Ölpreise halten nach Weihnachten ihr Niveau – dennoch leichte Tendenz nach oben

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Auch der Ölmarkt hat sich über die Weihnachtsfeiertage eine Pause gegönnt. Dementsprechend ruhig ging es an den Märkten zu, die Preise blieben heute Morgen gegenüber Freitag nahezu unverändert mit ganz leichter Tendenz nach oben. Es gilt: Die Händler warten ab, was 2017 nun wirklich bringen wird.

Ölpreisentwicklung

Die letzte Jahreswoche 2016 steht heute Morgen im Zeichen stagnierender Ölpreise mit ganz leichter Tendenz nach oben. Die Marktteilnehmer hatten schon letzte Woche damit begonnen, ihre Portfolios für den Jahreswechsel zu sichern und dementsprechend ruhig agiert.
Für kleinere Abwärtstendenzen im Handel sorgten im Laufe des Freitags zunächst die Zahlen des Baker-Hughes -Reports, der für die vergangene Berichtswoche zweistellige Zuwächse bei den aktiven US-Ölbohranlagen vermeldete und somit abermals ein deutliches Zeichen für die Steigerung der amerikanischen Ölförderung setzte.
Der Tagesstart zeigte wiederum leichte Aufwärtsbewegungen, die sich hauptsächlich aus typischen Kursbewegungen ergeben. Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte analysiert, dass es im nächsten Jahr eine steigende Nachfrage nach Öl vor allem in Russland und China geben wird.


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent liegt am Morgen bei 55,18 US-Dollar pro Barrel, leicht über dem Schlusspreis von Freitag (55,16 US-Dollar). ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert bei 488,75 US-Dollar pro Tonne für die Lieferung im Januar und liegt damit ebenfalls leicht über dem vorherigen Schlusspreis von Freitag 484,25 Dollar.


Es ist nur noch knapp eine Woche bis zum Beginn des Jahres 2017 und damit bis zum Realitätscheck für die Kürzungsbeschlüsse von OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten. Sollten bis dahin keine nennenswerten Nachrichtenlagen entstehen, wird sich der Markt in der kommenden Woche eher aufs Konsolidieren verlegen und zum Jahresstart 2017 wieder voll in den Handel einsteigen.
Welchen Preis das Barrel Rohöl im Januar erreichen wird, ist bisher ungewiss. Sehr wahrscheinlich ist, dass die aktuelle Marke von rund 55 Dollar gehalten werden wird und sich noch steigern dürfte. Auch Meldungen der Internationalen Energieagentur (IEA) zur Nachfrage 2017 zeigen bisher, dass es mit dem Preis nach oben gehen dürfte. Russland und China werden aktuell als große Nachfrager auf dem Ölmarkt gehandelt, auch die allgemeinen wirtschaftlichen Aussichten zeigen, dass 2017 mit einem steigenden Bedarf an Öl zu rechnen ist. Je größer der Bedarf, desto reger das Kaufinteresse an den Märkten – und desto höher rein rechnerisch der Preis.
Experten gehen davon aus, dass die gekürzten Produktionsmengen zunächst eingehalten werden und damit für eine Preisstabilisierung auf hohem Niveau sorgen werden. Die hohen Preise könnten jedoch ein Anreiz für die Staaten sein, wieder mehr Öl zu fördern. Da die Kürzungen rechtlich nicht bindend sind, bleibt abzuwarten, wie Staaten wie Russland (Nicht-OPEC) oder Irak (OPEC) letztendlich agieren werden.
Einen Dämpfer könnten die Bemühungen weiterhin durch die hochproduktive US-Ölindustrie erhalten. Der Baker-Hughes-Report zur Anzahl aktiver Bohranlagen unter amerikanischer Flagge hatte am Freitag vermeldet, dass die Zahl wiederum zweistellig um 13 Anlagen auf nun 523 gestiegen ist. Damit ist ein neues Jahreshoch für 2016 erreicht, das zuletzt am Jahresende 2015 überflügelt wurde (mit 536 Anlagen). Auch die Investitionen in die Schieferöl-Industrie werden 2017 wohl wichtige Gegenimpulse zu den OPEC-Kürzungen setzen.
Zusätzlich hat der US-Kongress den Verkauf strategischer Ölreserven beschlossen. Die anvisierten 18 Mio. Barrel würden dazu führen, dass sie für wenigstens einen Monat die Kürzungen aller OPEC-Länder aufwiegen, sofern sich die OPEC-Staaten zu mindestens 70 Prozent an ihre Ankündigungen halten. Auch Libyen (OPEC) wird intensiv beobachtet, da das Land seine Förderung 2017 signifikant steigern wird und als Gegengewicht zu den Kürzungen Saudi-Arabiens aufgefasst wird.
Als wahrscheinlich gilt bisher also nur, dass der unmittelbare Jahresstart 2017 aufgrund der aktuellen Marktlage Barrel-Preise von weiterhin deutlich über 50 Dollar zeigen könnte.
Im Verlaufe des heutigen Tages werden Konjunkturdaten aus den USA zum Verbrauchervertrauen erwartet, die Einfluss auf den aktuellen Ölpreis haben könnten. 

Zusätzlich könnten diese Woche folgende Wirtschaftsdaten und -termine Einfluss auf die Euro- und Ölpreisentwicklung haben*:

Mittwoch, 28.12.2016
•    API wöchentlicher Rohöllagerbestand, USA

Donnerstag, 29.12.2016
•    EIA Rohöl Lagerbestand (USA)

Freitag, 30.12.2016
•    Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs hat sich erwartungsgemäß über die Weihnachtsfeiertage kaum verändert. Er liegt am Morgen bei 1,045 US-Dollar und damit minimal über dem Referenzkurs von Freitag. (EZB-Referenzkurs: 1,0446). Momentan verliert er jedoch bereits.
Für Euro-Anschübe könnten auch hier die Konjunkturdaten aus den USA sorgen, die bereits vergangene Woche der Gemeinschaftswährung einen kleinen Schub verpassten, da sie wesentlich schwächer als erwartet ausgefallen waren. 
Dauerhaft schwächere US-Konjunkturdaten könnten dafür sorgen, dass die US-Notenbank Fed ihre angekündigten stärkeren Zinsanhebungen für 2017 eingrenzt und somit der Euro nicht im erwarteten Umfang unter Druck gerät. 
Am 20. Januar 2017 wird Donald Trump als neuer US-Präsident ins Weiße Haus einziehen und es wird sich zeigen, welche seiner Vorhaben für die US-Wirtschaft tatsächlich umgesetzt werden. Trump hatte sich damit profiliert, dass er die US-Wirtschaft mit Steuersenkungen und Schutzmaßnahmen ankurbeln wolle, die sich in jedem Fall auf den Eurokurs auswirken würden.

Heizölpreisentwicklung

Aktuell bewegen sich die Heizölpreise seitwärts. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostete am Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 60,44 Cent pro Liter Heizöl, minimal mehr  als der gestrige Preis von rund 60,34 Cent pro Liter Heizöl.
Wir raten zum baldigen Heizölkauf und dazu, die ganz wenigen noch freien Liefertermine in für die nächsten Tage zu nutzen  – insbesondere, wenn sich der Tank leert. Auch wenn das Jahr 2017 in Sachen Ölpreis unvorhersehbar ist, sind fallende Preise zunächst eher unwahrscheinlich.
Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.
Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen. 

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