Ölpreise geben vor Ostern weiter nach

24. März 2016

Oster-Olli

Der vom American Petroleum Institute (API) am Dienstag prognostizierte extreme Anstieg bei den US-Rohölbeständen, aber auch abnehmende Ölproduktbestände, wurde durch das Departement of Energy weitestgehend bestätigt. Vor dem langen Osterwochenende verkaufen somit Händler
zunehmend an den Börsen ihre Positionen.
Dies drückt den Ölpreis weiter nach unten.

Ölpreisentwicklung

Das Departement of Energy (DOE - Energieministerium der Vereinigten Staaten) übertraf gestern mit seinen Bestandsmeldungen nicht nur die Einschätzungen des API vom Vortag, sondern auch die allgemeinen Erwartungen. Gingen die Experten noch zu Beginn der Woche von einem Rohölaufbau um die drei Millionen Barrel aus, so meldete gestern das DOE mit 9,4 Millionen Barrel mehr als das Dreifache. Auch die Produkte überraschten. Die Destillatbestände verzeichneten entgegen der Prognose ebenfalls einen leichten Aufbau. Allein die Benzinvorräte nahmen deutlich ab und bildeten somit einen Gegenpol zu den klar preisdrückenden Bestandsaufbauten.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell wieder knapp unter 40,00 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoi für Lieferung April, welche für den inländischen Heizölpreis von entscheidender Bedeutung ist, liegt am heutigen Morgen bei 353,00 US Dollar je Tonne.
Die von der DOE angezeigten Ölproduktbestände lesen sich in der Weise, dass davon auszugehen ist, dass die Heizsaison deutlich zu Neige geht (steigende Destillatbestände) und die automobile Fahrsaison frühzeitig beginnt (deutliche Abnahme der Benzinbestände).
In Hinblick auf das geplante Meeting der großen Ölproduzenten gibt es immer mehr skeptische Äußerungen. Beobachter gehen vermehrt davon aus, dass das geplante der Produktionsmenge auf das Niveau vom Januar keine geeignete Maßnahme zur Reduzierung des akut bestehenden Überangebots ist.
Zwar wird Russland als großer Nicht-OPEC-Produzent wie erwartet teilnehmen. Libyen und der Iran werden jedoch den Produktionsbeschränkungen nicht zustimmen und Libyen sogar dem Treffen fernbleiben.
Im Januar meldete die OPEC ein Förderniveau auf Rekordhöhe. Ein Einfrieren auf diesem Niveau würde somit lediglich das Angebotswachstum dämpfen, das Überangebot aber nicht abbauen.
Dementsprechend sehen viele Beobachter die Preise für Rohöl eher wieder gegen 35,00 US-Dollar, als dass sie sich über der 40,00 US-Dollar Marke halten könnten.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs bleibt weiter unter 1,12 US-Dollar. Einige US-Notenbanker hatten sich in letzter Zeit zunehmend für eine baldige Fortsetzung des Zinsanhebungskurses in den USA ausgesprochen, was den US-Dollar etwas stärkte. Die EZB (Europäische Zentralbank) hatte den Referenzkurs gestern auf 1,1171 festgelegt.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 46,08 Euro pro 100 Liter. Damit hat der Heizölpreis vor Ostern seinen günstigsten Punkt erreicht.
Die Heizöl-Nachfrage hat in den letzten Tagen stark nachgelassen. Dementsprechend ist nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten zu rechnen.
Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

Wir wünschen allen sonnige und frohe Ostertage.