Ölpreise fallen leicht – US-Ölindustrie im Fokus

7. Februar 2017

Heizölpreise sinken 07022017

Nach einer eher unentschlossenen Preisentwicklung über die vergangene Woche sind die Ölpreise zum Tagesstart gefallen. Der Markt schien gestern die Entwicklung der US-Ölindustrie in den Fokus zu nehmen, deren Aktivität immer weiter zunimmt.

Ölpreisentwicklung

Nach einer Woche mit stagnierenden Ölpreisen sind diese heute Morgen leicht gefallen. Einen Grund für die gestrigen Preisnachlässe sehen Analysten darin, dass die US-Ölindustrie offenbar immer weiter ihre Produktivität steigert und sich somit als Gegengewicht zu den OPEC-Kürzungen etablieren könnte.
Zwar stehen die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API), des Department of Energy (DOE) und der Baker Hughes-Report zur Anzahl aktiver US-Ölbohranlagen für diese Woche noch aus, doch erwartet der Markt hiervon weitere Belege für die positive Entwicklung in den USA.


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:
Der  europäische Ölpreis Brent liegt heute Morgen bei 55,91 US-Dollar und war im Verlaufe des gestrigen Tages bis auf einen Schlusspreis von 55,72 US-Dollar gefallen. Am Freitag waren es noch 56,81 US-Dollar. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 491,50 US-Dollar und war im Laufe des gestrigen Tages ebenfalls auf einen Schlusspreis von 494,50 US-Dollar gefallen. Auch hier zeigt sich die Veränderung zu Freitag (497,00 US-Dollar).

Letztendlich sind diese Kursnachlässe weiterhin eine Marktreaktion, die auf Prognosen und Mutmaßungen zur künftigen Entwicklung der Ölpreise beruht. In diesem Fall stand gestern die US-Ölindustrie im Mittelpunkt, von der Experten für 2017 eine deutliche Produktivitätssteigerung erwarten.
Die vergangenen Reporte von API, DOE und Baker Hughes hatten in den letzten Wochen kontinuierlich Zahlen vermeldet, die für diese Entwicklung sprechen. Es wird davon ausgegangen, dass die Bestandsaufbauten bei Rohöl und Destillaten als Vorstufe von Ölprodukten wie Heizöl auch in dieser Woche zunehmen werden. Zusätzlich ist davon auszugehen, dass auch der Baker Hughes-Report wiederum eine Zunahme der aktiven Ölbohranlagen unter amerikanischer Flagge vermeldet.
All dies ist nicht neu, doch verdichten sich die Hinweise, dass die Aktivität der US-Ölindustrie 2017 stärker als erwartet zunehmen könnte. Auch sollen die großen Öl-Unternehmen der USA in diesem Jahr ihre Investitionen in die Ölförderung um etwa 30 bis 40 % steigern, wie Experten berechnet haben.
Das alles könnte dazu führen, dass die Anstrengungen der OPEC zur Senkung des globalen Ölangebots – und damit zur Preisstabilisierung – wenn nicht zunichte gemacht, so doch empfindlich ausgebremst werden könnten.
Doch stehen all diese Aussagen weiterhin im Konjunktiv, solange es weder belastbare Zahlen seitens der OPEC, noch ausreichendes Datenmaterial zur grundsätzlichen Entwicklung des globalen Ölpreises in diesem Jahr gibt – schließlich ist erst Februar.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro ist heute Morgen erstmals seit Tagen wieder unter der 1,07-Marke gefallen und notiert aktuell bei 1,0668 US-Dollar. Die EZB legte den Referenzkurs für Montag noch auf 1,0712 US-Dollar fest. 
Die Gemeinschaftswährung muss sich, so Experten, aktuell einem starken Dollar geschlagen geben. Außerdem hätten eher enttäuschende Konjunkturdaten zur Dezember-Produktion des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland zusätzlich für einen Dämpfer gesorgt.
Auch die Rede von Marine Le Pen, französische Spitzenkandidatin der rechten Front National auf das Präsidentenamt, scheint weiterhin negative Auswirkungen zu haben. Le Pen hatte am Wochenende angedeutet, sich im Falle ihres Gewinnes für einen Austritt aus der Eurozone einzusetzen. 
Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, hat ein fallender bzw. steigender Eurokurs stets Auswirkungen für europäische Käufer. Da aber die sichtbar gefallenen Kurse an den Ölmärkten die Euro-Belastung momentan ausgleichen, profitieren Verbraucher aktuell dennoch von gefallenen Heizölpreisen.


Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreise sind heute Morgen gefallen. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 60, 46 Cent pro Liter Heizöl und damit weniger als am Montag (60,59 Cent). 
Die Zeichen stehen weiterhin grundsätzlich auf Preisanstieg, auch wenn wir nicht vorhersagen können, wann und in welchem Umfang dies geschieht. Darum sollten unsere Kunden jetzt reagieren und sich das grundsätzlich stabile Preisniveau für ihre Heizöllieferung sichern – insbesondere, wenn sich der Tank leert. 
Mit einem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden entspannt zurücklehnen und den anstehenden Preisveränderungen gelassen entgegensehen. Denn langfristig fallende Preise sind weiterhin unwahrscheinlich. 
Da das Wetter momentan sehr wechselhaft ist, sollten unsere Kunden zusätzlich bedenken, dass die Nachfrage recht hoch ist und damit begehrte Liefertermine schnell vergriffen sind. Mit einer rechtzeitigen Bestellung sichern Sie sich also gute Preise sowie eine schnelle Auffüllung Ihres Vorrats an Heizöl.
Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.
Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.