Ölpreise fallen leicht – Markt beruhigt sich vorerst

6. Dezember 2016

Heizoelpreis sinkt

Der gestern verhaltene Anstieg der Ölpreise dreht sich heute Morgen um – die Preise fielen leicht. Nach der durch die OPEC-Entscheidung vom vergangenen Mittwoch ausgelösten Aufwärtsspirale beruhigt sich der Markt vorerst.

Ölpreisentwicklung

Nachdem die Heizölpreise vergangene Woche auf ein Jahreshoch stiegen, fielen sie heute Morgen leicht. Marktteilnehmer setzen aufgrund der fehlenden Nachrichten, die den Anstieg unterstützen würden, zunächst auf Gewinnmitnahmen aus der Preissteigerung der Vorwoche.

Erst zum Wochenende hin werden Meldungen der Nicht-OPEC-Länder zu angestrebten Produktionskürzungen erwartet. Russland hat bereits Kürzungen angekündigt, der Effekt dieser Meldung auf die Märkte war bisher eher gering.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent liegt am Morgen bei 54,67 US-Dollar pro Barrel. Das sind rund 0,2 US Dollar weniger gegenüber dem Schlusspreis von Montag (54,94 US-Dollar). ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird mit 474,5 US-Dollar pro Tonne notiert und liegt damit leicht unter dem Niveau des Vortages (477 US-Dollar).

Bisher ist der Markt ruhig, weil es an Meldungen fehlt, die Preissteigerungen nach sich ziehen würden. Am Wochenende werden sich OPEC und Nicht-OPEC-Länder in Wien zu Gesprächen zu möglichen Produktionskürzungen außerhalb des Kartells treffen.

14 Länder, darunter auch Russland, sollen mit eigenen Kürzungen von insgesamt rund 0,6 Mio. B/T  (Barrel pro Tag) die OPEC-Entscheidung begleiten und so dafür sorgen, dass die angestrebte Preisstabilisierung über 50 Dollar pro Barrel 2017 umgesetzt werden kann.

Russland hatte bereits Kürzungen um 0,3 Mio. B/T angekündigt, die allerdings nicht, wie seitens der OPEC, ab Januar 2017 in Kraft treten, sondern sukzessive erfolgen sollen. Weitere Länder, auf die der Markt schaut, sind etwa Mexiko und Aserbaidschan.

Von diesen Gesprächen erwarten Experten eine wichtige Signalwirkung, weil damit erstmals ein bindendes Produktionsabkommen zwischen OPEC und Nicht-OPEC zustände käme.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs bleibt nach den Vortagesgewinnen in Bewegung. Heute Morgen liegt er bei rund 1,077 Dollar, nachdem er zum Tagesstart gegenüber dem Vortageshoch von fast 1,08 Dollar auf 1,0735 gesunken war. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs am Montag auf 1,702 US-Dollar fest, eine Steigerung gegenüber dem Referenzkurs von Freitag (1,0642).

Als gute kurzfristige Signale für den Eurokurs werden auch die Konjunkturmeldungen aus Deutschland gewertet. Der Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen für November lag mit 55,1 Punkten leicht über der Erwartung von 55,0 Punkten.  

Der Eurokurs setzt wichtige Signale für den Ölpreis: Durch ein höheres Zinsniveau wird eine Währung für Anleger attraktiver und damit gestärkt. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, verteuern sich die Importe für die Eurozone bei einem sinkenden Eurokurs.

Heizölpreisentwicklung

Aktuell sind die Heizölpreise nach der Steigerung der Vorwoche leicht rückläufig. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostete am Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 58 Cent pro Liter Heizöl, eine Senkung von rund 1 Cent gegenüber dem Schlussniveau des Vortages.

Wir raten unseren Kunden im Spiegel der aktuellen Preisentspannung zum baldigen Heizölkauf, insbesondere, wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert. Das gegenwärtige Preisniveau könnte nach Prognosen weiter steigen, Marktteilnehmer schauen zunächst auf die Auswirkungen der Verhandlungen von OPEC und Nicht-OPEC am Wochenende.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder  das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.