelt. Gestern wurde bereits bekannt, dass Kuwait seine Quotensenkungen zwar erfüllt, die Zeit des Abkommens allerdings nutzt, um Ölfelder zu warten – um dann die Förderquoten schnell erhöhen zu können, sobald der OPEC-Deal ausläuft.

Auch Irak scheint sich eher halbherzig an seine Zusagen zu halten. Der zweitgrößte Ölproduzent der OPEC blieb laut offiziellen Zahlen schon im Januar hinter seinen Senkungsvorgaben zurück und die Februarwerte belegen, dass Irak seine Ölexporte sogar noch gesteigert hat. Zwar lassen Exportwerte kaum Rückschlüsse auf die Ölförderung zu (um die es der OPEC geht), allerdings bedeutet mehr irakisches Öl auf dem Weltmarkt, dass das Angebot natürlich nicht wesentlich knapper wird und so die Ölpreise auch nicht langfristig steigen können.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro notiert heute Morgen bei 1,0647 US-Dollar, was leicht über dem Vergleichswert von gestern Morgen liegt. Die EZB hatte den Referenzpreis für Donnerstag auf 1,0652 US-Dollar festgesetzt. Der Referenzpreis für Mittwoch der EZB lag noch bei 1,0555 US-Dollar.

Zweifel an der Umsetzung von US-Präsident Trumps Wahlversprechen zu Steuersenkungen und staatlichen Ausgabenpaketen hätten den Dollar gestern in Bedrängnis gebracht, so Experten. Es fehlt an Details, welche Maßnahmen in welchem Umfang umgesetzt werden könnten und die ersten Tage der Präsidentschaft Trumps deuten darauf hin, dass es Widerstände aus dem Kongress gegen derartige Handlungsweisen geben könnte. Auch die gestrige Pressekonferenz brachte in diesem Zusammenhang wenig Neues.

Wie sehr der Markt auf das Agieren des Präsidenten reagiert, zeigte sich gestern daran, dass der Dollarkurs nachgab, obwohl positive Konjunkturdaten aus den USA eigentlich Impulse für eine stärkere US-Währung hätten nach sich ziehen können.

Heizölpreisentwicklung

Obwohl die Ölpreise an den Börsen relativ konstant geblieben sind, profitieren Verbraucher von einem erholten Eurokurs und müssen heute Morgen geringere Heizölpreise zahlen. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 60,49 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag waren es noch 60,55 Cent.

Auch wenn vollkommen unklar ist, wie sich die Preise 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu reagieren und sich das momentane Preisniveau für ihre Heizöllieferung zu sichern – insbesondere, wenn sich der Tank leert.

Denn: Mit dem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden entspannt zurücklehnen und den kurz- und mittelfristigen Preisveränderungen gelassen entgegensehen. Schließlich gibt es sowohl Impulse für langfristige Anstiege, als auch für Nachlässe. Mit einer rechtzeitigen Bestellung sichern Sie sich gute Preise sowie eine schnelle Auffüllung Ihres Vorrats an Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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