Ölpreise bleiben weiter auf stabilem Niveau – Sanktionen gegen Iran

6. Februar 2017

Heizoelpreise unverändert 060217

Wie von vielen Beobachtern vergangene Woche vermutet, reagierte die USA mit Sanktionen gegen unerlaubte Raketentests in Iran. Dies könnte langfristig Einfluss auf die Ölpreise haben, die heute Morgen jedoch fast unverändert in die Handelswoche starten.

Ölpreisentwicklung


Heute Morgen pflanzt sich fort, was schon in der vergangenen Woche die Kursverläufe am Ölmarkt bestimmte: Die Notierungen bleiben im Endeffekt stabil, auch wenn sie im Tagesverlauf schwanken. Zwar gibt es durchaus Neuigkeiten, die Einfluss auf den Ölpreis haben könnten, allerdings weiß niemand, wie dieser Einfluss letztendlich aussehen wird.
Im Falle der iranischen Raketentests hat die USA tatsächlich Sanktionen verhängt, allerdings beziehen diese sich bisher nur auf Einreiseverbote für gewisse Personen und Institutionen. Gleichzeitig vermeldet der Baker Hughes-Report zur Anzahl aktiver US-Ölbohranlagen erneut eine Zunahme.


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:
Der europäische Ölpreis Brent liegt heute Morgen bei 56,94 US-Dollar, also kaum entfernt vom Schlusspreis von Freitag (56,81 US-Dollar). ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 500,50 US-Dollar und damit ebenfalls sehr nah am Schlusspreis von Freitag (497,00 US-Dollar). 
Obwohl diese Preisstabilität vermuten lässt, dass die Nachrichtenlage insgesamt ruhig ist, gibt es doch genug Meldungen, die einen Einfluss auf den Ölpreis haben könnten. Allerdings werden die Werte bzw. Auswirkungen durch den Markt scheinbar unterschiedlich und vor allem zurückhaltend interpretiert.
Unstrittig scheint inzwischen, dass die OPEC Förderquotensenkungen umsetzen konnte. Strittig ist nur noch, in welchem Umfang dies bisher geschehen ist. Das Kartell selbst nennt Werte um die 60%, einige Analysten gehen sogar von 80% aus. Aufschluss darüber dürfte der Monatsbericht Februar zu den Januarwerten seitens der OPEC geben. 
In diesem Umfeld wird das aktuell angespannte Verhältnis zwischen den USA und Iran intensiv beobachtet. Iran hatte in der vergangenen Woche unerlaubte Tests mit atomwaffenfähigen Raketen durchgeführt, auf welche die USA nun mit Sanktionen reagierte. Zwar beziehen sich diese aktuell auf Einreiseverbote für bestimmte Personen und Institutionsangehörige, allerdings verhängte auch Iran inzwischen derartige Sanktionen. 
Das allein hat noch keinen Einfluss auf den Ölpreis, jedoch könnte es zu einer Kette aus Aktionen und Reaktionen beider Länder kommen, die letztendlich auch Handelsbeschränkungen auf dem Ölmarkt nach sich ziehen könnten. 

Sollte das globale Ölangebot durch die OPEC-Bemühungen spürbar sinken, würden sich fehlendes iranisches Öl in weiteren Preissteigerungen bemerkbar machen. 
In der Vergangenheit hatten ähnliche OPEC-Bestrebungen kaum Effekte auf den Ölpreis, sodass politische Neuigkeiten damals kaum als so wichtig für die Ölpreisentwicklung eingestuft worden.
Der wöchentliche Baker Hughes-Report zur Anzahl aktiver US-Ölbohranlangen vermeldete unterdes am Freitag wiederum eine Zunahme. 17 Anlagen seien in der vergangenen Woche dazu gekommen, sodass die ohnehin sehr aktive US-Ölindustrie nun auf 583 Anlagen zurückgreifen kann. Auch deutet alles darauf hin, dass die großen amerikanischen Ölunternehmen in diesem Jahr hohe Investitionen tätigen werden, um die Produktivität noch weiter zu steigern.
Die aktuelle Lage ist also mehr als undurchsichtig – zumindest wenn es darum geht, verlässliche Prognosen für das Öljahr 2017 abzugeben. Grundsätzlich stehen die Zeichen momentan auf Preissteigerungen, wie hoch diese ausfallen und wie lange dieses Preisniveau gehalten werden wird, muss bisher jedoch Spekulation bleiben. 

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 06.02.2017
•    Arbeitsmarktindex, USA
Dienstag, 07.02.2017
•    Handelsbilanz, USA
•    Wöchentlicher Rohöllagerbestand American Petroleum Institute (API)
Mittwoch, 08.02.2017
•    Wöchentlicher Report EIA Rohöl Lagerbestand, USA
Donnerstag, 09.02.2017
•    Handelsbilanz, Deutschland
•    Konjunkturdaten, Deutschland
Freitag, 10.02.2017
•    EU Wirtschaftsgipfel
•    Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs


Der Euro notiert heute Morgen bei 1,0752 US-Dollar. Die EZB legte den Referenzkurs für Freitag auf 1,0741 US-Dollar fest, nachdem dieser am Donnerstag noch bei 1,0808 US-Dollar lag.
Gute Konjunkturdaten aus Deutschland haben bisher scheinbar kaum Einfluss auf die Gemeinschaftswährung. Allerdings scheint eine Rede von Marine Le Pen, der französischen Spitzenkandidatin der rechten Front National auf das Präsidentenamt, dem Kurs einen Dämpfer verpasst zu haben. 
Le Pen wolle sich laut eigener Andeutungen vom Wochenende im Falle ihres Gewinnes für einen Austritt aus der Eurozone einsetzen. Mit Frankreich verlöre der Euroraum eine starke Volkswirtschaft, die einen stabilen Eurokurs wesentlich mitbestimmt. 
Dabei hatte der Euro noch am Freitag Auftrieb durch einen durchwachsenen Arbeitsmarktbericht aus den USA erhalten. Also auch hier gilt: Der Markt unterliegt Schwankungen aufgrund gegenläufiger Nachrichten, die wiederum für relativ stabile Kurse sorgen.

Heizölpreisentwicklung

Die Unentschlossenheit des Marktes ist für Verbraucher recht vorteilhaft. Denn die Heizölpreise bleiben ebenfalls stabil. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt rund 60, 59 Cent pro Liter Heizöl und damit fast genauso viel wie am Freitag (60,48 Cent). 
Wie schon festgehalten, stehen die Zeichen grundsätzlich auf Preisanstieg, auch wenn wir nicht vorhersagen können, wann und in welchem Umfang dies geschieht. Darum sollten unsere Kunden jetzt reagieren und sich das Preisniveau für ihre Heizöllieferung sichern – insbesondere, wenn sich der Tank leert. 
Mit einem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden entspannt zurücklehnen und den anstehenden Preisveränderungen gelassen entgegensehen. Denn langfristig fallende Preise sind weiterhin unwahrscheinlich. 
Da das Wetter momentan sehr winterlich und wechselhaft ist, sollten unsere Kunden zusätzlich bedenken, dass die Nachfrage recht hoch ist und damit begehrte Liefertermine schnell vergriffen sind. Mit einer rechtzeitigen Bestellung sichern Sie sich also gute Preise sowie eine schnelle Auffüllung Ihres Vorrats an Heizöl.
Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.
Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.