Ölpreise gehen stabil ins neue Jahr

2. Januar 2017

Heizoelpreise steigen 02117

Das Jahr 2017 beginnt ruhig. Grund dafür ist hauptsächlich, dass an den wichtigen Ölbörsen NYMEX und ICE heute aufgrund von Neujahr nicht gehandelt wird. Auch sonst ist die Nachrichtenlage eher ruhig und der Markt noch verhalten.

Ölpreisentwicklung

Das neue und wichtige Öljahr 2017 beginnt mit nahezu unveränderten Preisen und einem ruhigen Markt. Die Warenterminbörsen NYMEX (New York Mercantile Exchange) und ICE (Intercontinental Exchange) bleiben heute geschlossen, da hier der Neujahrstag nach hinten verschoben wurde. Auch andere Länder feiern heute noch ihren Neujahrstag. Deshalb halten sich Marktteilnehmer zunächst zurück. Auch sonst ist die Nachrichtenlage eher ruhig.

Dennoch zeigt die Preistendenz eher nach oben, denn der Startschuss zu den Produktionskürzungen von OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten ist nun gefallen. Die nächsten Tage dürften bereits zeigen, wie sich die Länder zumindest zum Jahresbeginn an ihre versprochenen Fördersenkungen halten werden.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent hat sich heute gegenüber dem Schlusspreis von Freitag (56,82 US-Dollar) kaum verändert. Große Veränderungen dürfte es aufgrund der geschlossenen Börsen tendenziell nicht geben. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert bei 502,25 US-Dollar pro Tonne und entspricht ebenfalls dem Schlusspreis von Freitag.

Gegenüber dem Jahresstart 2016 liegen die Heizölpreise heute bereits um rund 50 Prozent höher als im vergangenen Januar und es könnte aufgrund der OPEC-Kürzungen zu weiteren Preissteigerungen kommen.

Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich jetzt nicht nur auf Länder wie Irak, Saudi-Arabien oder Russland (Nicht-OPEC), die allesamt teils signifikante Kürzungen angekündigt haben. Besonders im Fokus stehen auch die USA und Libyen.

Die US-amerikanische Ölindustrie wird als Gegenpol zu den Kürzungen verstanden, da hier die Produktivität immer weiter zunimmt und der designierte Präsident Donald Trump als Förderer des Industriezweigs gilt. Außerdem hatte der Kongress im vergangenen Jahr die Freigabe strategischer Ölreserven beschlossen, die laut Analysten für wenigstens 30 Tage alle Kürzungsquoten der OPEC aufheben könnten.

Libyen wiederum hat seine Ölförderung durch die Wiederinbetriebnahme zweier riesiger Ölfelder bereits gesteigert und kündigt weitere Erhöhungen an. Diese könnten rein rechnerisch die gesamten Kürzungsbemühungen Saudi-Arabiens aufheben und damit ebenfalls für eine empfindliche Delle in der bisher erwarteten Preisrallye sorgen.

Zusätzlich könnten diese Woche folgende Wirtschaftsdaten und -termine Einfluss auf die Euro- und Ölpreisentwicklung haben*:

Montag, 02.01.2017

  • Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe, Eurozone

Dienstag, 03.01.2017

  • Arbeitslosenquote, Deutschland 
  • Konjunkturdaten verarbeitendes Gewerbe, USA 

Mittwoch, 04.01.2017

  • (PMI) Produktions- und Dienstleistungssektor, Eurozone
  • Verbraucherpreisindex Jahr, Eurozone
  • wöchentlicher API-Bericht zum Rohöllagerbestand, USA

Donnerstag, 05.01.2017

  • EZB-Accounts, zusammenfassender Bericht zur geldpolitischen Sitzung des Rates
  • PMI-Konjunkturdaten, USA
  • wöchentlicher EIA-Bericht Rohöllagerbestand, USA

Freitag, 06.01.2017

  • Geschäftsklima-Daten, Eurozone
  • Arbeitslosenquote, USA
  • Baker-Hughes Bericht zu aktiven Öl-Plattformen, USA

*Termine ohne Gewähr

Am 13. Januar will die OPEC erstmals verlässliche Zahlen zu den bisherigen Kürzungsquoten veröffentlichen und damit zeigen, ob die Absichtserklärungen der zugehörigen Länder auch in der Realität Bestand haben und den Ölpreis langfristig stützen könnten.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs hatte zum Jahresende nach seinem empfindlichen Einbruch wieder etwas zugelegt und startete auch heute Morgen zunächst mit einem leichten Plus ins neue Handelsjahr. Aktuell liegt er jedoch bereits bei 1,0510 US-Dollar und damit unter dem EZB-Referenzpreis von Freitag (1,0541 US-Dollar).

In den nächsten Tagen werden einige wichtige Kennzahlen zu den Konjunkturen in der Eurozone und den USA erwartet, die einen Einfluss auf den Eurokurs haben könnten. Auch will die EZB in einem detaillierten Bericht ihre Grundlagen für die Geldpolitik 2017 erläutern und einen Überblick über die Lage der Finanzmärkte geben.

Heizölpreisentwicklung

Aktuell bewegen sich die Heizölpreise seitwärts – auch hier haben die geschlossenen Börsen natürlich einen Einfluss. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostete am Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 61,94 Cent pro Liter Heizöl.

Wir raten unseren Kunden dazu, sich noch vor dem Startschuss für mögliche Preissteigerungen 2017 zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert. Auch wenn das Jahr 2017 in Sachen Ölpreis unvorhersehbar ist, sind fallende Preise zunächst eher unwahrscheinlich und es könnte sich enorm lohnen, sich die ersten Liefertermine 2017 direkt zu sichern, bevor der Handel vollends wieder Fahrt aufnimmt.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Wir wünschen unseren Kunden jetzt erst einmal einen fröhlichen, spannenden und gelungenen Start ins neue Jahr und halten Sie weiterhin auf dem Laufenden.