Ölpreise geben zunächst wieder nach

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Die Ölpreis gaben am Freitag wieder nach, nachdem keinen neue Impulse für weitere Kursphantasien in Sicht waren. Die möglichen Schäden und Behinderungen der Ölproduktion durch den Hurrikan Matthew, waren in den Märkten weitestgehend verarbeitet und so gingen alle Ölnotierungen mit Abschlägen in das Wochenende.

Ölpreisentwicklung

Nachdem  die Ölpreise seit Ende September um fast 10 Prozent angestiegen waren, legten diese am Freitag eine Pause ein.  Zwar erklärte am  Nachmittag der russische Energieminister, man wolle zeitnah mit der OPEC treffen. Die  Unterzeichnung einer Vereinbarung sei aber nicht Gegenstand des Gesprächs.


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:
Heute Morgen wird das europäische Nordseeöl Brent bei 51,80 US-Dollar je Barrel gehandelt und liegt damit wieder auf dem Niveau vom Freitagnachmittag. Gleiches gilt für ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis. Dieser wird aktuell bei 464,50 US-Dollar je Tonne notiert.


In Istanbul beginnt  heute der 23. Weltenergiekongress. Diese Veranstaltung wird von den Energieproduzenten gerne als Forum  genutzt. So werden die Marktteilnehmer verstärkt darauf achten, ob von Seiten der OPEC Länder weitere Informationen zu den geplanten Kürzungen zu erhalten sind.  
Insbesondere erwartet man diese Woche Monatsreports von OPEC, IEA und EIA, von denen man sich weitere Aufschlüsse erhofft.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:


Montag 10.10.2016
•    23. Weltenergiekongress Istanbul
•    Handels- und Leistungsbilanz Deutschland
Mittwoch, 12.10.2016
•    Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)
•    EU Industrieproduktion
Donnerstag, 13.10.2016
•    EU Wirtschaftsgipfel

•   Offizielle US-Ölbestandsdaten vom Department of Energy (DOE)

•    Import- / Exportindex USA
Freitag, 14.10.2016
•    Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
•    USA Einzelhandelsumsätze
•    EU Handelsbilanz
•    Rede Fed Vorsitzernde  Janet L.Yalen

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Am heutigen Morgen kostete der Euro mit  1,1175 Dollar ein wenig mehr als am späten Freitagabend. Die EZB (Europäische Zentralbank) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1140 Dollar festgesetzt.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt zum Wochenstart bei etwas über  55 Cent pro Liter Heizöl.
Die Nachfrage nach Heizöl bleibt weiterhin hoch, da eine deutliche Preissenkung nicht in Sicht ist. Alle genannten Ereignisse deuten auf feste Preise hin. Die preislich bedingte Nachfrage trifft auf die ohnehin jahreszeitlich steigende Nachfrage, wodurch es zu steigenden Lieferfristen kommt.


Unsere Empfehlung lautet daher, nur dann auf sinkende Heizölpreise zu spekulieren, wenn noch ausreichend Heizöl im Tank vorhanden ist. Insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, raten wir eher auf Nummer sicher zu gehen und jetzt bereits Heizöl zu kaufen. Kurzfristige Lieferzeiten werden bald aufgrund der erhöhten Nachfrage nicht mehr möglich sein.
Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder ein heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit inkl. Postweg kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

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